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Janine Kunze: "Meine Familie ist für mich das Wichtigste"

Janine Kunze ist ein Familienmensch. Im Gespräch mit Liebenswert verrät die Schauspielerin, warum ihr Familie so wichtig ist.

Schauspielerin Janine Kunze.
Janine Kunze ist ein absoluter Familienmensch. Foto: imago images / Future Image

Ihr Privatleben ist Janine Kunze heilig. Die 46-jährige Schauspielerin hält ihre Ehe und ihre Kinder aus der Öffentlichkeit heraus. Selten macht sie Ausnahmen, wie beispielsweise die Einschulung ihres Sohnes, der Geburtstag ihre großen Tochter oder ihr 18. Hochzeitstag . Zu solchen Anlässen postet sie auf Instagram ausgewählte Fotos, auf denen deutlich wird: Für Janine Kunze ist ihre Familie das Wichtigste und das möchte sie schützen.

Janine Kunze möchte ihre Kinder zu selbstbewussten und starken Persönlichkeiten erziehen

Für Liebenswert hat sich Janine Kunze Zeit genommen und mit uns über ihre Ehe, ihre Familie, aber auch über ihre eigne Kindheit und über das Älterwerden, was für sie berufsbedingt durchaus ein Thema ist, gesprochen.

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Worauf sind die besonders stolz?

Auf meine drei Kinder, dass ich eine Familie gegründet habe und seit 18 Jahren verheiratet bin. Mein Wunsch und der meines Mannes ist das klassische Familienmodell und das leben wir. Wir sind uns treu, wir leben monogam, wir lieben und leben unsere Familie. Das ist für uns beide das Wichtigste und für mich das Wichtigste, was ich in meinem Leben geschaffen habe und darauf bin ich stolz.

Was geben sie ihren Kindern mit auf den Weg?

Ich versuche meinen Kindern ganz viel mitzugeben und sie zu starken, selbstbewussten Menschen zu erziehen, die in der Lage sind, auch nach links und rechts zu schauen. Ich versuche Kinder zu erziehen, die nicht mit einer Ellenbogenmentalität durchs Leben gehen. Ich finde es sehr wichtig, dass egal wie selbstbewusst und zielstrebig wir sind, trotzdem rücksichtsvoll und nächstenliebend durchs Leben gehen. So bin ich auch groß geworden und das möchte ich weitergeben denn ich finde, dass dies das Wichtigste ist, was ich meinen Kindern mitgeben kann.

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Wie führen Sie Ihre Kinder an das Thema Mobbing im Internet heran?

Meine große Tochter und ich machen gerade gemeinsam einen Podcast und in der ersten Folge geht es um dieses Thema. Darin besprechen wir Mobbing in den sozialen Netzwerken sehr offen und ehrlich. Bei meinen Kindern versuche ich ein Auge drauf zu haben, meine Große ist 17, die hat keine Handyzeiten mehr, aber die beiden Kleinen schon. Bei uns gab es beispielsweise nicht schon in der Grundschule ein Handy, sondern erst ab der weiterführenden Schule.

Für meine zwölfjährige Tochter und meinen zehnjährigen Sohn gibt es feste Handyzeiten, abends vor dem Abendessen, wenn sie alles erledigt haben, haben sie 40 Minuten Zeit. Aber sie haben keine Browser, auch wenn es sich streng anhört, ich versuche meine Kinder von dem Medium Internet noch fernzuhalten. Eben weil ich für junge Menschen viele Nachteile im unbegrenzten Internetzugang sehe. Ich möchte, dass meine Kinder erst gefestigt sind, damit sie dann besser mit diesem Medium umgehen und differenzieren können.  So wertvoll ich das Internet finde, genauso gefährliche schätze ich es für kleinen, empfindsame Seelen ein, die noch nicht alles richtig einordnen und bewerten können.  Darum versuche ich damit sehr achtsam umzugehen.

Sie Schauspielerin hatte selbst keinen leichten Start

Sie haben ein Buch über ihre Kindheit / Jugend geschrieben. Hat es sie viele Überwindung und Mut gekostet, ihre persönliche Geschichte so öffentlich zu machen? Was waren ihre Beweggründe dafür?

Das hatte nichts mit Mut zu tun, jemand ist mit meiner Geschichte an die Presse gegangen. Ich selbst hatte mich vorab nicht zu dem Thema geäußert, doch dann bin ich natürlich nicht mehr drum rumgekommen.  Bis dato hatte ich mein Privatleben komplett aus der Presse rausgehalten, aber meine Lebensgeschichte hat für ein großes mediales Interesse gesorgt. Das war für mich eine sehr harte und schwierige Zeit, denn ich wollte dieses Thema gar nicht in der Öffentlichkeit wissen.

Ich habe mich viel mit meiner Familie und mit meinen Freunden beraten und mich letztendlich dafür entschieden, dieses Buch zu schreiben. Nichts hat so viel Bestand, wie das geschriebene Wort und es ist mein Wort, weil ich das Buch selbst schreibe. Ich habe mir vorgenommen, ein positives Buch zu schreiben, über meine Kindheit, meine Jugend, über dieses sehr schwere Thema. Ich wollte keine reißerische Geschichte oder eine mitleiderregende aufschreiben. Ich wollte von den vielen schönen Momenten in meinem Leben erzählen, von den Momenten, die mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin. Und so ist dieses Buch entstanden.

Die ersten Phasen des Schreibens waren natürlich aufwühlend, es ist wieder so viel hochgekommen, habe mich an so viele Dinge erinnert. Aber ich habe die Arbeit an dem Buch als sehr positiv empfunden und war sehr dankbar, diese Möglichkeit zu haben. 

Dass ich meine Geschichte erzählen kann, anderen Menschen vielleicht etwas mitgeben kann, Betroffene erreichen kann. Und letztendlich kam das Buch sehr gut an, ich habe sogar einen Preis dafür bekommen, bis heute bekomme ich Resonanzen auf das Buch. Familien schreiben mir, dass sie sich aufgrund meines Buchs für ein Pflegekind oder eine Adoption entschieden haben.

Ich habe es geschafft aus einer Situation, die für mich anfangs nicht besonders schön war und in der ich nicht freiwillig war, etwas Positives zu machen. Wenn auch nur einem Kind mit meinem Buch geholfen wurde, ist es schon mehr als sinnvoll gewesen. Im Nachhinein bin ich also sehr glücklich darüber, dieses Buch geschrieben zu haben.

Das Älterwerden ist Janine Kunze nicht völlig egal

Haben sie Angst vor dem Älterwerden

Ich bin bei dem Thema nicht völlig entspannt. Ich bin Schauspielerin, habe mich über viele Jahre in meinem Beruf auch über meine Optik definiert und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir das Älterwerden egal wäre. Aber ich versuche in Würde zu altern und das finde ich ganz, ganz wichtig. Ich habe eine der besten Visagistinnen Deutschlands an meiner Seite, wir sind ein eingespieltes Team, wenn sie sich meinem Gesicht annimmt und mich dazu noch eine guter Kameramann in ein schönes Licht setzt, sehe ich noch ganz gut aus. Und das ist mir auch wichtig. Aber natürlich weiß ich um mein Alter, ich renne allerdings nicht hysterisch durch die Gegend und will aussehen wie Mitte 20, denn das bin ich nicht und das ist auch gut so. Ehrlich gesagt möchte ich auch keine 20 mehr sein. Ich hatte eine tolle Zeit mit 20, meine Zeit jetzt ist aber noch viel besser.

Ich finde alt werden wunderschön und versuche damit gesund umzugehen. Natürlich mache ich Sachen, um so gut, gesund und jung auszusehen wie möglich, aber eben im gesunden Maße. Alles im Leben hat seine Zeit und ich finde es wunderbar, wenn wir Frauen Falten bekommen, vor allem Lachfalten. Falten erzählen Geschichten. Ich muss nicht aussehen wie ein Shar Pei, aber ich muss auch nicht komplett faltenfrei durchs Leben gehen, ich versuche einen Mittelweg zu finden. Wir sollten zu uns stehen, zu dem, was ist, wer wir sind und wie alt wir sind. Dann können wir auch in Würde, glücklich und mit erhobenem Haupt alt werden. Alt werden ist etwas Besonderes und das wichtigste daran ist, fit zu bleiben, körperlich und geistig. ich