Stilles Leiden Leberentzündung: Symptome, Formen und Ursachen von Hepatitis

Eine Entzündung der Leber, auch Hepatitis genannt, kann viele Ursachen haben. Wir geben Ihnen einen Überblick. 

Hepatitis
Die Leber leidet still. Eine Entzündung ist anfangs nur über ein Blutbild erkennbar.
Inhalt
  1. Was Sie über die Leberentzündung wissen müssen
  2. Symptome und Verlauf von Hepatitis
  3. Formen der Leberentzündung
  4. Ursachen von Hepatitis

 

Was Sie über die Leberentzündung wissen müssen

Ist die Leber entzündet, spricht man von einer Hepatitis. Der Begriff leitet sich aus dem griechischen Wort 'hepar' ab, welches für Leber steht, während die Endung –itis eine Entzündung meint. Eine Hepatitis kann durch viele verschiedene Ursachen ausgelöst werden, auf die weiter unten im Text noch näher eingegangen werden.
Die Erkrankung mit den Hepatitsviren A, B, C, D und E kommt am häufigsten vor. Hierbei werden die Hepatitisviren meist über Körperflüssigkeiten übertragen. Die Übertragung kann sowohl fäkal-oral durch Kontakt- oder Schmierinfektion, als auch über Blut, sexuellen Intimkontakt oder Speichel, Muttermilch oder Tränenflüssigkeit stattfinden. Auch eine Infektion durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrung ist möglich.

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Leberentzündung
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Wichtig zu wissen ist, dass eine Leberentzündung für den Betroffenen nicht immer direkt erkennbar ist. Eine entzündete Leber verursacht nämlich im Anfangsstadium nur selten Schmerzen und geht meist nicht mit den typischen Symptomen, wie der Gelbfärbung der Haut, einher. Häufig fühlen sich die Betroffenen lediglich etwas abgeschlagen und müde. Eine akute Hepatitis kann bestenfalls folgenlos ausheilen, schlimmstenfalls aber chronisch werden und schwere Folgeerkrankungen, wie Leberzirrhose und Leberkrebs auslösen oder zu einem kompletten Leberversagen führen. 
Zur Früherkennung hilft eine regelmäßige Untersuchung des Blutes. Schwächelt unser Reinigungsorgan, sind die Leberwerte meist erhöht und eine sofortige Therapie kann die Leber vor Folgeerkrankungen schützen. 

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Symptome und Verlauf von Hepatitis

Wie bereits erwähnt, bleiben Lebererkankungen, wie Hepatitis, meist lange unbemerkt. Das gefährliche daran ist zum einen, dass die Erkrankung ungehindert fortschreiten und eine starke Schädigung der Leber zur Folge haben kann und andererseits, dass der Betroffene während der gesamten Zeit als Überträger fungiert. Folgende allgemeine Symptome deuten auf eine Erkrankung der Leber oder eine beginnende Hepatitis hin:

  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Gliederschmerzen
  • Fieber
  • Oberbauchschmerzen


Im weiteren Verlauf können sich dann folgende typische Symptome zeigen:

  • Gelbfärbung der Haut und des weißen Augeninneren (Ikterus)
  • Dunkelfärbung des Urins
  • Hellfärbung des Stuhls
  • Juckreiz


Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte ein Facharzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden, damit die Leber behandelt werden kann. Meist geht die Gelbsuchtphase für den Betroffenen mit einem starken Krankheitsgefühl einher. 

Schauen Sie im Video die fünf Anzeichen für Wassermangel im Körper: (Der Artikel geht unter dem Video weiter)

 

Akute Hepatitis

Klinisch lässt sich eine akute Hepatitis daran erkennen, dass sie meist innerhalb von sechs Monaten ausheilt. Sie äußert sich meist in drei Phasen: In der Frühphase finden sich die bereits genannten allgemeinen Symptome. Sie kann bis zu drei Wochen oder länger anhalten. 
Es folgt die Gelbsucht-Phase mit den typischen Symptomen.  Hier wird meist der Druckschmerz im Oberbauch stärker, weil sich die Leber vergrößert. Die Leber ist bereits soweit in ihren Funktionen eingeschränkt, dass der Gallenfarbstoff Bilirubin nicht mehr abgebaut und in den Darm weitergegeben werden kann, sodass er sich im Blut ansammelt und die Haut gelb werden lässt. Ein Teil des Stoffes wird dann über die Nieren ausgeschieden, weshalb sich der Urin dunkel verfärbt. Weil das Bilirubin im Stuhl fehlt, bleibt dieser grau bis farblos. Meist gehen mit diesem Gallenstau auch ein starker Juckreiz oder Durchfall (Magen-Darm-Symptome) einher. 
Als letztes folgt die Erholungsphase. Sie kann mehrere Monate andauern und meist fühlen sich die Betroffenen immer noch schlapp, müde, kraftlos und weniger leistungsfähig. 

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Chronische Hepatitis

Von einer chronischen Hepatitis spricht man, wenn der Krankheitsverlauf, sprich die Entzündung länger als sechs Monate anhält. Sie kann symptomlos verlaufen, aber auch mit den bereits genannten allgemeinen Symptomen einhergehen. Häufig leiden die Betroffenen unter plötzlich auftretenden Schüben, die von Gelbsucht und starken Oberbauchbeschwerden begleitet sind, weil sich die Leber vergrößert. Bei Frauen kann außerdem die Regelblutung ausbleiben. Bei Männern sind die Symptome eindeutiger. Betroffene können unter Brustdrüsenvergrößerung, einer Verkleinerung des Hodens und einer Verminderung der Bauchbehaarung leiden. 

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Formen der Leberentzündung

Die bekanntesten Formen der Leberentzündung sind die durch Hepatitisviren ausgelösten Formen A, B, C, D und E. Hepatitis A kommt zwar sehr häufig vor, ist jedoch nicht so gefährlich wie die anderen Typen, denn sie heilt meist folgenlos innerhalb von wenigen Wochen ab. Laut Stiftung Warentest sind in Deutschland ca. sieben Prozent (5,6 Millionen) von Hepatitis B betroffen. Hier besteht die Gefahr eines chronischen Verlaufs. Unter Hepatitis C leiden Schätzungen zufolge eine halbe Millionen Menschen in Deutschland. Sie ist sehr gefährlich, weil sie meist chronisch verläuft. Alle dieser Hepatitis-Formen sind in Deutschland meldepflichtig. 
Die folgenden Tabellen geben Aufschluss über die fünf Hepatitis-Formen:

Hepatitis Tabelle
Überblick über die Formen von Hepatitis, die durch Hepatitisviren übertragen werden. 
 

Ursachen von Hepatitis

Eine Leberentzündung kann viele verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten ist Hepatitis auf eine direkte Infektion mit Hepatitisviren zurückzuführen. Hier werden die Hepatitisviren A, B, C, D und E unterschieden. Allerdings kann sich die Leber auch als Begleiterscheinung einer anderen Krankheit entzünden, beispielsweise durch das Mumpsvirus oder Krankheiten, wie das Pfeiffersche Drüsenfieber, Windpocken oder Gürtelrose. Hierbei spricht man von einer Virusbegleithepatitis. 
Neben den infektiösen Formen können auch bakterielle Erreger und Pilze, wie Salmonellen, Borrelien oder Leberegel zu einer Hepatitis führen. 
Auch eine Fehlfunktion des Immunsystems kann eine Leberentzündung auslösen. In diesem Fall ist die Rede von einer Autoimmunhepatitis. 
Nicht außer Acht gelassen werden, sollten auch die folgenden möglichen Ursachen, die nachweislich der Leber schaden und ebenfalls zu einer Hepatitis führen können:

  • Starker Alkoholkonsum
  • häufige Einnahme leberschädigender Medikamente (z.B. Paracetamol)
  • Morbus Wilson (Störung des Kupferstoffwechsels)
  • Fettleber
  • Vergiftungen mit Chemikalien
  • Hämochromatose (Störung des Eisenstoffwechsels)


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