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Magische Natur

Die wundersamen Kräfte des Waldes

Alles auf der Erde hängt zusammen und ist in einem Gleichgewicht. Bis der Mensch kommt. Der Förster und Bestsellerautor Peter Wohlleben erklärt die Zusammenhänge.

Die wundersamen Kräfte des Waldes
Wälder haben eine mystische, magische Wirkung auf uns. den-belitsky / iStock

Der Wolf: Ordnungshüter des Waldes

"Der Wolf gibt dem Wald seine wilde Seele zurück", schreibt Peter Wohlleben. Der "graue Jäger" ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Natur durcheinandergerät, wenn der Mensch eingreift. Durch die Beinahe-Ausrottung des Wolfs nahmen seine Beutetiere überhand: Rehe, Hirsche, Wildschweine wurden so viele, dass unzählige junge Bäume aufgefressen wurden. Und die Wälder mussten leiden.

Ist der Wolf Ihr Krafttier? Hier erfahren Sie es:

Das Grundwasser: An der Quelle

Ohne Grundwasser würden wir in Wüsten leben. "Im Zuge des Klimawandels steigt die Verdunstungsrate weiter an", so Wohlleben. Es kommt weniger Regen im Grundwasser an, in Teilen Brandenburgs wird es kaum noch aufgefüllt. Der Mensch schöpft es intensiv, Quellen sind "offene Wunden", aus denen es abfließt.

Am Bach: Kreislauf-Probleme

Wenn Wolf und Bär fehlen, können Pflanzenfresser wie Reh oder Muffelschaf ungestört die Ufer der Gewässer kahl fressen. Insekten finden keine Blütennahrung mehr, Vögel keine Insekten. Weil der Halt durch Wurzeln fehlt, erodiert das Ufer nach jedem heftigen Regenguss. Die Landschaft verändert sich rapide.

Der Lachs: Bäume lieben Fisch

Kein Weg ist dem Lachs zu weit, kein Wasserfall zu hoch, wenn er nach einem Leben im Meer zum Laichen in sein Heimat-Süßwasser zurückkehrt. Nur Bauten wie Wasserkraftwerke können ihn aufhalten. Sonst kommt er am Ende seiner Kräfte zu Hause an und stirbt. Dann nährt er Füchse und Greifvögel. Aber auch Pflanzen nutzen den Stickstoff, den seine Gräten in den Stoffkreislauf abgeben.

Ameisen: Die Waldpolizei

Wenn man alle Ameisen zusammennimmt, schreibt Peter Wohlleben, entspricht ihr Gewicht dem aller Menschen auf der Erde. Im Wald verteilen Ameisen die Samen von Pflanzen, deren äußere Hülle sie lieben, deren Kern sie aber als Müll entsorgen und so verbreiten. Aber sie knabbern auch gern Insekten, die Bäumen schaden. Deshalb heißen sie auch Waldpolizei.

Ameisen sind quasi die Schutzengel des Waldes. Ist Ihr Schutzengel auch immer an Ihrer Seite? Im Video erfahren Sie es:

Der Pilz: Die Alten

Der Methusalem unter den bekannten Pilzen ist einer in den USA, der wohl 2400 Jahre alt und neun Quadratkilometer groß ist. Wenig ist bisher bekannt über sie. Aber das, was man weiß, ist erstaunlich. Im Wald sind sie das Internet der Bäume, das Nachrichten von einem zum anderen trägt. Sie ernähren Bäume aber auch, weil sie Nährstoffe bereitstellen. Dafür füttern die Bäume sie gern mit.

Buchtipp: Wieder verblüfft der Förster mit seinem Wissen über die Natur. Peter Wohlleben: "Das geheime Netzwerk der Natur", Ludwig Verlag, 19,99 Euro, hier zu kaufen.

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Quelle: Bella

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