In Europa angekommen

Lambda-Variante: Wie gefährlich ist die neue Corona-Mutation?

Noch vor kurzem war die Alpha-Variante in Deutschland vorherrschend, mittlerweile macht Delta das Gros der Neuansteckungen mit dem Coronavirus aus. Und schon gibt es eine neue Variante: Lambda. Was bisher darüber bekannt ist, lesen Sie hier.

Eine Frau wird auf Corona getestet.
Die erstmals in Peru entdeckte Lambda-Variante ist bereits in Europa angelangt. Foto: iStock / zoranm

Langsam kehrt Normalität in Deutschland ein: Die Inzidenz sinkt, Geschäfte und Restaurants haben wieder geöffnet, Treffen mit mehreren Beteiligten sind möglich und immer mehr Menschen sind geimpft.

Am 7. Juli 2021 lag die bundesweite Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 5,1 und damit den 19. Tag in Folge unter 10.

Das einzige, was die Freude trübt, sind neuen Corona-Mutationen. Nach der Delta-Variante wurde nun die Mutante Lambda entdeckt.

Woher kommt die Lambda-Variante?

Die Lambda-Variante ist auch unter dem Namen Anden-Variante oder C.37 bekannt. Erstmals tauchte sie im August 2020 in Peru auf, wo sie sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sehr schnell ausbreitete. Ihr Anteil an den Neuerkrankungen stieg von 0,5 Prozent bei erstmaliger Entdeckung auf 82 Prozent im Juni.

Seitdem hat sie sich vor allem in Südamerika verbreitet. Wie etwa die BBC berichtet, gehen in Argentinien 37 Prozent der Ansteckungen auf die Lambda-Variante zurück und in Chile 32 Prozent.

Erfahren Sie in dem Video, wie Sie sich optimal vor dem Coronavirus schützen können (Der Artikel geht unter dem Video weiter)

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Wie ansteckend ist die Lambda-Variante?

Es wird vermutet, dass die Lambda-Variante noch ansteckender als die bereits als hochansteckend geltende Delta-Variante ist. Außerdem kann es sein, dass das menschliche Immunsystem die Lambda-Variante schlechter bekämpfen kann als andere Varianten.

Dennoch gibt es hierzu bereits noch keine verlässlichen Forschungsergebnisse, betonte Jairo Méndez-Rico im Gespräch mit der 'Deutschen Welle': "Obwohl die Möglichkeit einer höheren Ansteckungsrate besteht, haben wir noch nicht ausreichend belastbare Studien, um sie mit Gamma oder Delta vergleichen zu können."

Weiter sagte der Viruserkrankungen-Experte der WHO: "Es ist wahrscheinlich, dass SARS-CoV-2 in seinem evolutionären Prozess zwar ansteckender wird, aber gleichzeitig nicht schädlicher für den Wirt."

Lesen Sie auch: Long-Covid - das sind die Symptome

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Lambda ist in Europa bereits auf dem Vormarsch

Fakt ist: Erste Fälle in Europa sind bereits bekannt. Wie spanische Medien berichten, soll die Lambda-Variante für rund 80 Infektionen in Kantabrien, einer Region an der Nordküste Spaniens, verantwortlich sein.

Auch in Großbritannien, wo die fast alle Corona-Fälle genau sequenziert werden, wurde einige wenige Ansteckungen mit der Variante registriert. 

Schützt die Impfung vor einer Ansteckung mit der Lambda-Variante?

Auch wenn es bisher nur wenige Studien zu dem Thema gibt, gehen Experten weiterhin davon aus, dass zweifach Geimpfte sehr gut gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt sind und dies gilt auch für etwaige Mutationen.

Das Problem hierzulande besteht jedoch darin, dass wahrscheinlich nur das Erreichen der so genannten Herdenimmunität dazu führen wird, dass Corona ganz von der Bildfläche verschwindet. Dies würde aber auch bedeuten, dass Jugendliche und Kinder geimpft werden müssen. Bisher gilt eine Impfempfehlung mit mRNA-Vakzinen seitens der Ständigen Impfkommission (Stiko) aber nur für Teenager im Alter von 12 bis 17 Jahren, die eine Vorerkrankung haben.

Das RKI sieht es daher weiterhin als äußerst wichtig an, das Impftempo in Deutschland auf einem hohen Niveau zu erhalten.

Zum Weiterlesen: Ist die Herdenimmunität durch die Delta-Variante in Gefahr?