Schmerztherapie Die Vitaminkur für den Rücken

Inhalt
  1. Muskeln verkrampfen, wenn das Vitamin fehlt
  2. Mit hohen Dosen den Speicher wieder füllen
  3. Vitamin D immer zur Hauptmahlzeit nehmen
  4. Für Bandscheiben, Knochen & Co.: die wichtigsten Vitalstoffe
  5. Die 3 besten Rückenübungen von Prof. Grönemeyer

Warum ein Vitalstoff-Mangel zu Schmerzen führt und wie jeder vorbeugen kann.

Wenn der Rücken schmerzt, wird der Alltag für viele zur Qual. Wie für Helga K. Wochenlang spürte die 63-Jährige jede Bewegung. Ihr Hausarzt verordnete Schmerzmittel und schickte sie zum Orthopäden. Massagen und ein Rückentraining sollten die Beschwerden lindern, doch sie wurden immer schlimmer. Als Helga K. sich kaum noch bewegen konnte, suchte sie einen Wirbelsäulen-Spezialisten auf. Sein Verdacht: ein Vitamin-D-Mangel.

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Muskeln verkrampfen, wenn das Vitamin fehlt

Es gehört zu den jüngeren Erkenntnissen der Wissenschaft, dass es bei einem Mangel zu einer Art Fehlfunktion in den Muskeln kommt: Die Signalübertragung zwischen Nervenzellen wird gestört. „Als Folge bekommen die Muskeln das falsche Signal, sich anzuspannen und zu verkrampfen“, erklärt Dr. Nicolai Borkowski, Facharzt für Orthopädie und Chirotherapie vom Rückenzentrum am Michel in Hamburg. „Zudem wird mit der Zeit auch die Bildung von Muskelzellen und -fasern beeinträchtigt.“

Gerade jetzt sind unsere Vitamin-D-Depots quasi leer. Rund 80 Prozent der Deutschen leiden im Winter an einem Mangel – und der erhöht das Risiko von Rückenbeschwerden. „Unser Körper ist zwar in der Lage, Vitamin D selbst zu bilden. Allerdings nur bei den richtigen Lichtverhältnissen“, so Dr. Borkowski. Zwischen Oktober und Ostern steht die Sonne derart schlecht für uns, dass nur sehr wenige der für die Vitamin-D-Produktion benötigten UVB-Strahlen auch zu uns durchdringen.

 

Mit hohen Dosen den Speicher wieder füllen

Von vielen Spezialisten werden Rückenpatienten inzwischen regelmäßig auf einen Vitamin-D-Mangel untersucht. Dazu wird Blut abgenommen und im Labor analysiert. Bei Kassenpatienten übernimmt das die gesetzliche Versicherung nur bei diagnostizierter Osteoporose-Erkrankung. Für Selbstzahler kostet eine Vitamin-D-Bestimmung etwa 25 bis 50 Euro. Für viele Patienten aber eine lohnende Investition – so wie für Helga K.: Ihr Wert lag nur bei einem Drittel des Optimums.

In solchen Fällen verschreiben Ärzte oft eine Vitaminkur. Dabei wird, je nach Diagnose, täglich ein Präparat mit bis zu 20 000 Einheiten Vitamin D eingenommen. Wird diese Maximaldosis verordnet, wird sie nach sieben bis 14 Tagen auf wöchentlich 20 000 Einheiten reduziert. So gelingt es den Ärzten, die leeren Speicher innerhalb von ein bis zwei Monaten wieder zu füllen. Eine solche Behandlung sollte nie in Eigenregie, sondern nur unter medizinischer Kontrolle durchgeführt werden. Einerseits müssen Vorerkrankungen wie Schilddrüsenprobleme berücksichtigt werden. Andererseits kann eine Überdosierung zu einem erhöhten Kalziumspiegel im Blut führen. Mögliche Folgen: u. a. Übelkeit, Durchfall, Mattigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Nierensteine, Herzrhythmusstörungen. Zudem sind die hochdosierten Präparate rezeptpflichtig.

Unterstützend erhalten Patienten wie Helga K. Schmerzmittel und den ärztlichen Rat, möglichst in Bewegung zu bleiben. Denn inaktive Muskeln verhärten sich immer weiter. Schlägt die Therapie gut an, können die Schmerzmittel nach und nach reduziert werden, bis man komplett schmerzfrei ist.

Unter dem Video geht der Artikel weiter.

 
 

Vitamin D immer zur Hauptmahlzeit nehmen

Dann ist es wichtig, einen erneuten Mangel zu verhindern. So können Sie auch Rückenschmerzen vorbeugen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 800 Einheiten Vitamin D täglich, doch Experten raten zu 1000 Einheiten. „Das können Sie bedenkenlos zu sich nehmen“, so Dr. Borkowski. Selbst höhere Dosen von 4000 Einheiten täglich gelten laut US-Experten als sicher. Tipp: Sie sollten die Tabletten immer zur Hauptmahlzeit einnehmen. Denn Vitamin D ist fettlöslich, und nur in Verbindung mit Nahrungsfetten kann der Körper es optimal aufnehmen.

 

Für Bandscheiben, Knochen & Co.: die wichtigsten Vitalstoffe

Vitamin C

Warum ist es wichtig?

Es ist maßgeblich an Aufbau und Stärkung der Bandscheiben beteiligt.

Worin ist es enthalten?

Bereits drei EL Sanddornsaft oder anderthalb Orangen decken den Tagesbedarf.

Wie erkennt man einen Mangel?

Müdigkeit, Infektanfälligkeit, schlechte Wundheilung, Blutungen in der Haut.

Vitamin K

Warum ist es wichtig?

Unverzichtbar für die Knochen. Es hilft, Osteoporose vorzubeugen (Warnzeichen: Rückenschmerzen).

Worin ist es enthalten?

Schon 25 Gramm Rosenkohl oder eine große Portion Spinat oder Brokkoli decken den Tagesbedarf.

Wie erkennt man einen Mangel?

Die Blutgerinnung ist verzögert.

Kalzium

Warum ist es wichtig?

Kalzium ist ein wichtiger Baustein für die Knochen.

Worin ist es enthalten?

Der Tagesbedarf von 1000 bis 1200 mg wird zu einem Drittel durch ein Glas Milch gedeckt. Neben Milchprodukten sind Gemüsesorten wie Grünkohl, Fenchel, Brokkoli und Porree reich an Kalzium.

Wie erkennt man einen Mangel?

Zu den ersten Anzeichen gehört ein Kribbelgefühl um den Mund herum, an den Händen oder den Füßen.

Magnesium

Warum ist es wichtig?

Es sorgt dafür, dass sich unsere Muskeln besser entspannen können.

Worin ist es enthalten?

Vollkornbrot und eine Handvoll Nüsse helfen, den Tagesbedarf zu decken.

Wie erkennt man einen Mangel?

An Muskelzucken und Krämpfen.

 

Die 3 besten Rückenübungen von Prof. Grönemeyer

Verspannungen lösen Knien Sie sich im Vierfüßlerstand auf den Boden. Wölben Sie den Rücken so weit wie möglich zum Katzenbuckel. Dabei atmen Sie aus und lassen den Kopf locker hängen. Dann lassen Sie den Rücken langsam ins Hohlkreuz durchsacken. Dabei atmen Sie ein und ziehen den Kopf vorsichtig in den Nacken. Fünfmal wiederholen.

Für Vielsitzer Stellen Sie sich in einen Türrahmen. Der rechte Fuß ist vorn, das vordere Knie leicht gebeugt. Mit der rechten Hand von hinten an den Türrahmen greifen, mit der linken von vorn. Dann rechts nach vorn drücken, links nach hinten ziehen. 4 Sekunden halten, lockern. Neunmal wiederholen, dann Seiten wechseln (auch das Bein).

Rücken dehnen Setzen Sie sich auf das vordere Stuhldrittel. Mit der linken Hand greifen Sie die rechte Lehne, drehen den Oberkörper nach rechts, Kopf und Blick folgen. 3–5 Sekunden halten. Fünfmal je Seite wiederholen.

Quelle : Auf einen Blick

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