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Nachhaltige Alternative

Bienenwachstuch selber machen: So einfach geht es

Bienenwachstücher sind die nachhaltige Alternative zu Frischhalte- oder Alufolie. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die umweltfreundliche Abdeckung selbst herstellen können.

Bienenwachstücher selber machen ist ganz einfach.
Bienenwachstücher eignen sich zum Abdecken von nahezu allen Lebensmitteln und sollten in keinem umweltbewussten Haushalt fehlen. Liebenswert

Wenn es um das Thema Umweltschutz geht, gibt es im Haushalt viele Möglichkeiten, um nachhaltiger zu Leben und zum Beispiel Müll einzusparen. Neben plastikfreiem Einkaufen und Mülltrennung hat sich auch die Verwendung von sogenannten Bienenwachstüchern mittlerweile in vielen Haushalten etabliert. Hierbei handelt es sich um Baumwollstoffreste, die auf die passende Größe zugeschnitten und mit Wachs getränkt, einen umweltfreundlichen Frischhaltefolien-Ersatz bieten.

Die Bienenwachstücher haben den Vorteil, dass sie auf unbestimmte Zeit wiederverwendet werden können und durch das Bienenwachs eine antibakterielle Wirkung haben. Lebensmittel, insbesondere Brot, halten länger frisch und mit ein wenig Körperwärme lassen sich die Wachstücher hervorragend an jede Form anpassen.

Weil diese umweltfreundliche Abdeckung in keinem Haushalt fehlen sollte und noch dazu ganz einfach selbst herzustellen ist, verraten wir Ihnen jetzt die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selbermachen von Bienenwachstüchern. Außerdem finden Sie in einem Erfahrungsbericht weitere Tipps und Tricks, die im Umgang mit den Wachstüchern hilfreich sein können, sowie mehr zu Verwendung und Reinigung.

Lesen Sie auf 'Wunderweib.de', wie Sie aus Gemüseresten neue Pflanzen ziehen können: Regrowing: Gemüse aus Resten nachwachsen lassen

Bienenwachstuch: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Für bis zu vier Bienenwachstücher brauchen Sie:

  • Stoff aus 100 % Baumwolle (z. B. Stoffreste oder alte Geschirrhandtücher)

  • Bienenwachs-Pastillen (100 g) oder Bienenwachsplatten (Achtung: Kerzenwachs sollte aufgrund von Giftstoffen nicht verwendet werden)

  • Backpapier

  • Schere / Zackenschere

  • Bügeleisen

  • Stift und Lineal

  • Optional: Ein paar Tropfen Jojoba- oder Sonnenblumenöl

  • Ggf. Pinsel

Tipp aus der Redaktion:

Die Bienenwachs-Pastillen habe ich in einem 200-Gramm-Beutel bei unserer ortsansässigen Imkerei für drei Euro gekauft. Sie sind aber auch im Internet erhältlich.

Wenn Sie das eine oder andere Bienenwachstuch verschenken möchten, können Sie sich in einem Stoffladen nach bunten Stoffen umschauen oder nach Resten fragen. Vier halbe Meter Stoff habe ich in einem Stoff-Outlet für 12 Euro gekauft.

Und so geht’s:

  1. Der Baumwollstoff sollte vor der Verwendung einmal gewaschen werden, weil er in Form des Bienenwachstuches mit Lebensmitteln in Berührung kommt.

  2. Im nächsten Schritt geht es um die Größe und Form des Tuches: Hierfür zum Beispiel eine große runde Schüssel auf den Stoff legen und mit dem Stift umranden (z. B. 25 cm Ø) oder mit dem Lineal ein Rechteck oder Quadrat auf den Stoff zeichnen. Maße, die sich bewährt haben: 20 x 20 cm für ein kleines Tuch. 30 x 30 cm für ein großes Tuch oder 30 x 40 cm.

  3. Aufgezeichnete Formen aus dem Stoff ausschneiden. Tipp: Die Verwendung einer Zackenschere sorgt dafür, dass die Stoffränder nicht so ausfransen und trägt außerdem zu einer besseren Optik bei.

  4. Bügeleisen auf Stufe zwei vorheizen und das Bügelbrett mit Backpapier auslegen, damit es nicht mit Wachs verklebt. Zwei weitere Backpapierstücke, die größer als das größte Tuch sind, abschneiden.

  5. Den ersten Stoff auf das Backpapier legen und nun optional mit etwas Jojoba- oder Sonnenblumenöl beträufeln oder mit einem kleinen Pinsel etwas Öl auf dem Stoff verteilen. Hinweis: Das Öl sorgt dafür, dass die Wachstücher anschließend etwas weicher und flexibler sind. Sie lassen sich jedoch auch wunderbar ohne Öl formen und falten, weshalb darauf verzichtet werden kann.

  6. Bienenwachs-Pastillen auf dem Stoff verteilen (siehe Foto) und mit dem zweiten Backpapier abdecken.

  7. Mit dem Bügeleisen über das mit Backpapier abgedeckte Tuch fahren und warten, bis das Wachs zu schmelzen beginnt.

  8. Wachs schön gleichmäßig auf den Stoff bügeln und überschüssiges Wachs an den Rand bügeln. Tipp: Man benötigt wirklich nicht sehr viel Wachs. Sollte es doch etwas viel geworden sein, kann das Backpapier mit den Wachsresten direkt für ein weiteres Tuch verwendet werden. Das Wachs wird beim erneuten Bügeln wieder flüssig und vom Stoff aufgesaugt.

  9. Backpapier umgehend nach dem Bügeln auseinanderziehen und das fertige Bienenwachstuch davon ablösen. Kurz zum Trocknen aufhängen und fertig ist das selbst gemachte Wachstuch.

  10. Das Bienenwachstuch ist sofort einsatzbereit oder kann grob gefaltet in den Schrank gelegt werden. Das Backpapier kann für weitere Tücher verwendet oder auch zum Ausbessern alter Tücher aufgehoben werden. Zum Erneuern der Wachsschicht das Tuch einfach wieder zwischen die Backpapierstücke legen und bügeln.

Bienenwachstücher selber machen: So geht's.
Die Bienenwachs-Pastillen werden mithilfe von Backpapier in den Stoff eingebügelt. Liebenswert

So verwenden Sie Bienenwachstücher

Die selbst gemachten Bienenwachstücher können als Alternative zu Frischhalte- oder Alufolie verwendet werden. Grundsätzlich lassen sich mit den Wachstüchern alle Art von Speisen und auch Obst oder Gemüse abdecken. Hier kommt eine kleine Aufzählung:

  • Salate oder Speisen in Schalen

  • Obst und Gemüse (z. B. angeschnittene Melone oder Gurke)

  • Pausenbrote, Stullen oder Sandwiches aller Art

  • Übrig gebliebene Speisen vom Vortag

  • Gebackenes Brot oder Kuchen

  • Käse

Hierfür müssen Sie das Bienenwachstuch lediglich etwas in den Händen erwärmen und um die abzudeckende Schale oder das Brot wickeln. Anschließend können Sie die Lebensmittel in den Kühlschrank stellen oder sie sogar ins Eisfach legen.

Lediglich drei Dinge sollten Sie im Umgang mit Bienenwachstüchern vermeiden:

  1. Legen Sie die Bienenwachstücher nicht in den Ofen, neben eine warme Herdplatte oder in die pralle Sonne, denn dann könnte das Wachs wieder flüssig werden.

  2. Wickel Sie kein rohes Fleisch oder rohen Fisch in ein Bienenwachstuch, denn Keime und Bakterien könnten auch nach der Reinigung an dem Tuch haften bleiben.

  3. Waschen Sie das Tuch nicht in der Waschmaschine. Diese Form der Reinigung ist nicht notwendig und das Wachstuch würde kaputt gehen.

Tipp: Sollte das Bienenwachstuch mit der Zeit etwas zerknickt sein und schlechter haften, reicht es meist, wenn Sie es nochmals zwischen zwei Backpapieren kurz aufbügeln oder die Wachsschicht erneuern. Hierfür wird in der Regel nur sehr wenig Wachs benötigt.

Auch Seife lässt sich ganz einfach selber machen: (Der Artikel geht unter dem Video weiter)

Bienenwachstuch reinigen: Schnell und einfach

Wie bereits erwähnt, muss und sollte das Bienenwachstuch unter keinen Umständen in der Waschmaschine gewaschen werden. Um das Tuch nach Verwendung zu reinigen reicht ein Lappen oder Schwamm und ein wenig lauwarmes Wasser, gegebenenfalls ein winziger Tropfen Seife!

Befeuchten Sie einfach den Lappen und wischen Sie das Bienenwachstuch damit ab. Grobe Verkrustungen können kräftig mit dem Schwamm entfernt werden. Das Tuch im Anschluss kurz trocknen lassen – das dauert meist nur wenige Minuten – und schon ist es wieder einsatzbereit.

Bienenwachstücher im Haushalt: Unsere Erfahrungen

Wer der Umwelt zuliebe möglichst an vielen Stellen auf Plastik verzichten möchte, hat vielleicht schon von Bienenwachstüchern gehört. In meinem Haushalt ist die umweltfreundliche Abdeckung mittlerweile nicht mehr wegzudenken! Nahezu alle Speisen lassen sich problemlos mit den Wachstüchern abdecken. Die flexiblen Tücher passen sich mit etwas Körperwärme jeder Form an und lassen sich beliebig oft wiederverwenden. Ob Gemüse, Obst, das Essen vom Vortag oder die frisch geschmierte Stulle für die Arbeit, die Bienenwachstücher, die ich in verschiedenen Größen habe, haben bisher alles sicher verschlossen.

Auch mit der Reinigung hatte ich bisher nie Probleme. Mit etwas lauwarmem Wasser oder einem Tropfen Seife ließ sich bisher jede Verunreinigung ganz leicht lösen. Innerhalb ein paar Minuten ist das Tuch auch wieder trocken und zum erneuten Einsatz bereit.

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Als ich davon gehört habe, dass man die Bienenwachstücher auch selbst machen kann, wusste ich sofort: Das muss ich ausprobieren. Grund dafür ist, dass die Tücher in der Anschaffung nicht ganz günstig sind und ich mir beim Selbermachen jede beliebige Form und Größe zuschneiden kann.

Bisher hatte ich nur eckige Wachstücher im Gebrauch und daher habe ich mir direkt ein paar runde Bienenwachstücher angefertigt. Sie haben sich auch sogleich bewährt, denn ich decke sehr oft kleinere und größere Schalen und Teller mit den Tüchern ab. Außerdem habe ich noch ein paar ganz große Wachstücher zurechtgeschnitten, damit ich auch den Auflauf vom Vortag oder das frisch gebackene Brot vollständig abdecken kann.

Insgesamt bin ich einfach nur begeistert von der umweltfreundlichen Frischhaltefolien-Alternative und kann sie nur jedem wärmstens ans Herz legen.

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