Gut oder schädlich? 7 Mythen rund ums Glätteisen

7 Mythen rund ums Glätteisen
Mit dem Glätteisen können Sie Ihr Haar glätten oder Locken stylen.
Inhalt
  1. Glätten macht die Haare kaputt
  2. Es gibt immer hässliche Knicke
  3. Glätteisen ist gleich Glätteisen
  4. Die Hitze lässt die Farbe verblassen
  5. Hitzeschutz-Produkte sind nur Marketing
  6. Heiße Eisen lassen die Haare abbrechen
  7. Glätteisen darf man nicht jeden Tag verwenden
  8. Fünf Tipps: Glätten wie ein Profi

Es gibt Haarstrukturen, die auch ein sehr guter Föhn nicht glatt bekommt. Ein Glätteisen ist eine Option, wenn da nur die Angst nicht wäre, dass die Mähne leidet. Ob das stimmt? Wir haben den Test gemacht – und gehen gleich noch ein paar hartnäckigen Mythen auf den Grund.

 

Glätten macht die Haare kaputt

Glätteisen, die in einem einzigen Styling-Zug formen, sind am schonendsten. Denn neben zu hohen Temperaturen ist auch die mechanische Beanspruchung der Haarstruktur ein Problem. Denn beim Glätten wird das Keratin im Haar durch Erhitzen erweicht und formbar gemacht. In dieser Phase ist das Haar sehr sensibel, und Sie sollten nicht mit Druck arbeiten, sondern die Wärme das Haar formen lassen. Beim Abkühlen härtet das Keratin dann aus, und das Haar bekommt den glatten Look.

 

Es gibt immer hässliche Knicke

Trifft das Eisen in einem gedrehten Winkel auf das Haar, können in der Tat Knicke entstehen. Darum ist es wichtig, dass sich die Eisen beziehungsweise die Platten parallel zur Haarsträhne befinden. Außerdem sollte der Styler immer in einer fließenden Bewegung vom Ansatz zu den Spitzen gleiten, genau wie beim Bügeln.

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Glätteisen ist gleich Glätteisen

Beim Kauf eines Haarglätters sollten Sie auf die Temperaturstärke sowie auf die Qualität der Keramikplatten achten. Am besten ist, wenn er die Hitze auf der gesamten Platte beibehält, sodass der Styler für ein glattes Ergebnis nur ein einziges Mal durch das Haar gleiten muss. Für dickes Haar eignen sich etwas breitere Platten, für dünneres Haar oder den Pony sind schmalere Platten besser.

 

Die Hitze lässt die Farbe verblassen

Coloriertes Haar ist tatsächlich anfälliger für Hitzeschäden. Durch hohe Temperaturen wird dem Haar Feuchtigkeit entzogen und es verliert an Leuchtkraft. Besonders Rottöne und Blondierungen sind davon betroffen. Andererseits wird aber durch das Glätten auch die durch die Coloration aufgeraute Schuppenschicht des Haares geschlossen. Das Haar erhält dadurch neuen Glanz, und die Farbe strahlt frischer.

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Hitzeschutz-Produkte sind nur Marketing

Glätten ohne Hitzeschutz ist wie ein Sonnenbad ohne Lichtschutz. Die in Spray oder Mousse enthaltenen Wirkstoffe errichten eine Barriere zwischen dem Haarglätter und dem Haar und verhindern so, dass die Temperatur im Haar zu hoch wird. Es sollte außerdem regelmäßig mit feuchtigkeitsspendenden Kuren verwöhnt werden.

 

Heiße Eisen lassen die Haare abbrechen

Ganz schonungslos ist ein Styling mit Wärme nie. Aber mittlerweile ist erwiesen, dass die optimale Stylingtemperatur bei 185 °C liegt. Dadurch wird Haarbruch um mehr als 50 Prozent reduziert. Ab 210 °C verbrennt das Keratin im Haar, was dann irreparable Schäden zur Folge hat. Niedrigere Temperaturen dagegen erweichen das Keratin im Haar zu wenig. Folge: Das Styling hält nicht, und die Mühe war umsonst.

Video: Diese Schönheitstricks können Sie ganz leicht selber machen (Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)

 
 

Glätteisen darf man nicht jeden Tag verwenden

Darf man schon, braucht man aber oftmals nicht, wenn das Haar einmal sorgfältig geglättet wurde. Das Ergebnis sollte dann bis zur nächsten Haarwäsche halten! Widerspenstige Strähnen können aber sorglos nachgearbeitet werden, solange keine Stylingreste wie Haarspray, Wachs oder Gel im Haar sind.

 

Fünf Tipps: Glätten wie ein Profi

Hauke Schmidt, Kreativdirektor im Salon Haarmacher Berlin, gibt Tipps für das perfekte Styling.

1. Bevor es losgeht, ein Hitzeschutz-Produkt gleichmäßig auf dem handtuchtrockenen Haar auftragen. Bitte nicht damit sparen! Danach das Haar gut trocken föhnen.

2. Beim Stylen sollte das Haar immer so abgeteilt werden, dass bereits geglättetes Haar nicht mehr angefasst werden muss. Dies gelingt am besten, wenn man sich von hinten über die Seiten zum Deckhaar vorarbeitet.

3. Immer möglichst dicht am Ansatz beginnen. Bei dickem Haar eine feinere und bei dünnerem eine breitere Haarpartie nehmen.

4. Damit man sich als Anfänger nicht die Finger verbrennt: Dünne Baumwollhandschuhe aus der Apotheke anziehen.

5. Styler mit abgerundeten Kanten können auch Wellen oder Locken formen. Dafür eine Strähne am Ansatz mit dem Glätteisen aufnehmen, in der Hand um 180 Grad nach hinten drehen und langsam durchziehen.

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