Zauberhafte Zeilen Die Macht der Briefe und wie sie uns verzaubern

Gute Beziehungen in einer Partnerschaft und mit anderen Menschen zu entwickeln, wünscht sich wohl jeder von uns. Doch dann gibt es diese Situationen, in denen uns die Worte fehlen und wir den anderen nicht erreichen können. Warum ein handgeschriebener Brief die glaubwürdigste Art ist, anderen Menschen zu sagen, wie wichtig sie uns sind.

Die Macht der Briefe und wie sie uns verzaubern
Mit einem Brief lassen sich Gefühle in Worte fassen, die sonst den Weg zum Empfänger oft nicht finden.
Inhalt
  1. Gefühle müssen oft Platz machen für Pragmatik
  2. Schon im Briefkasten gewinnt ein Brief unsere ganze Aufmerksamkeit 
  3. Der Zauber eines Briefes
  4. Zeilen schaffen Verbundenheit zwischen zwei Menschen
  5. Geschriebene Worte verbinden Autor und Leser wie ein Seil

 

Gefühle müssen oft Platz machen für Pragmatik

Alle Botschaften lassen sich heutzutage natürlich viel schneller übermitteln als in einem Brief – per Telefon, E-Mail, SMS oder Sprachnachricht. Doch das sind zumeist schnelle, pragmatische Nachrichten, hinter denen tiefere Gedanken und Gefühle zurückbleiben müssen. Wenn ein Brief also in dieser Zeit noch für etwas gut sein kann – dann genau dafür: tiefere Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen, die den Augenblick oder den Tag überdauern können. Aus dieser Erwartung resultiert auch die Freude oder Erregung, die ein handgeschriebener Brief auszulösen vermag. Vor allem bei Menschen, die wir lieben.

 

Schon im Briefkasten gewinnt ein Brief unsere ganze Aufmerksamkeit 

Der Moment, wenn man einen handgeschriebenen Briefumschlag zwischen Rechnungen und Aufforderungen mit maschinell erstelltem Adressfeld entdeckt. Was mag in dem Kuvert sein? Der kann doch nur von einer Person kommen, die ich persönlich kenne, die mich mag. Denn sie hat sich Zeit zum Schreiben genommen. Und sich Mühe gemacht. "Wie ein selbst gemaltes Bild von Kindern ist auch ein handgeschriebener Brief etwas außerordentlich Persönliches", fasst Susanne Dorendorff vom Europäischen Institut für Handschrift und Philographie das Glück, einen handgeschriebenen Brief zu erhalten, zusammen. Und der Kommunikationswissenschaftler Joachim Fröhlich fand in einer Studie heraus, dass der Brief die glaubwürdigste Form der Kommunikation ist. Und er ist nach wie vor auch eine der wichtigsten Mitteilungsarten. Denn einen Brief, der als die älteste schriftliche Textart überhaupt gilt, hat der Absender tatsächlich in der Hand gehabt. Diese Intimität erreicht keine elektronische Post, und erst sie macht das Versprechen eines Briefes wirklich glaubwürdig: Ich bin für dich da. Ein Versprechen, das tief empfundene Zuneigung ausdrückt.

 Auch das Schreiben eines Briefes tut gut:

Schreiben Sie sich den Stress von der Seele
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Sie werden merken, wie gut es Ihnen tut, wenn Sie jeden Tag zum Stift greifen.

 

Der Zauber eines Briefes

"Ein Brief ist eine Seele. Er ist ein so treues Abbild der geliebten Stimme, die spricht, dass empfindsame Seelen ihn zu den köstlichsten Schätzen der Liebe zählen." Dieses Zitat des französischen Philosophen Honoré de Balzac beschreibt den Zauber eines Briefes. Es ist ein liebevoll erschaffenes Ensemble aus Kuvert, Briefpapier und Inhalt, das wie kein anderes Schriftstück, wie keine Rede und schon gar keine SMS Gefühle wie Wertschätzung, Freundschaft und Zuneigung vermittelt. Wie oft tun wir uns hingegen schwer damit, im Gespräch die richtigen Worte zu finden. Wenn sich zum Beispiel in einer Auseinandersetzung eine Kluft zwischen uns und unseren Liebsten auftut und die Nähe, die uns so viel bedeutet, zu schwinden droht. Briefe dienen nicht nur der Kommunikation, sondern auch der Reflektion. Das Innehalten beim Schreiben und die sorgfältige Wortwahl bieten uns zum Beispiel die Möglichkeit, Missverständnisse aufzulösen oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Und innerhalb einer Beziehung einander ganz nah zu kommen, was im alltäglichen Leben nicht immer einfach ist. Schließlich geht es in Beziehungen um die Herausforderung, die eigenen Ängste und Unsicherheiten abzulegen, einen gesunden Selbstwert zu haben und gleichzeitig das Wohl des Anderen im Blick zu behalten. Dennoch gibt es diese Sternstunden im Leben. Dann fühlen wir uns lebendiger als sonst, dann erscheint uns die Welt sinnvoll, dann wissen wir, dass wir dazugehören. Fragt man danach, was das Wunder dieser Stunden ermöglicht, lautet eine Antwort: Verbundenheit.

 Diese Zeilen einer alten Frau zeigen, welche Kraft hinter geschriebenen Worten steckt (Artikel wird unter dem Video fortgesetzt):

 
 

Zeilen schaffen Verbundenheit zwischen zwei Menschen

So sah es zumindest der Philosoph Martin Buber. Und er beschrieb Verbundenheit als die Qualität einer lebendigen Konversation mit dem Leben: "Wenn wir Du sagen zur Welt, zum Anderen zum Fremden, zur Natur oder zum großen Geheimnis des Lebens, dann erleben wir Verbundenheit." Und dann sind wir glücklich. Deshalb suchen wir das Glück der Verbundenheit in all unseren engen Beziehungen. An einigen Tagen vergeblich. Dann nämlich, wenn wir das Gefühl bekommen, der andere sei enttäuscht von uns oder liebe uns einfach nicht mehr so sehr wie zu Beginn unserer Beziehung. An solchen Tagen fragen wir uns, was wir tun können, um wieder mehr Freude und Verbundenheit in unsere Partnerschaft und in die Begegnungen mit anderen nahen Menschen hineinzubringen? Es ist schließlich nicht zuletzt die Qualität unserer zwischenmenschlichen Beziehungen, die zu unserer Zufriedenheit und Lebensfreude insgesamt beiträgt.

 

Geschriebene Worte verbinden Autor und Leser wie ein Seil

"Wenn man einander schreibt, ist man wie durch ein Seil verbunden", schrieb Franz Kafka und liefert damit eine wunderbare Antwort auf die Frage, wie wir in unseren Beziehungen intensivere Begegnungen erleben können. Die psychologische Forschung gibt dem deutschsprachigen Schriftsteller heute Recht. Briefe seien der Spiegel der Seele, heißt es in der Wissenschaft, und was ist essenzieller für eine Beziehung, als Einblicke in die Seele des anderen zu gewinnen? Zudem ist das Briefeschreiben der ideale Weg, dem Du mehr Raum im eigenen Leben einzuräumen. Genau darum geht es nämlich in gelingenden Beziehungen. Wie bedeutsam das Du für unser persönliches Glück ist, bringt Martin Buber auf den Punkt: "Der Mensch wird erst am Du zum Ich." Unsere Person, unsere Gewissheit, dass wir existieren und wer wir sind, entsteht und formt sich in der Beziehung zu einem Du, einem oder mehreren Gegenübern. Nur so können wir ein Gefühl für uns selber entwickeln und werden zum "Ich". Wie in der Musik eine Note ohne den Kontext der Melodie wenig bedeutet, wird der Mensch erst bedeutungsvoll durch seinen Kontext. In diesem tiefen Sinne sind wir alle soziale Wesen. Klar sprechen wir unterschiedliche Beziehungssprachen. Aber wenn es darum geht, durch Achtsamkeit dem Du in der Beziehung Raum zu geben, werden wir von jedem Freund, jedem Bruder und Partner blind verstanden.

Also warum nicht einfach mal Briefe schreiben, an die Menschen, die wir lieben? Wenn der Freund zum Beispiel traurig ist oder uns gerade ganz doll vermisst. "Am besten wir schreiben mehrere Briefe, einen ganzen Karton voll. Das sind dann wundervolle Beziehungskisten und die vielleicht schönsten Geschenke, die wir unseren Liebsten machen können", sagt der Kommunikationsexperte Heiko T. Ciesinski. "Denn ein Brief hat immer die gleiche Botschaft: Du bist mir wichtig, und ich bin gerne mit dir zusammen."

Quelle: Einfach sein

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