Alles schlecht? Nein! Die Wechseljahre in ganz neuem Licht

Die Wechseljahre in neuem Licht
Viele Frauen haben Angst vor den Wechseljahren. Dabei ist diese Angst bei vielen unbegründet.

Sinkt der Östrogenspiegel in den Wechseljahren, fangen viele Beschwerden an? Stimmt so gar nicht! Prof. Dr. Kerstin Weidner erklärt, warum.

Reizbarkeit, Muskelschmerzen oder seelische Erschöpfung – alles Begleiterscheinungen, auf die man sich in den Wechseljahren einstellen soll. So die gängige Meinung. Kein Wunder, dass die meisten Frauen die Zeit der hormonellen Umstellung regelrecht fürchten. "Gar nicht nötig", sagt Prof. Dr. Kerstin Weidner, Leiterin der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik in Dresden. Sie hat mit ihrem Team 1400 Frauen zwischen 14 und 95 Jahren untersucht und festgestellt, dass die Wechseljahre nicht vorschnell als Ursache für körperliche und seelische Veränderungen verantwortlich gemacht werden dürfen.

Was genau haben Sie bei Ihren Studien herausgefunden?

Prof. Dr. Weidner: Nun, tatsächlich leiden viele Frauen in den Wechseljahren unter Gelenkschmerzen oder Herzproblemen. Unsere Untersuchung zeigte jedoch deutlich, dass diese körperlichen Beschwerden über die gesamte Lebensspanne auftreten. Sie nehmen mit dem Alter zu, haben aber keinen Höhepunkt in den Wechseljahren.

 Wie sieht eine ideale Ernährung in den Wechsejahren aus? Die Antwort gibt's im Video (Artikel wird darunter fortgesetzt):

 

Gilt das auch für die oft angeführten psychischen Veränderungen wie etwa Stimmungsschwankungen?

Ja, auch hier sollte man die Ursache nicht allein in der hormonellen Umstellung suchen. Unser psychisches Befinden ist von vielen Faktoren abhängig. Zufällig trifft die Phase der Wechseljahre ja meist auch mit der Zeit zusammen, in der etwa die Kinder aus dem Haus gehen oder die Eltern pflegebedürftig werden. All das wirkt sich auf unsere Gemütslage aus. Wenn wir eine depressive Verstimmung bei uns bemerken, sollten wir uns Hilfe holen – zum Beispiel beim Frauenarzt oder Psychotherapeuten. Dort finden Sie heraus, was Sie unglücklich macht und wie Sie das ändern können.

 

Welche Symptome eindeutig den Wechseljahren zuzuordnen sind

Gibt es überhaupt Symptome, die den Wechseljahren zuzuordnen sind?

Allein Hitzewallungen und damit verbundene Schweißausbrüche treten in den Wechseljahren – nicht aber bei jüngeren oder älteren Frauen – gehäuft auf.

 

Hitzewallungen in den Wechseljahren
Wechseljahre  

Hitzewallungen

Was Sie gegen unangenehme Hitzewallungen tun können.

Wie kann man diese lästigen Beschwerden am besten lindern?

Versuchen Sie, Hitzewallungen immer zuerst auf natürlichem Wege in den Griff zu bekommen. Beispielsweise durch mehrschichtige Bekleidung, die Sie bei plötzlicher Wärme ablegen können. Auch extremer Stress oder Übergewicht sollten vermieden werden, da sie die Symptome verstärken können. Sind die Beschwerden aber so ausgeprägt, dass dadurch die Lebensqualität stark eingeschränkt ist – die Betroffene etwa aufgrund der Hitzewallungen keinen Schlaf findet – dann kann eine vorübergehende Hormontherapie sinnvoll sein. Hierbei müssen jedoch immer die Nebenwirkungen abgewogen werden.

 Mehr dazu können Sie hier lesen: Homöopathie oder Hormone - Wechseljahre schonend unterstützen

Die Zeit der hormonellen Umstellung ist also halb so schlimm?

Machen Sie sich bewusst: Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern ein natürlicher Prozess. Wer die Erwartungshaltung hat, Beschwerden zu bekommen, wird diese häufig auch deutlicher spüren. Dagegen können Sie mit einer offenen Einstellung gegenüber den Veränderungen, indem Sie sich kleine Auszeiten nehmen und genießen, diese Phase positiv beeinflussen.

 

Mit Wärme gegen Hitzewallungen

Östrogen reguliert unsere Körpertemperatur. Bei schwankendem Hormonspiegel gerät diese öfter aus der Balance. Ein wöchentlicher Sauna-Besuch von zehn Minuten reicht aus, um die Gefäße zu trainieren, das spontane Erweitern zu verringern und so Hitzewallungen zu mindern.

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Quelle: Bella

Kategorien:
Glamouröse Wohnideen

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