Gesund-Geheimnisse der Experten Achtung, Erkältung! Die geheimen Tipps von Ärzten, Apothekern und Co.

Achtung, Erkältung! Die geheimen Tipps von Ärzten, Apothekern und Co.
Mit kleinen Tricks lässt sich das Ausmaß einer drohenden Erkältung drosseln.
Inhalt
  1. Das rät der Arzt bei Erkältungssymptomen
  2. Die Apothekerin: Vitamine sind das A und O
  3. Der Naturheilpraktiker schwört auf die "Herbstkur"
  4. Das sagt der HNO-Arzt
  5. So hilft die Traditionelle Chinesische Medizin
  6. Auch Zahnhygiene schützt vor Erkältungen!

Was machen Mediziner eigentlich selbst, um jetzt ihr Immunsystem zu stärken? Hier verraten sie Ihnen ihre persönlichen Gesund-Geheimnisse.

 

Das rät der Arzt bei Erkältungssymptomen

Dr. med. Matthias Bramkamp, Arzt aus Bochum

So beuge ich vor: Ich bewege mich so viel wie möglich an der frischen Luft, um einer Erkältung vorzubeugen! Hausbesuche erledige ich zu Fuß, außerdem gehe ich jeden Abend mit meinem Hund spazieren. Während meiner Sprechstunde trinke ich etwa zwei bis drei Liter Wasser - das hält meine Schleimhäute feucht und wehrt so Viren ab. Außerdem mache ich mein Salatdressing auf Zitronensaft-Basis, das schmeckt super und ist dank des hohen Vitamin-C-Gehalts auch noch gut für mein Immunsystem. Wenn ich es mal nicht schaffe, genügend Obst und Gemüse zu essen, nehme ich eine Multivitamin-Brausetablette.

 Haben Sie einen Vitaminmangel? So erkennen Sie es:

Alles über Vitamine: Welcher Mangel steckt hinter welchen Symptomen?
Alles über Vitamine

Welcher Mangel steckt dahinter?

Wenn Sie darauf bei Ihrer Ernährung achten, kommen Sie gesund durch Herbst und Winter.

Wenn es mich erwischt hat: Wenn ich merke, dass eine Erkältung im Anmarsch ist, nehme ich für zwei Tage dreimal täglich 500 Milligramm Paracetamol, das wirkt entzündungshemmend. Menschen mit Nierenproblemen oder Allergien dürfen das nicht tun! Wenn ich trotzdem krank werde, nehme ich noch ein schleimlösendes Naturheilmittel dazu (zum Beispiel 'Gelomyrtol' Weichkapseln, hier zu kaufen).

 

Die Apothekerin: Vitamine sind das A und O

Ute Helm, Apothekerin aus Werdau

So beuge ich vor: Vitamin D3 ist mein persönlicher Geheimtipp, da die Abwehrzellen des Immunsystems in hohem Maße darauf angewiesen sind. Ich nehme deshalb am Tag eine Tablette Vitamin D3 mit der Wirkstoffmenge 4000 I. E. Die schützende Wirkung des sogenannten "Sonnenvitamins" verstärke ich mit einem Magnesiumöl-Vitalspray aus der Apotheke. Damit sprühe ich meinen Körper täglich ein. Zehn Sprühstöße reichen für den Heileffekt. Außerdem rühre ich mir morgens ein Omega-3-Fettsäuren-Öl in mein Müsli. Es verhindert Entzündungen im Körper und stärkt so die Abwehr.

Im Video zeigen wir Lebensmittel, die Vitamin D3 enthalten (Artikel wird unter dem Video fortgesetzt):

 

Wenn es mich erwischt hat: Dann nehme ich täglich 1000 Milligramm Vitamin C in Kapselform. Außerdem reibe ich Bronchien und Hals mit Thymianbalsam ein. Der hilft mir bei Erkältungen immer hervorragend.

 

Der Naturheilpraktiker schwört auf die "Herbstkur"

Dietmar Brennecke, Naturheilpraktiker aus Hamburg

So beuge ich vor: Ich starte im Oktober immer meine "Herbstkur". Sie besteht aus drei verschiedenen homöopathischen Mitteln, die ich über drei Wochen nehme: Phosphor D8, Lachesis D8 und Lycopodium D8 - zweimal am Tag fünf Globuli. Phosphor mobilisiert meine Energie, Lachesis beschleunigt die Blutreinigung und Lycopodium reguliert den Leberstoffwechsel und entgiftet den Körper somit. Außerdem trinke ich täglich eine Tasse grünen Tee. Der ist gut für die Durchblutung und stärkt meine Abwehr auf natürliche Weise.

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Wenn es mich erwischt hat: Wenn ich mich doch erkältet habe, nehme ich immer die Echinacea-D2-Tinktur, dreimal drei Tropfen, das dämmt eine anfängliche Infektion ein. Gegen Kopfschmerzen hilft mir Minzöl. Ich reibe ein paar Tropfen an Schläfe und Nacken - die krampflösende und schmerzstillende Wirkung setzt meist schnell ein.

Hier zeigen wir, wie Sie Echinacea-Tinktur selber herstellen können:

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Selbstgemachte Echinacea-Tinktur ist ein wahres Wundermittel für die Erkältungszeit!

 

Das sagt der HNO-Arzt

Dr. Michael Bohndorf, Hals-Nasen-Ohren-Arzt aus Düsseldorf

So beuge ich vor: Mein persönliches Rezept, um Erkältungen vorzubeugen: Ich esse sehr gesund, also viel Obst und Gemüse. Außerdem gehe ich zweimal die Woche in die Sauna, denn Temperaturreize wirken sich positiv auf unser Abwehrsystem aus. Klimatisierte Räume meide ich in dieser Zeit, sie trocknen die Schleimhäute aus und machen diese so empfänglicher für Keime.

Wenn es mich erwischt hat: Tee ist im Krankheitsfall immer richtig. Nicht hingegen heiße Milch mit Honig - die führt zu Verschleimungen. Bei Husten und Heiserkeit schwor bereits meine Großmutter auf Halswickel mit im Backofen erwärmten und anschließend klein gehackten Zwiebelstückchen. Sie enthalten entzündungshemmende Sulfide, ätherisches Öl und Flavonoide. Diese Pflanzenstoffe fördern die körpereigenen Abwehrmechanismen.

Auch Zwiebelsäckchen helfen gegen Erkältungssymptome wie Ohrenschmerzen. Im Video zeigen wir, wie Sie sie herstellen (Artikel wird unter dem Video fortgesetzt):

 
 

So hilft die Traditionelle Chinesische Medizin

Dr. med. Sven Schröder, Geschäftsführer des HanseMerkur Zentrums für TCM am UKE in Hamburg

So beuge ich vor: Eine Erkältung wird aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin - so wie der Name es nahelegt - durch das Eindringen von Kälte in den Körper verursacht. Deswegen versuche ich, meine "Mitte", also den Verdauungsbereich, zu wärmen. Ich erhitze beispielsweise selbst zum Frühstück meinen Haferbrei oder mein Müsli. Außerdem nehme ich so wenig Kuhmilchprodukte wie möglich zu mir. Denn: Diese verschleimen meinen Körper zusätzlich. Den Kalziumbedarf decke ich stattdessen mit Gemüse, zum Beispiel Brokkoli.

Wenn es mich erwischt hat: Schon bei den ersten Erkältungssymptomen trinke ich Ingwertee. Die Wirkstoffe der frischen Wurzel fördern die Durchblutung in den Bronchien. Ich gieße 200 Milliliter heißes Wasser auf zwei Scheiben frischen Ingwer und lasse ihn etwa 15 Minuten ziehen.

 

Auch Zahnhygiene schützt vor Erkältungen!

Wussten Sie, dass auch Zähneputzen extrem wichtig für ein gut funktionierendes Abwehrsystem ist? Eine Studie der Nihon-Universität in Japan hat jetzt belegt: Parodontitis erhöht das Risiko, an einer Grippe zu erkranken. Die Entzündung des Zahnhalteapparats begünstigt offenbar die Vermehrung von Influenza-Viren und schwächt zudem die Wirkung von Grippemedikamenten. Gerade Menschen, die schon ein geschwächtes Immunsystem haben, müssen also besonders auf regelmäßige tägliche Zahnpflege achten.

Mehr Gesundheitstipps für die Erkältungszeit:

Quelle: Fernsehwoche

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