Gesundheitscheck Darum sollten auch Frauen regelmäßig zum Urologen

Frauen sollten regelmäßig einen Urologen aufsuche. Der Facharzt ist auch für Frauen die erste Wahl, wenn es um Erkrankungen des Harntraktes und der Nieren geht. Warum frühzeitige Untersuchungen so wichtig sind.

Auch Frauen müssen zum Urologen
Auch Frauen müssen zum Urologen
Inhalt
  1. Eine Inkontinenz wirksam behandeln
  2. Blasenkrebs häufiger bei Männern
  3. Sanfte Hilfe für die Blase: Cranberry-Saft
  4. Beugt Nierensteinen vor: Viel trinken und Magnesium

Viele halten Urologen für reine Männerärzte – sozusagen das Gegenstück zum Gynäkologen. Doch während dieser tatsächlich nur Frauen behandelt, ist der Urologe als Experte für Blase, Harnwege und Co. für beide Geschlechter der richtige Ansprechpartner – und einer, der mit den Jahren immer wichtiger wird. Ob Nierenprobleme, Inkontinenz oder Blasenentzündung, der Facharzt kann hier schnell und gezielt weiterhelfen – vorausgesetzt wir suchen ihn auf. Doch genau da liegt das Problem: Meist aus Scham und Angst vor der Untersuchung untenrum scheuen viele den Gang in die Urologen-Praxis – was schwerwiegende Folgen haben kann.

Gute Chancen auf vollständige Heilung

Denn wie bei allen Krankheiten gilt auch in der Urologie: je früher erkannt und behandelt wird, desto größer die Heilungschancen. Trotzdem nehmen zum Beispiel nur knapp 20 Prozent der Männer die ab 45 Jahren kostenlose Vorsorgeuntersuchung für Prostatakrebs in Anspruch. Ein riskantes Versäumnis: Immerhin ist dieser die häufigste Krebsart bei Männern und kostet jährlich rund 12 000 von ihnen das Leben. Rechtzeitig erkannt aber besteht eine Heilungschance von 80 Prozent. Abgesehen davon, ist die Scheu vor einer urologischen Untersuchung meist völlig unbegründet. Die Fachärzte sind sehr bemüht, eine -Atmosphäre des Vertrauens her-zustellen und den Patienten ihre Angespanntheit zu nehmen. Bei Patien-tinnen ist immer auch eine Arzthelferin im Behandlungsraum.

 

Eine Inkontinenz wirksam behandeln

Am Anfang einer Untersuchung steht ein ausführliches Gespräch zur Krankengeschichte, in dem der Arzt auch nach Erkrankungen in der Familie (z. B. Tumore, Harnsteine) fragt. Zum anderen geht es dann natürlich um aktuelle Beschwerden und spezielle urologische Fragestellungen wie Verfärbung des Urins oder Schmerzen beim Harnlassen. Zu den häufigsten urologischen Erkrankungen gehören Blasenschwäche (Inkontinenz) und Harnwegsinfekte. Typische Anzeichen für einen Blaseninfekt sind Unterbauchschmerzen, vermehrter Harndrang und ein Brennen beim Wasserlassen. Hausmittel können zunächst helfen, doch nach spätestens drei Tagen sollten Sie zum Facharzt gehen. Denn: Wird die Erkrankung zu spät behandelt, kann sie chronisch werden und die Nieren schädigen. Bei der Therapie von Inkontinenz hat die Urologie in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht: Die Methoden reichen vom Beckenbodentraining über Medikamente bis zum operativen Eingriff – dabei wird zum Beispiel unter lokaler Betäubung ein Kunststoffband eingesetzt, das die Harnröhre stützt.

 

Blasenkrebs häufiger bei Männern

Daneben kümmert sich der Urologe um die Krebsvorsorge sowie -behandlung beim Mann (Prostata/Blase) und bei der Frau (Blase). Bösartige Tumore in der Blase treten meist erst in höherem Alter auf, ab ca. 70 Jahren, und bei Männern dreimal häufiger als bei Frauen. Experten vermuten, das auch bei dieser Krebsart Zigarettenrauchen ein entscheidender Auslöser ist.

 

Sanfte Hilfe für die Blase: Cranberry-Saft

Auslöser für eine Blasenentzündung sind meist E.coli-Bakterien, die über die Harnröhre in die Blase gelangen. Eine leichte Entzündung ist zwar unangenehm, aber in den häufigsten Fällen mit Hausmitteln gut zu behandeln (bei heftigen Schmerzen oder wenn Blut im Urin ist, vom Urologen abklären lassen). Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Bauch und Beckenbodenbereich warm halten. Eine Wärmflasche kann die Beschwerden lindern. Nehmen Sie außerdem pro Tag mind. 2,5 Liter Flüssigkeit zu sich, um die Bakterien aus der Blase zu spülen. Wassertreibende Tees (zum Beispiel aus Brennnesseln) unterstützen den Heilungsprozess. Auch Cranberry-Saft hat sich dank seiner antibakteriellen Wirkung bewährt. Schon 75 Milliliter (eine halbe Tasse) täglich reichen aus, um Harnwegsinfekten vorzubeugen.

 

Beugt Nierensteinen vor: Viel trinken und Magnesium

Sind zu viele Mineralien im Harn, können diese zu Nierensteinen verklumpen. Besonders schmerzhaft sind größere Steine, die im Harnleiter stecken bleiben. Die richtige Ernährung hilft vorzubeugen. Das Wichtigste: ausreichend viel trinken (mind. 1,5 Liter täglich), um den Urin zu verdünnen. Zudem sollten Sie zu viel Eiweiß meiden (max. 0,8 g/Kilo Körpergewicht), ebenso oxalatreiche Nahrungsmittel wie Rhabarber oder Rote Bete, beides fördert die Steinbildung. Günstig ist viel Magnesium zuzuführen (zum Beispiel Bananen), da es Oxalat im Darm bindet.

Quelle: Das Neueum

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