Parasitenbefall Flöhe bei Katzen: Parasiten erkennen, bekämpfen und vorbeugen

Ständiges Putzen und Kratzen könnte darauf hindeuten, dass Ihre Katze Flöhe hat. Wir klären Sie auf. 

Flöhe bei Katzen erkennen und behandeln
Vor allem Freigänger sind häufig von blutsaugenden Ektoparasiten, wie Flöhen, befallen.
Inhalt
  1. Welche Symptome zeigt meine Katze bei Flohbefall?
  2. Flöhe bei Katzen mit dem Floh-Test erkennen
  3. Können die Flöhe meiner Katze auf mich übergehen?
  4. Welche Behandlungsmöglichkeiten habe ich?
  5. Wie kann ich meine Katze vor den Parasiten schützen?

Der Katzenfloh ist ein flügelloses rotbraun gefärbtes, ca. 1-3 Millimeter großes Insekt, welches sich vom Blut des befallenen Wirtes ernährt. Er zählt zu den am weitesten verbreiteten Floharten und befällt auch andere Tiere, sowie den Menschen. Es wird davon ausgegangen, dass rund 20 Prozent der Hunde und Katzen vom Katzenfloh befallen sind. Besonders häufig kommt er in urbanen Gebieten vor und erreicht sein Befallsmaximum im Spätsommer. Mit bis zu dreißig Eiern pro Tag vermehrt sich der Katzenfloh explosionsartig und kann durch seine enorme Sprungkraft problemlos auf andere Wirte gelangen. Da er nicht nur starken Juckreiz und Hautirritationen auslöst, sondern auch Überträger mehrerer Krankheiten, wie beispielsweise des Bandwurms ist, ist eine unmittelbare Bekämpfung sehr wichtig.   

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Welche Symptome zeigt meine Katze bei Flohbefall?

Je nach Stärke des Flohbefalls zeigen sich verschiedene Symptome bei der Katze. Während Hunde eher zum Kratzen neigen, versuchen Katzen den Floh mit ausgiebigen Putzeinheiten loszuwerden. Dies gelingt jedoch in der Regel nicht. Bei näherem Hinsehen lassen sich jedoch noch weitere Anzeichen feststellen:

  • Ausgiebiges Fellputzen mit der Zunge
  • Kratzen
  • Dunkle Krümel (Flohkot) im Fell oder in der Umgebung
  • Unruhe
  • Hautirritationen
  • Haarausfall (Alopezie)
  • Rötungen, Stiche oder Pusteln
  • Stumpfes, ungepflegtes Fell
     

Hinweis: Einige Katzen reagieren allergisch auf den Flohspeichel. Sie zeigen ausgeprägte Hautentzündungen und sollten von einem Tierarzt untersucht werden. 

 

Flöhe bei Katzen mit dem Floh-Test erkennen

Zeigt Ihre Katze einige der oben genannten Symptome ist davon auszugehen, dass sie sich den blutsaugenden Ektoparasiten eingefangen hat. Um den Verdacht zu bestätigen gibt es einen einfachen Floh-Test, den Sie ganz einfach durchführen können: Nehmen Sie dafür einen Flohkamm und kämmen Sie das Fell Ihrer Katze gründlich durch. Streichen Sie den Kamm nun über einem weißen Papier oder Taschentuch ab. Bei schwarzen Krümeln könnte es sich um Flohkot handeln. Um sicherzugehen, können Sie das Papier mit den vermeintlichen Flohhinterlassenschaften anfeuchten. Färbt sich das Papier rötlich, haben Sie es wahrscheinlich mit Flohkot zu tun, denn dieser besteht aus unverdautem Blut. Da auch Läuse Blut saugen, ist eine Rücksprache mit Ihrem Tierarzt vor der Behandlung auf jeden Fall zu empfehlen. Bleibt das Taschentuch hingegen farblos oder wird gelblich, liegt höchstwahrscheinlich ein Befall mit Haarlingen vor. 
Schildern Sie Ihren Befund in jedem Fall Ihrem Tierarzt! Die Parasiten können gegebenenfalls nochmals mikroskopisch Untersucht und eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden. Im Falle eines Flohbefalls ist das Verabreichen einer entsprechenden Wurmkur zum Beispiel notwendig, weil Flöhe als Zwischenwirt für den Bandwurm dienen. 

Ein Parasitenbefall ist mit Stress für Ihrre Katze verbunden. Da kann es leicht zu Verdauungsstörungen wie Durchfall kommen! Im Video sehen Sie, was Sie dagegen tun können: (Der Artikel geht unter dem Video weiter)

 
 

Können die Flöhe meiner Katze auf mich übergehen?

Flöhe gehören leider nicht zu den wirtspezifischen Parasiten. Das heißt, dass der Katzenfloh keinen Unterschied zwischen Katzen, Hunden, anderen Tieren oder dem Menschen macht – alle kommen als Wirt infrage. Blei Flöhen handelt es sich um eine sogenannte Zoonose, eine Krankheit, die von unserem Haustier auf uns übertragen werden kann. Hierfür muss der Floh lediglich auf den Menschen oder andere potentielle Wirte überspringen. Leider ist es dem blutsaugenden Ektoparasiten auch möglich, sich eine gewisse Zeit unabhängig vom Wirt aufzuhalten. Verliert Ihre Katze auf dem Sofa zum Beispiel ein paar Flöhe oder Floheier, können sie so auf den Menschen gelangen. Flohbisse lösen bei uns ebenfalls starken Juckreiz und Hautirritationen oder Allergien aus. Außerdem können sie Bakterien und Würmer auf uns Menschen übertragen. Flohbisse beim Menschen äußern sich außerdem meist in einer Flohstraße auf der Haut. Hierbei handelt es sich um mehrere Stiche hintereinander, die extremen Juckreiz auslösen. 

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Welche Behandlungsmöglichkeiten habe ich?

Bei der Behandlung ist es sehr wichtig, dass alle Parasiten erfolgreich beseitig werden. Flöhe vermehren sich rasend schnell und ein leichter Befall kann sich schnell zur Plage ausweiten. Außerdem wird das Immunsystem Ihrer Katze durch den Befall geschwächt, was sie noch anfälliger für Krankheiten macht. Eine sofortige Behandlung ist außerdem notwendig, um die Übertragung auf andere Tiere und den Menschen zu verhindern. Da insbesondere die Eier und Larven sehr resistent sind und sich schon überall im Haus verteilt haben könnten, ist eine systematische Bekämpfung der Parasiten zu empfehlen. Beginnen Sie, nach Absprache mit dem Tierarzt, mit der Flohbekämpfung am Tier. Hierzu werden vom Tierarzt in der Regel entsprechende Insektizide eingesetzt. Meist handelt es sich hierbei um Spot-On-Präparate, die nur entlang der Wirbelsäule oder in den Nacken aufgetragen werden müssen. Sie verteilen sich dann im Fell und töten die Insekten ab. Informieren Sie sich auch über die Behandlung mit Kieselgur. Die Heilerde ist ebenfalls sehr wirksam und auch ohne Chemie. 

Hinweis: Verwenden Sie keine Anti-Floh-Präparate, die für Hunde oder andere Tiere vorgesehen sind. Der Organismus der Katze verträgt nicht alle Substanzen und sie könnte Schaden nehmen. 

Die Behandlung wird nach Absprache mit dem Tierarzt nach einer bis drei Wochen wiederholt, damit alle Stadien, auch die Larven, beseitigt werden. Es ist nahezu unmöglich, alle Flöhe bei einer Behandlung zu erwischen, weshalb prophylaktisch eine regelmäßige Behandlung mit leichteren Anti-Flohmitteln empfohlen wird. Parallel zu der Behandlung am Tier, muss die Umgebung Ihrer Katze ebenfalls gründlich gereinigt werden. Beginnen Sie mit den Gegenständen im direkten Katzenumfeld, wie Kratzbaum, Körbchen, Kissen und Decken. Waschbare Teile sollten bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Auch das Einfrieren ist möglich. Teppiche und Böden müssen gründlich gesaugt und gewischt werden. Der Beutel sollte anschließend gut verschlossen entsorgt oder verbrannt werden. Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, ob Sie Umgebungssprays gegen Flöhe zusätzlich anwenden müssen. Weitere im Haushalt lebende Tiere sollten ebenfalls behandelt werden, um eine gegenseitige erneute Infektion zu vermeiden. 
Nach der abgeschlossenen Behandlung sollten Sie Ihrer Katze unbedingt eine Wurmkur gegen Bandwürmer verabreichen. 
Besprechen Sie die genaue Behandlung und das weitere Vorgehen in jedem Fall mit Ihrem Tierarzt!

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Wie kann ich meine Katze vor den Parasiten schützen?

Kontrollieren Sie Ihren Vierbeiner regelmäßig, um einen Befall schnell zu erkennen. Besprechen Sie außerdem mit Ihrem Tierarzt, ob Sie das ganze Jahr über mit Flohhalsbändern oder der regelmäßigen Behandlung mit Anti-Flohmitteln vorbeugen können und sollen. Das Umfeld der Katze sollte außerdem regelmäßig gereinigt und Decken und Kissen gewaschen werden. 

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