Illegaler Handel Wilderer erschießen Nashorn in Pariser Zoo

Wilderer erschießen Nashorn im Zoo in Frankreich
Inhalt
  1. Grausamer Fund
  2. Der Handel mit dem Horn
  3. Aberglaube kostet Vince das Leben
  4. Erstmals Wilderer in europäischem Zoo

In der Nacht vom 6. auf den 7. März brachen Wilderer in einen Zoo westlich von Paris ein und erschossen ein Nashorn. Sie hatten es auf sein Horn abgesehen.

Das Ausmaß der Dreistigkeit von Wilderern hat in den vergangenen Tagen ein neues Level erreicht: Im französchen Thoiry brachen zwei Wilderer in einen Zoo ein, erschossen ein Nashorn und sägten ihm anschließend ein Horn ab. 

Das fünfjährige Nashorn Vince erlag den tödlichen Schüssen der Wilderer. Seine zwei Gehege-Kameraden, Nashorn Gracie, 37 Jahre alt, und Bruno, 5 Jahre alt, blieben von dem Angriff verschont. 

 

Grausamer Fund

Am Dienstagmorgen fand eine Tierpflegerin das getötete Nashorn. Sie ist von der Grausamkeit der Wilderer zutiefst betroffen, heißt es von Seiten des Zoos, da sie sich mit Herzblut um die Tiere kümmert und sehr an ihnen hängt. 

Ohnehin seien alle Mitarbeiter des Zoos zutiefst bestürzt, wie sie auf ihrer Facebook-Seite unter einem emotionalen Foto der Tiere mitteilten. 

 

Der Handel mit dem Horn

Die Wilderer hatten es auf das Horn des Nashorns abgesehen, denn: Auf dem Schwarzmarkt wird ein Kilogramm Horn für mehr als 60.000 Euro gehandelt. Zum Vergleich: Ein Kilo Gold bringt auf dem Weltmarkt knapp 37.000 Euro. Diese Aussieht war den Verbrechern ein hohes Risiko wert: Trotz der Anwesenheit von fünf Mitarbeitern im Zoo und Überwachungskameras, die für die Sicherheit der Zootiere sorgen sollen, verschafften sie sich Zutritt zum Gehege verschaffen und begingen die grauenvolle Tat. Vermutlich hatten die Wilderer ebenfalls versucht, das zweite, kleinere Horn von Vince abzutrennen, brachen ihre Aktion jedoch ab - wahrscheinlich, weil sie gestört wurden.

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Aberglaube kostet Vince das Leben

Seit rund vier Jahrzehnten ist der Handel mit Nashorn-Hörner verboten. Doch aufgrund der hohen Nachfrage besonders in Asien ist das Horn auf dem Schwarzmarkt heiße Ware. Ihm werden aphrodisierende und heilende Wirkungen zugesprochen, die Menschen dazu animieren, die Tiere zu jagen. Einen wissenschaftlichen Beleg gibt es für diese besagten Heilkräfte nicht. Im Gegenteil: Nashorn-Horn besteht aus Keratin - woraus auch unsere Fingernägel und Haare bestehen. Fingernägelknabbern hätte dementsprechend denselben Effekt, wie auf ein Wunder durch den Kauf dieser Hehlerware zu hoffen.

 

Erstmals Wilderer in europäischem Zoo

Bislang blieben Nashörner in europäischen Zoos von dem schlimmen Schicksal, was viele freilebende Nashörner durch Wilderer ereilt, verschont. Die Geschehnisse im Zoo von Thoiry sind bisher ein Einzelfall. Dass die Toleranzgrenze im Umgang mit Zootieren jedoch nicht immer dem erforderlichen Maß an Sorgfalt und Respekt entspricht, wurde uns zuletzt im Februar vor Augen geführt, als in Mannheim ein zehn Monate alter Humboldt-Pinguin aus dem Zoo gestohlen wurde. Das Tier wurde fünf Tage später geköpft aufgefunden.

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