Liebenswert wird geladen...

Epilepsie: Ursachen, Symptome und Behandlung

Bei Epilepsie handelt es sich um eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Welche Ursachen die Krankheit haben kann, welche Symptome auftreten können und welche Behandlung sinnvoll ist.

Frau liegt nach epileptischen Anfall auf dem Boden ihrer Küche.
Welche Behandlung im Fall einer Erkrankung an Epilepsie sinnvoll ist. Tunatura / iStock

Welche Ursachen Epilepsie haben kann

Wer einmal eine epileptischen Anfall hatte, muss nicht unbedingt an Epilepsie leiden. Ein einmaliger Anfall kann beispielsweise durch starke Übermüdung, hohes Fieber oder übermäßigen Alkoholkonsum ausgelöst werden, wie auf der Homepage der Deutschen Epilepsievereinigung zu lesen ist.

Treten jedoch wiederholt epileptische Anfälle auf, ist von einer chronischen Erkrankung des des zentralen Nervensystems auszugehen. Dabei ist das Risiko an Epilepsie zu erkranken in den ersten fünf Lebensjahren besonders hoch. Bis zum zwanzigsten Lebensjahr erkranken etwa zwei Drittel aller Betroffenen an Epilepsie, dann sinkt das Risiko und steigt erst wieder ab dem 60. Lebensjahr wieder an.

Zu den Ursachen einer Epilepsie-Erkrankung können genetische Veränderungen, Missbildungen im Gehirn, Sauerstoffmangel im Hirn, Hirnblutungen, eine Hirnhautentzündung, ein Hirntumor oder ein Schlaganfall gehören. In vielen Fällen lässt sich die genaue Ursache der Erkrankung jedoch nicht feststellen.

Unter dem Video geht der Artikel weiter.

Welche Symptome auf die chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems hindeuten können

Die Symptome die auf die Krankheit hindeuten können sind vielschichtiger, als viele annehmen. Epilepsie muss sich nicht zwangsläufig durch Muskelkrämpfe oder Zuckungen äußern. Epileptische Anfälle können ganz unterschiedlich ablaufen. Oft äußert sich ein Anfall durch Symptome wie Schwindel, ein Kribbeln in bestimmten Körperregionen, veränderte Wahrnehmung von Gerüchen oder Geschmäckern, Bewusstseinseinschränkungen bis hin zum Bewusstseinsverlust.

Die Internationale Liga gegen Epilepsie unterscheidet zwischen unterschiedlichen Arten von epileptischen Anfällen, die jeweils individuelle Therapieansätze fordern.

Fokale Anfälle beginnen an einer bestimmten Stelle im Gehirn, sie werden oft auch als partielle Anfälle bezeichnet. Hier kann es zu Zuckungen oder Lautäußerungen, gestörten Sinneswahrnehmungen, Sprachstörungen, Angstzuständen, Schwindel und weiteren Symptomen kommen.Bei einem komplex-fokalen Anfall kann es zu Bewussteinsstörungen kommen.

Dann gibt es die sogenannten sekundär-generalisierten Anfälle, die wie ein fokaler Anfall zunächst an einer Stelle beginnen, sich dann jedoch auf das komplette Gehirn ausbreiten.

Bei generalisierte Anfällen wird noch weiter unterschieden. Von Absencen, die mit kurzen Bewusstseinspausen einhergehen, sind in den meisten Fällen Kinder und Jugendliche betroffen. Nach wenigen Sekunden ist so ein Anfall in der Regel abgeklungen. Myoklonische Anfälle äußern sich durch plötzliches Zucken von Muskeln, beispielsweise an Händen, Armen, oder Rumpf. Diese Anfälle dauern nur wenige Sekunden. Bei klonischen Anfällen, die oft bis zu mehrere Minuten andauern, sind in erster Linie Muskelgruppen im Rumpf von heftigen Zuckungen betroffen. Zu plötzlichen Verkrampfungen der Muskulatur und Bewusstseinsverlust führen die kurz andauernden tonischen Anfälle. Unter einem tonisch-klonischen Anfall ist ein Krampfanfall mit Bewusstseinsverlust zu verstehen, bei dem es oft zu Speichelfluss und stockender Atmung kommt. So ein Anfall kann bis zu 30 Sekunden dauern. Bei atonischen Anfällen verlieren Betroffene die Spannung in Teilen der Muskulatur, es kann auch zum kurzzeitigen Verlust des Bewusstseins kommen.

Vielleicht auch interessant: Wenn die Hände zittern: Welche Ursachen das haben kann

Welche Behandlung bei Epilepsie sinnvoll ist

Wurde von einem Facharzt die Diagnose Epilepsie gestellt, wird meistens mit einer medikamentösen Therapie begonnen. Schlägt diese Behandlung nicht an, kann epilepsiechirurgischer Eingriff in Erwägung gezogen werden. Alternativ käme möglicherweise eine Neurostimulation infrage, bei der Strukturen im Gehirn mit niedriger Stromstärke stimuliert werden.

var premium1Fallback = mobile_premium1Fallback = '
';var premium2Fallback = mobile_premium2Fallback = '
';var premium3Fallback = mobile_premium3Fallback = '
';
var basic1Fallback = mobile_basic1Fallback = '
';var basic2Fallback = mobile_basic2Fallback = '
';var basic3Fallback = mobile_basic3Fallback = '
';