Der Bergdoktor privat Hans Sigl hat in seiner Frau Susanne die große Liebe gefunden

Bergdoktor-Star Hans Sigl ist seit 10 Jahren mit seiner Frau Susanne verheiratet, seiner großen Liebe. Im Interview gibt der Schauspieler private Einblicke.

Hans Sigl mit seiner Ehefrau Susanne.
Hans Sigl mit seiner Ehefrau Susanne.

Er ist erfahren, eigensinnig – und ja, irgendwie auch ein einsamer Wolf, den man einfach mögen muss: Hausarzt Dr. Martin Gruber ist aus der Erfolgsserie 'Der Bergdoktor' nicht wegzudenken. Doch wie tickt Schauspieler Hans Sigl eigentlich privat? Wir baten den Österreicher zur Frage-Sprechstunde und entlockten ihm einige Geheimnisse. Der beliebte TV-Arzt übers Älterwerden, kleine Auszeiten von der Arbeit und seinen Wunsch nach Aufrichtigkeit im Leben und natürlich seine Fraus Susanne Sigl.

Als Bergdoktor verbringen Sie viel Zeit in den Bergen. Haben Sie schon mal unter Höhenangst gelitten? Oder haben Sie grundsätzlich vor nichts oder vor kaum etwas Angst im Leben?

Unter Höhenangst leide ich überhaupt nicht, was mir beim Drehen auch schon des Öfteren zugutegekommen ist. Denn auch als Martin Gruber durfte ich schon mit dem Helikopter fliegen oder an einer Felskante stehen. Angst an sich liegt mir fern. Ich denke, sie ist nie der richtige Ratgeber. Man sollte die Risiken stets gut abwägen und anschließend seinem Herzen folgen.

In einer Serienfolge haben Sie eine Patientin zu einer riskanten Operation überredet. Was für ein Patient sind Sie selbst, auch einer von der mutigen Sorte? Oder können Sie kein Blut sehen?

Während meiner Zeit im Zivildienst habe ich viel gelernt, deswegen ist Blut abnehmen auch kein Problem für mich. Es kommt ja auch nicht alle Tage vor, dass ich das machen muss.

In besagter Serienfolge haben Sie sich die Liebe zu einer Patientin versagt. Waren Sie selbst auch schon mal aussichtslos verliebt?

Ich bin aussichtslos verliebt – und zwar in meine Frau. Und das nun schon seit 13 Jahren. Klingt kitschig, oder?

Sie sind seit 2008 als Martin Gruber dabei. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie diese Zeit Revue passieren lassen?

Ich verspüre große Dankbarkeit und Demut, gemischt mit Stolz auf unser gesamtes Team, das über diese lange Zeit nie aufgehört hat, an der Serie zu arbeiten. Wir haben uns immer weiterentwickelt, und es freut uns alle sehr, dass das Publikum uns so treu ist.

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Sie sind mit dem Bergdoktor älter geworden. Wie erleben Sie es persönlich, älter zu werden, wie haben Sie sich verändert?

Ganz ehrlich? Das ist für mich im Moment kein Thema. Ich habe viel zu tun und achte seit einiger Zeit vielleicht stärker darauf, dass ich mehr Schlaf bekomme. Aber eine dauernde Reflexion schadet einem eher, als dass sie einem wirklich nützt.

Sind Sie heute gelassener als früher oder doch eher dünnhäutiger?

Ich denke, eine gewisse Gelassenheit wohnt uns Österreichern in einigen Punkten ohnehin inne.

Was ist Ihnen heute wichtig?

All das, was mir gestern auch schon wichtig war: Aufrichtigkeit und Respekt, Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, Empathie, Zuverlässigkeit … All das erwarte ich von mir und erhoffe es auch von meinen Mitmenschen.

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Worauf können Sie gut und gerne verzichten?

Auf Wichtigtuer, Besserwisser, und vor allem auf unnötiges Verschwenden von Zeit.

Wie machen Sie sich das Leben schön, wenn Sie nicht arbeiten müssen?

In meiner Freizeit lese ich viel, treibe Sport und genieße die Zeit mit guten Freunden, natürlich auch mit meiner Familie. Und das Ganze am liebsten ohne irgendwelchen Zeitdruck.

Was war Ihr letzter Lustkauf?

Das war ein guter Kopfhörer.

Gibt es Sehnsuchts-Orte, die Sie unbedingt noch besuchen möchten?

Es gibt doch diese Weltkarten, bei denen man die Länder aufrubbeln kann, die man schon bereist hat. Da würden bei mir noch eine Menge Länder übrig bleiben … (schmunzelt)

Kann man mit Ihnen denn gut verreisen, sind Sie ein echter Globetrotter?

Ich denke schon. Für den relaxten Strandurlaub bin ich nicht so gut geeignet, aber ich mag Städtereisen und entdecke gerne andere Kulturen. Zum Glück teile ich diese Neugier auch mit meiner Frau, sodass wir gemeinsam immer wieder Neues sehen und erleben.

Brauchen Sie kleine Alltagsfluchten?

Ich spiele leidenschaftlich Golf, und wenn ich am Platz bin, vergesse ich alles drum herum. Mentaler Ausgleich! Genauso wie beim Schlagzeugspielen.

Was tun Sie gegen schlechte Laune?

Lächeln, ganz bewusst. Lächeln, und irgendwann greift es über, oder ich mache laut Musik.

Was tun Sie, um nicht in Melancholie zu verfallen?

Wenn man Melancholie als Nachdenklichkeit interpretiert, dann finde ich sie sehr schön.

Inwiefern?

Wenn man sie bewusst erlebt, sich Zeit nimmt zu reflektieren, dann kann Melancholie auch eine Kraftquelle sein. Zur Schwermütigkeit neige ich dagegen überhaupt nicht, dafür bin ich ein viel zu positiver Mensch und versuche Dinge, die nicht richtig laufen, zu ändern.

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