Ertappt

Michael Brandner verrät seine größte Schwäche

Schauspieler Brandner hat eine heimliche Schwäche. Im Interview gesteht er, wozu er nicht Nein sagen kann.

Schauspieler Michael Brandner.
Michael Brandner verrät, wann er nicht widerstehen kann. Tristar Media / Getty Images

Seit Jahren ist Michael Brandner aus der deutschen Fernseh-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Auch wenn er oftmals den Bösewicht spielt, ist der Schauspieler im wahren Leben umso sympathischer. Mit DAS NEUE BLATT sprach der Wahl-Münchner exklusiv über seine Kindheit und schöne Erinnerungen. Dabei kamen Seiten zum Vorschein, die wir bisher noch nicht von ihm kannten.

Unter dem Video geht der Artikel weiter.

Michael Brandner über seine schönste Kindheitserinnerung

Sie sind in Augsburg geboren, aber in Dortmund groß geworden. Wie kam es dazu?

Meine Mutter kommt aus einem kleinen Ort in der Nähe von Augsburg und hat mich unehelich bekommen. In Dorfgemeinschaften führte das damals zu großen Problemen. Deshalb wurde sie gebeten, mich in Augsburg zur Welt zu bringen, damit die "Schande" für die Familie nicht ganz so groß ist. Danach wollte sie nicht wieder zurück, sonst hätte sie sich ständig vorwerfen lassen müssen, was aus ihr geworden ist und dass sie sich das Leben versaut hat. Sie kam dann durch irgendwelche Leute, die sie kennenlernte, auf die Idee, nach Dortmund zu gehen.

Ihr Stiefvater war Bergmann. Warum kam es für Sie nie infrage, ihm beruflich zu folgen?

Einer der ersten Sätze meines Vaters, die in vollem Ernst an mich gerichtet waren, war: "Mach’ nur bitte eins nicht: Junge, geh’ niemals unter Tage oder ins Stahlwerk!". Wir hatten, wie es im Ruhrgebiet damals üblich war, einen Schrebergarten, und dort konnte er gärtnern. Er hatte einen absolut grünen Daumen und wäre wirklich wahnsinnig gerne Gärtner geworden, aber zu der Zeit verdiente man in dem Beruf nichts. Der Job unter Tage war das genaue Gegenteil. Er hatte nur mit toter Materie zu tun – von morgens bis abends.

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Was sind heute Ihre schönsten Kindheits-Erinnerungen?

Am allerschönsten war es natürlich, wenn ich in den Sommerferien nach Bayern durfte, um meine Großonkels und -tanten zu besuchen. Das war ein immenses Vergnügen. Die hatten riesige Hunde, und es ging immer raus in die Natur. Ich konnte dann in den Bäumen sitzen und Kirschen essen. Das war einfach göttlich! Es war das Allergrößte. Das sind so Zeiten, an die ich mich immer absolut gerne erinnere. Deswegen mag ich Bayern auch so.

Das war Ihre Familie mütterlicherseits?

Ja, da war ich der Hahn im Korb. Meine eine Großtante war auch meine Patin. Die hatten noch ein Plumpsklo und Tiere. Das war für mich einfach ein gigantisches Abenteuer. Es war grandios, morgens wach zu werden, wenn meine Tante frische Brötchen gebacken hatte in dem gewaltigen Backofen. Und dann ging man runter und bekam seine Milch dazu. Das war der Himmel auf Erden.

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Das ist seine größte Schwäche

Sie sagen über sich selbst: "Ich bin eine echte Kaffeetante – ich liebe es in Cafés zu sitzen". Warum?

Ich mag das einfach total gerne. Ein paar Traditionscafés haben jetzt leider in München über die Zeit zugemacht. Es ist gerade ein bisschen Notstand für mich, aber ich bin jetzt mehr auf die Bistros ausgewichen. Ich bin auch ein enormer Kuchenfan. Ich war schon früher ein großer Tortenvernichter. Ich habe das sogar gegen Geld gemacht und Wetten angenommen, wie viel ich essen kann.

Und wie viel haben Sie geschafft?

Ich schaffte eine gesamte Cremetorte – ohne Spaß! Das, finde ich, ist eine Mörderleistung (lacht). Da war ich aber auch kurz vorm Ende (lacht).

In welcher Zeit denn?

Ich brauchte eine Stunde dafür, dann war sie weg (lacht). Aber heute schaffe ich das nicht mehr. Das ist lange vorbei. Ich war zwischen 15 und 30 damals.

War Ihnen danach nicht schlecht?

(Lacht.) Noch nicht mal. In der Pubertät habe ich mir auch fast jeden Tag aus zehn Eiern Eierkuchen gemacht. An mir war nichts dran. Ich war wirklich schlank (lacht).

Also halten wir fest: Bei Familienfesten waren Torten auf jeden Fall nie lange vorhanden, wenn Sie aufgetaucht sind.

Ich sage Ihnen: Es waren wahre Tortenschlachten. Meine Tanten und meine Mutter haben sich gegenseitig überboten. Da wurde aufgefahren – das können Sie sich nicht vorstellen. Essen war ja der Sex der Nachkriegsjahre. Wie die gegessen haben, das war nicht mehr schön. Wirklich! Ich habe immer fasziniert dabei zugeschaut (lacht). Es gab da niemals Torten-Engpässe. Mittlerweile geht das natürlich gesitteter zu. Da gibt es im Café mal ein Stückchen.

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