Corona-Krise

Alexander Herrmann macht sich große Sorgen

Auch an Star-Köchen wie Alexander Herrmann (49) geht die Corona-Krise nicht spurlos vorbei. Finanziell musste sich der beliebte Entertainer sehr einschränken.

Der beliebte Fernsehkoch Alexander Herrmann
Der beliebte Fernsehkoch Alexander Herrmann geht kreativ durch die Corona-Krise. Foto: imago / Apress

Es ist kein Geheimnis, dass die Restaurants in Deutschlands besonders unter dem bundesweiten Lockdown leiden. Schon seit November vergangenen Jahres dürfen Gaststätten keine Gäste empfangen und Essen nur außer Haus liefern. Das geht auch an Alexander Herrmann nicht spurlos vorbei. In Wirsberg in Oberfranken leitet er das traditionsreiche  Romantik Posthotel, dessen Gourmet-Restaurant mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet ist. In Nürnberg leitet er zwei weitere Restaurants, das Imperial und das Fränk’ness.

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Alexander Herrmann nahm einen Kredit in beinahe Millionenhöhe auf

"Die Ängste waren gewaltig", erinnert sich Herrmann in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin 'Stern' an den ersten Lockdown. Der Gourmet-Koch wusste, dass er die Krise nicht ohne finanzielle Hilfen durchstehen wird - und nahm deshalb für zwei seiner Betriebe einen Kredit in Höhe von fast 870.000 Euro auf. Weiter erzählt der gebürtige Oberfranke in dem Interview, dass er und sein Team an allen Ecken und Enden sparen, bis sicher ist, dass sie staatliche Hilfe erhalten. Nach seiner Rechnung muss er ab Herbst jeden Tag 570 Euro an die Banken zurückzahlen.

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Doch Not macht eben auch erfinderisch: Herrmann und seine Mitarbeiter nutzen die Zeit, in der sie keine Gäste empfangen dürfen, sinnvoll und haben das Konzept der 'Starchef'- Boxen‘ entwickelt: Wer will, kann sich bei dem neu gegründeten Start-up 'StarchefBox' ein vorgekochtes, hochwertiges Drei-Gänge-Menü per Express nach Hause liefern lassen. Die einzelnen Menü-Bestandteile müssen dann größtenteils nur noch erwärmt werden, eine Kochanleitung führt durch die einzelnen Arbeitsschritte. Aber Qualität hat seinen Preis: Wer sich das Sternenküchen-Gefühl nach Hause holen will, sollte mit mindestens 100 Euro pro Box rechnen.

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Seinen Mitarbeitern gilt jetzt Herrmanns Hauptaugenmerk

Dennoch sagt Hermann, der mit seinem Team zusätzlich in Nürnberg  einen Lieferservice ins Leben gerufen und das Take Away-Angebot in Wirsberg ausgeweitet hat, im 'Stern'-Interview: "Was da finanziell reinkommt, ist ein Tropfen auf den heißen Stein." Es gehe ihm in erster Linie darum, seine Mitarbeiter zu motivieren. Sein Team sei "psychisch am Ende". Daher gelte seinen Mitarbeitern momentan sein Hauptaugenmerk - und er arbeite trotz des Lockdowns doppelt so viel.

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Die finanziellen Verluste können nur abgefedert werden

Weder mit den Boxen noch mit den anderen Konzepten könne er die "Verluste auffangen, höchstens abfedern". Gleichzeitig lobt der Zwei-Sterne-Koch die Mehrwertsteuersenkung für Lebensmittel von 19 auf sieben Prozent: "Das war eine der größten Rettungsaktionen, die der Bund für uns gemacht hat."

Der beliebte Fernsehkoch hofft, dass die Hilfen vom Bund bald vergeben werden und dass er und sein Team, das immerhin aus stolzen 120 Mitarbeitern besteht, schon bald wieder aufatmen können. Auch wenn ein Ende des Lockdowns noch nicht in Sicht ist, Herrmann ist sich sicher: Selbst die ausgefallenste Kochbox wird den Restaurantbesuch nicht ersetzen können.

Bis die Lokale wieder öffnen können, legt Alexander Herrmann auch weiterhin nicht die Hände in den Schoß: Am Sonntag, 18. April, hat er seine Premiere bei "Grill den Henssler" (20.15 Uhr, Vox). Als Coach steht er den Teilnehmern - die diesmal erstmals nicht aus Prominenten, sondern aus privaten Hobbyköchen bestehen - zur Seite.