Vorsicht beim Baden Blaualgen im See: Wann Cyanobakterien gefährlich werden

Deutschlandweit werden immer wieder Badeseen gesperrt. Der Grund: Blaualgen. Wenn sie das Wasser vergiften, können sogar Hunde beim Kontakt mit ihnen zu Tode kommen. Doch was sind Blaualgen eigentlich und wie gefährlich sind sie für Menschen?

Blaualgen: Warum sie gefährlich sind
In einem mit Blaualgen befallenen See sollte man vorsichtshalber erst mal nicht mehr schwimmen.
Inhalt
  1. Was sind Blaualgen eigentlich?
  2. Wie kommt es zu einem Befall mit Cyanobakterien?
  3. Warum sind Blaualgen gefährlich?
  4. Wie erkenne ich einen Blaualgenbefall?
  5. Wie kann man sich schützen?
 

Was sind Blaualgen eigentlich?

Anders, als es der Name zunächst vermuten lässt, handelt es sich bei Blaualgen nicht um Algen, sondern um Bakterien - genauer gesagt um Cyanobakterien. Diese gehören zu den ältesten Lebensformen überhaupt. Eine Gemeinsamkeit haben sie aber mit den Wasserpflanzen: Sie können Fotosynthese betreiben. Daher haben sie auch ihre blau-grüne Färbung. Im Volksmund brachte ihnen das den Namen Blaualge ein.

Ihnen ist es möglich, in ihren Zellen den Stickstoff aus der Luft in Nährstoffe und Eiweiße umzuwandeln, wie das Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde erklärt. Treten die Bakterien in kleinen Kolonien auf, ist das noch harmlos -  doch vermehren sich die Blaualgen ungehindert, können diese zusätzlichen Nährstoffe dafür sorgen, dass das Gewässer überdüngt wird.

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Wie kommt es zu einem Befall mit Cyanobakterien?

Diese Bakterien sind in geringer Anzahl in jedem Gewässer zu finden und normalerweise wie gesagt nicht gefährlich. Zu einer unverhältnismäßigen Vermehrung der Bakterien kommt es meist bei einer zu hohen Wassertemperatur in Verbindung mit einem hohen Stickstoff- und Phosphorgehalt im Wasser. Besonders in stehenden oder ruhig fließenden Gewässern kommt es dann vor allem an windstillen Tagen zu einer Massenvermehrung und Konzentrierung von Blaualgen. Die Tiefe des Wassers ist dabei nicht entscheidend, denn Cyanobakterien sind nicht nur in flachen Gewässern zu finden.

 

Warum sind Blaualgen gefährlich?

Wenn sich Cyanobakterien durch die für sie günstigen Umstände (siehe oben) explosionsartig vermehren, können sie zur Gefahr werden, da sie eine Vielzahl von Toxinen (Giftstoffen) produzieren. Einige von ihnen gehören sogar zu den stärksten natürlichen Giften. Wenn Mensch oder Tier mit dem belasteten Wasser in Kontakt kommen, kann das beim Menschen zu Hautreizungen, Übelkeit und Erbrechen führen. Tiere können sogar an einer Blaualgenvergiftung sterben.

Nicht nur am See kann es für Tiere gefährlich werden. Im Video sehen Sie, welche Pflanzen für Tiere giftig sind (Text geht unter dem Video weiter): 

 
 

Wie erkenne ich einen Blaualgenbefall?

Optisch ist die sogenannte Algenblüte an blau-schimmernden Schlieren auf dem Wasser zu erkennen. Sie schließen sich in flockigen, fädigen oder kugeligen Kolonien und Zellverbänden zusammen. Außerdem ist das Wasser trüb und sieht gelbbraun aus. Darüber hinaus kommt es zu einer Geruchsbelästigung durch die absterbenden Algenmassen.

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Wie kann man sich schützen?

EU-Badestellen, also bei der EU offiziell gemeldete Gewässer, werden regelmäßig von Mitarbeitern der Kommunen und Gesundheitsämter überwacht. Nach einem positiven Befund wird ein Badeverbot verhängt, bis die Bakterienpopulation nachgelassen hat oder eingedämmt wurde. Es gilt aber immer: Seien Sie selbst wachsam und schauen Sie sich das Badegewässer genau an. Vermeiden Sie jeglichen Körperkontakt mit belastetem Wasser und geben Sie besonders auf Kinder und Tiere Acht.

Ist es schon zu einem Kontakt gekommen und es treten allergische Symptome auf, dann suchen Sie in jedem Fall einen Arzt auf. Bei Tieren, die Wasser verschluckt haben und sich auffällig benehmen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

Autor: Karin Eckhold 

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