Mehr besinnliche Stunden Brennende Kerze: So verlängern Sie ihre Lebensdauer

So haben Sie länger etwas von einer brennenden Kerze.
Gerade im dunklen Herbst und Winter schaffen brennende Kerzen eine wohlige Atmosphäre in Ihrem Zuhause.
Inhalt
  1. Mit dem Gefrier-Trick die Brenndauer verlängern
  2. Brennende Kerzen mit Salz haltbar machen
  3. So brennen Ihre Kerzen gleichmäßiger ab
  4. Darum sollten Sie schon beim Kauf auf Qualität achten
  5. Extra-Tipp: Einen abgebrochenen Docht retten

Sie lieben brennende Kerzen, doch diese halten nie besonders lange? Wir verraten Ihnen wertvolle Tipps, wie diese Lichtquellen viel gleichmäßiger abbrennen und deutlich länger leuchten als zuvor.

Wenn es draußen kalt und ungemütlich ist und die Tage kürzer werden, gibt es nichts Besseres, als sich bei Kerzenschein gemütlich Zuhause einzukuscheln. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn diese wohlige Wärme nur von kurzer Dauer ist oder das Wachs unregelmäßig abbrennt. Das muss nicht länger sein! Mit diesen Tipps haben Sie von nun an noch mehr Freude an Ihren Kerzen.

 

Mit dem Gefrier-Trick die Brenndauer verlängern

Damit die Wachskörper möglichst viele Stunden über brennen, sollten Sie sie zuvor im Gefrierfach (mindestens aber im Kühlschrank) lagern - optimal wären mehrere Wochen. Durch die Kälte braucht Ihre Kerze nämlich länger, um das Wachs aufzuschmelzen.

Holen Sie die Kerzen erst kurz vor der Benutzung aus dem Gefrierer. Sie werden feststellen, dass beispielsweise Teelichter nach dieser Kältekur fast doppelt so lange brennen wie bei Raumtemperatur gelagerte Kerzen - größere Körper können sogar noch länger halten.

Wichtig: Duftkerzen sollten Sie zuvor in eine Tüte legen. Verzierte Kerzen besser nicht einfrieren, weil sie dadurch zerbrechen können.

Sehen Sie hier, wie Sie eine schlecht erreichbare Kerze mithilfe einer Spaghetti anzünden können (Artikel geht unter dem Video weiter):

 
 

Brennende Kerzen mit Salz haltbar machen

Eine alternative Methode zum Einfrieren ist das Bestreuen von angezündeten Kerzen mit handelsüblichem Salz. Lassen Sie die Lichtquelle zunächst brennen, bis sich eine Wachspfütze gebildet hat, und streuen Sie dann Salz um den Docht herum in die heiße Flüssigkeit. Auch so lässt sich die Brenndauer von Kerzen erhöhen, da das Salz das Wachs bindet.

Extra-Tipp: Salz eignet sich auch, um das Tropfen von Kerzen zu verhindern. Legen Sie die Wachskörper einfach vor dem Anzünden in Salzwasser und lassen Sie sie dann an der Luft trocknen. Zur Vermeidung von unschönen Tropfen sollten Sie außerdem Zugluft, eine zu hohe Raumtemperatur (über 25 Grad) und eine Schrägstellung der Kerze verhindern.

Weitere Haushaltstipps mit Salz lesen Sie HIER.

 

So brennen Ihre Kerzen gleichmäßiger ab

Wie Sie den Docht richtig ausrichten

Generell sollten Sie Zugluft vermeiden und darauf achten, dass sich der Docht nicht zu einer Seite krümmt. Er sollte aufrecht stehen und zwischen 10 bis 15 Millimeter lang sein, also maximal eineinhalb Zentimeter aus dem Wachs herausragen. Ein zu langer Docht würde eine große Flamme verursachen und die Kerze schneller abbrennen. Kürzen lässt sich ein Docht am besten mit einer speziellen Dochtschere (zum Beispiel über Amazon erhältlich).

Achten Sie außerdem darauf, dass der Bereich um den Docht (Brennschüssel oder Brennteller genannt) sauber und damit frei von Dochtresten oder anderen Verschmutzungen bleibt.

Mindestbrenndauer beachten

Darüber hinaus ist es wichtig, eine Kerze nach dem Anzünden nicht direkt wieder auszumachen. Damit sie regelmäßig abbrennt und länger hält, sollte sie mindestens so lange angezündet sein, bis der Brennteller in vollem Umfang, also bis zum Kerzenrand, flüssig geworden ist - andernfalls kann sich über kurz oder lang ein Trichter in der Kerze bilden. Der Docht muss immer ausreichend Wachs ansaugen können, um nicht zu verglühen.

So entfernen Sie Wachsflecken und Co.:

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Tipp: Achten Sie am besten schon vor dem Anzünden darauf, welchem Zweck Ihre Kerze dienen soll. So reicht zum Beispiel eine schmalere Kerze für Frühstückstisch oder Kaffeetafel, zum Entspannen am Abend können Sie dickere, für längere Brennzeiten ausgelegte Lichtquellen verwenden.

Wussten Sie eigentlich schon, dass abgelagertes Wachs besser brennt als ganz frisch verarbeitetes? Werfen Sie deshalb alte Kerzen nicht weg. Aus Wachsresten und einem Docht können Sie auch leicht eine neue Kerze schmelzen.

 

Darum sollten Sie schon beim Kauf auf Qualität achten

Wie lange Ihre Kerze tatsächlich brennt, hängt auch von deren Qualität ab. Günstigere Kerzen bestehen zu einem hohen Anteil aus dem preiswerteren Rohstoff Paraffin, der schnell verbrennt. Hochwertigeren Exemplaren sind größere Mengen Stearin beigemischt, wodurch der Wachskörper fester wird und sich seine Brenndauer verlängert.

Generell brennen übrigens dichtere, schwerere Kerzen länger, da bei der Herstellung mehr Material verwendet wurde. Ein Vergleich im Laden lohnt sich deshalb. Außerdem sind Kerzen aus hundert Prozent Bienenwachs zwar teuer, doch sie brennen meist länger als viele andere Lichtquellen.

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Was das Herstellungsverfahren ausmacht

Besonders günstige Kerzen werden im Pulverpressverfahren hergestellt und haben eine niedrigere Brenndauer. Häufig wird bei dieser Methode an Wachs gespart, indem kleine Luftblasen mit ins Material gepresst werden. Achten Sie deshalb beim Kerzenkauf am besten darauf, ob am Boden eine körnige Struktur zu erkennen ist - das deutet meist darauf hin, dass eine Kerze mithilfe dieses Verfahrens hergestellt wurde und eher minderwertig ist. Deutlich bessere Brennergebnisse erzielen Sie mit gegossenen oder gezogenen Kerzen.

Übrigens: Durchgefärbte Kerzen gelten zwar als besonders hochwertig, doch ihre Brenndauer ist nicht besser als bei Kerzen mit einem Farbmantel. Im Gegenteil: Manchmal lassen sie sich nicht so gut abbrennen, da Farbpartikel den Docht verstopfen können.

 

Extra-Tipp: Einen abgebrochenen Docht retten

Ist es Ihnen auch schon passiert, dass Ihnen aus Versehen ein hart gewordener Docht abgebrochen ist? Ihre Kerze ist dann keineswegs verloren, denn Sie können einfach den Bereich um den Docht herum erhitzen und dann das flüssige Wachs abgießen. Alternativ können Sie auch die Kerze neu zuspitzen, am besten im warmen Zustand.

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