Gesund bleiben Grippeimpfung: Was jetzt jeder wissen sollte

Wer braucht eigentlich eine Grippeimpfung und wann sollte man sich impfen lassen? Alle Antworten rund um das Thema Grippeimpfung. 

Inhalt
  1. Für wen eine Grippeimpfung unverzichtbar ist
  2. Vorteile überwiegen
  3. Tipps für mehr Wirkung

 

Für wen eine Grippeimpfung unverzichtbar ist

Bis zu einer halben Million Deutsche erkranken jährlich an der echten Grippe. Diese wird ebenso wie 90 Prozent der grippalen Infekte durch Viren ausgelöst. Der große Unterschied: Der Verlauf der echten Grippe ist deutlich schwerer. Sie kann zu lebensgefährlichen Folgeerkrankungen wie Lungenentzündungen führen.

Das kann verhindert werden. Die Weltgesundheitsorganisation rät, dass 75 Prozent der Bevölkerung geimpft sein sollten. Eine dringende Empfehlung wird für die Risikogruppen ausgesprochen: Bei Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren und chronisch Kranken ist die Gefahr für einen schweren Verlauf besonders hoch. Dennoch sind wir Deutschen echte Impf-Muffel: Weniger als die Hälfte nutzen die Vorsorge-Maßnahme. Die Folge: Im letzten Jahr verlief die Grippewelle drastisch und führte zu 31 000 zusätzlichen Klinikeinweisungen.

 

Vorteile überwiegen

Als häufiges Gegenargument werden die Nebenwirkungen genannt. Doch bei genauerem Hinsehen sind diese harmlos. So kann die Einstichstelle leicht schmerzen, anschwellen oder sich rot färben. Außerdem können in den ersten drei Tagen kurzzeitig Müdigkeit, Frösteln oder Übelkeit auftreten. Eine Grippe kann, entgegen mancher Behauptungen, nicht ausgelöst werden. Für die Impfung spricht ihre Wirksamkeit: Die Erfolgsquote liegt bei 62 Prozent. Wer trotzdem erkrankt, ist vor den schweren Folgen wie Lungen- oder Herzmuskelentzündungen besser geschützt. Auch unser Umfeld profitiert: Wer geimpft ist, überträgt keine Viren auf seine Mitmenschen. Außerdem ist die Maßnahme für die Risikogruppen kostenfrei und generell bei jedem Hausarzt möglich.

Doch Vorsicht: Beim Vorliegen einer akuten Infektion und bei Fieber sollte bis zur Genesung gewartet werden. Sehr selten besteht bereits ein versteckter Infekt, der nach der Impfung ausbricht.

 

Tipps für mehr Wirkung

Gegenwärtig muss der Schutz jedes Jahr aufgefrischt werden. Wichtig ist dabei der Zeitpunkt. Denn nach der Grippeimpfung braucht der Körper 10-14 Tage, bevor er sich vollständig gegen die Viren wehren kann. Ratsam ist es, den Arzt vor der Grippesaison aufzusuchen, idealerweise jetzt im Oktober bis spätestens Ende November. Nach dem Piks heißt es Kraft tanken. Eine Studie zeigt: Wer in den ersten Tagen nach einer Impfung weniger als sechs Stunden schläft, gefährdet deren Erfolg. Die Wissenschaftler raten zu mindestens acht Stunden Schlaf. Die Erklärung: Die Immunzellen lernen im Schlaf. Während der Ruhephase bilden sie ein "Abwehrgedächtnis" und können so später die richtigen Eindringlinge angreifen.

Unter dem Video geht der Artikel weiter.

 

Zusätzliche Maßnahmen können das Gripperisiko weiter senken. Dazu gehören Händewaschen und Niesen in ein Einmaltaschentuch.

Quelle: Das neue Blatt

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