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Bittere Tränen in Oslo

Ari Behns Familie zeigt bei der Trauerfeier ihren Schmerz

Begleitet von vielen Tränen und emotionalen Reden wurde der am 25. Dezember 2019 verstorbene Ari Behn heute in Oslo beigesetzt. Besonders Tochter Maud sorgte mit einer emotionalen Rede für Gänsehaut.

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Die Mitglieder des norwegischen Königshauses mussten heute einen besonders schweren Gang bewältigen: Nachdem an Weihnachten der Tod von Ari Mikael Behn († 47), Exmann von Prinzessin Märtha Louise von Norwegen (48), die Welt schockierte, wurde der Schriftsteller und Künstler nun beigesetzt. Die Trauerfeier im Osloer Dom fiel durch tränenreiche Reden besonders emotional aus.

Mehr zum Thema: So emotional trauert das Norwegische Königshaus um Ari Behn

Emotionale Worte von Ari Behns Angehörigen

Wie die Königsfamilie mitteilt, begann die Zeremonie mit Franz Schuberts 'Ave Maria', bevor viele enge Verwandte von Ari Behn ihm die letzte Ehre erwiesen. So zollten ihm nicht nur seine Eltern Marianne Behn und Olav Bjørshol mit liebevollen Erinnerungen Tribut, sondern auch seine Geschwister Espen und Anja Sabrina Bjørshol verabschiedeten sich mit rührenden Worten. Wie unter anderem Bild.de berichtet, brachen beide währenddessen vor Trauer fast zusammen und weinten schrecklich um ihren toten Bruder.

Tochter Maud trauert: "Du warst unser Held"

Besonders emotional war dann schließlich die Rede von Märtha Louises und Ari Behns ältester Tochter Maud Angelica (16), die - unterstützt von ihrer Mutter - darin ihren Schmerz deutlich machte. "Ich hoffe, du hast gewusst, wie sehr wir dich lieben", so die tapfere Maud unter Tränen. "Du sagtest immer, du seist so stolz auf uns, und ich hoffe du weißt, dass wir auch stolz auf dich sind. Du warst unser Held, Papa. [...] Wir dachten, du würdest uns zum Altar führen, wenn wir einmal heiraten. Würdest sehen, was wir aus unseren Leben machen und welche Personen aus uns werden. Aber dazu wird es nicht kommen."

Ari Behns Familie zeigte bei der Trauerfeier ihren Schmerz.
Die Kinder Leah, Maud und Emma (von links) mit Mutter Märtha Louise nach der Trauerfeier für Ari Behn. imago images / PPE

Auf dem Sarg stand währenddessen eine Zeichnung, die sie zuvor von ihrem Vater gemacht hatte - und die sie ihm eigentlich zu Weihnachten schenken wollte. Sie hatte sich schon so auf sein Gesicht gefreut, wenn er sie bekommt und hatte die Feiertage herbeigesehnt. Doch dann sollte alles anders kommen, denn der über eine lange Zeit psychisch kranke Ari Behn hatte sich dazu entschlossen, sein Leben selbst zu beenden.

Mauds emotionale Rede enthielt einen wichtigen Appell

In ihrer Trauerrede ging Maud ganz offen mit diesem Thema um und sagte, wie schwer es für sie und ihre Schwestern all die Jahre gewesen sei, mit seinen Depressionen umzugehen. "Du sagtest, dass es dir besser gehe, aber die Wahrheit hast du uns verschwiegen." Der 16-Jährigen war es an dieser Stelle wichtig, einen Aufruf an all jene zu tätigen, die vielleicht in einer ähnlichen Situation stecken: "Es gibt immer einen Ausweg! [...] Ich bitte euch von ganzem Herzen, sucht Hilfe! Es gibt immer so viele Menschen, denen ihr etwas bedeutet. Um Hilfe zu bitten ist eine Stärke, keine Schwäche."

Maud erklärte weiter, sie und ihre Schwestern hätten nie gedacht, dass ihr Vater sie verlassen würde. "Es ist niemandes Schuld. Wir können uns nicht dafür verantwortlich machen. Suizid ist wie eine tödliche Krankheit. Papa muss so müde gewesen sein, dass er keinen anderen Ausweg mehr sah." Ihre Rede beendete sie schließlich mit den Worten: "Papa, wir lieben dich für immer. Ich würde dich so gerne noch einmal in den Arm nehmen."

Unter den 800 Gästen, die sich im Osloer Dom von dem so geliebten Familienvater verabschiedeten, befanden sich unter anderem auch König Harald und Königin Sonja von Norwegen sowie Kronprinz Haakon und Ehefrau Mette-Marit mit Kindern. Auch Schwedens Prinz Daniel war vor Ort. Wir wünschen nun den Angehörigen von Ari Behn, vor allem den Töchtern Maud Angelica, Leah Isadora (14) und Emma Tallulah (11), viel Kraft und hoffen, dass sie bald lernen können, mit ihrer Trauer zu leben.

Hegen Sie selbst Suizid-Gedanken? Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hier finden Sie Hilfe: Unter 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 finden Sie kostenfrei Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen.

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