Worauf muss ich achten? Giftige Textilien: So schützen Sie sich vor Chemie in der Kleidung

Bunt, bügelfrei und beschichtet heißt bei Textilien meist auch ein Zusatz von giftigen Chemikalien. Wie Sie sich vor Schadstoffen in Kleidung schützen.

In vielen Textilien stecken Schadstoffe. Worauf Sie bei Kleidung achten sollten.
Starke Farben und übler Geruch sind oft ein Zeichen für Schadstoffen in Textilien.
Inhalt
  1. Starke Farben sind nicht ungefährlich
  2. Bügelfreie Teile besser vermeiden
  3. Häufig Giftstoffe in Sportbekleidung
  4. Welche Prüfsiegel sollte ich beachten?
  5. Vorsicht vor üblen Gerüchen
  6. Aufdrucke nicht an die Haut lassen
  7. Kleidung nach dem Kauf waschen

 

Starke Farben sind nicht ungefährlich

Kunstfasern müssen stark eingefärbt werden, um überhaupt Farbe aufzunehmen. Intensive Farben wie Blau, Rot und Schwarz können Kontakt-Allergien auslösen. Reine Baumwolle braucht weniger Farbe und wird besser vertragen.

 

Bügelfreie Teile besser vermeiden

Knitterfreie Kunstfasern, die nicht gebügelt werden müssen, sind praktisch – besonders bei Oberhemden. Doch sie enthalten meist Formaldehyd. Auch wenn die Konzentration noch so gering ist, sollte man Hautkontakt mit der Chemikalie vermeiden. Formaldehyd gilt als krebserregend.

 

Häufig Giftstoffe in Sportbekleidung

Greenpeace fand in 90 Prozent aller getesteten Sport- und Outdoor-Kleidungsstücke polyfluorierte Chemikalien (PFC). Die schützen zwar vor Feuchtigkeit, begünstigen aber Tumor-Wachstum. Kaufen Sie nur PFC-freie Ware.

 

Welche Prüfsiegel sollte ich beachten?

Chemikalien gelangen in den Produktionsländern über Abwässer in die Flüsse und in die Nahrungskette. Achten Sie beim Kauf auf Umweltsiegel wie Öko-Tex Standard 100 oder GOTS (Global Organic Textile Standard).

Wussten Sie eigentlich, dass auch Kassenbons Schadstoffe enthalten (Artikel geht unter dem Video weiter)?

 
 

Vorsicht vor üblen Gerüchen

Verströmen ein Kleidungsstück oder ein Paar Plastikschuhe einen starken Geruch, verzichten Sie auf den Kauf. Der Geruch kommt von Weichmachern. Sie sind krebserregend! Tragen Sie Plastikschuhe möglichst nie barfuß.

 

Aufdrucke nicht an die Haut lassen

Vorsicht auch bei bedruckten Textilien: Die gummiartigen Aufdrucke enthalten Weichmacher, damit sie nicht brüchig werden. Lassen Sie die Motive nicht direkt an die Haut, die Inhaltsstoffe (Phthalate) können den menschlichen Hormonhaushalt stören.

 

Kleidung nach dem Kauf waschen

Ziehen Sie neue Kleidung immer erst nach einer Wäsche an. Denn dann wird ein Großteil der Schadstoffe ausgespült. Chemikalien werden über die schwitzende Haut und die Atemwege aufgenommen. Spülen Sie Kunststoff-Schuhe unter warmem Wasser gut ab und tragen Sie darin besser Strümpfe.

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