12 Tipps Wie Sie entspannt mit dem Älterwerden umgehen

Wie Sie entspannt mit dem Älterwerden umgehen
Mit der richtigen Einstellung tut älter zu werden gar nicht weh - sondern macht sogar Spaß!
Inhalt
  1. Der Dreh zur knackigen Haltung
  2. Immer schön fröhlich
  3. Geben macht glücklich
  4. Mit den Eltern versöhnen
  5. Schick mit der ersten Brille
  6. Jünger atmen
  7. Jungbrunnen Musik
  8. Lassen Sie los!
  9. Online Neues entdecken
  10. Sich besser verstehen
  11. "Mein Vorbild für Gelassenheit"
  12. Reifer Sex schenkt Erfüllung

Entspannt mit dem Alter umgehen, dem Leben mit all seinen Höhen und Hindernissen mit einem Lächeln begegnen - das ist gar nicht so schwer, wie es klingt.

 

Der Dreh zur knackigen Haltung

Eine schlechte Haltung lässt nicht nur Jahre älter aussehen - sie beschleunigt auch den Alterungsprozess. Fitness-Coach Kerstin Franke empfiehlt deshalb, regelmäßig den "diagonalen Prellhüpfer" zu üben: zuerst Füße in Schulterbreite aufstellen, Bauch anspannen, Wirbelsäule aufrichten, Schultern locker lassen. Dann mit beiden Füßen kraftvoll vom Boden abdrücken und beim Hüpfen eins der Knie so weit wie möglich zum Rumpf hochziehen. Während Sie das rechte Knie anheben, beide Arme nach links ausstrecken. Wird das linke Knie angehoben, gehen die Arme zur rechten Seite. Die Körpermitte gleicht dabei einem gewrungenen Handtuch. Eine Minute im Wechsel fortsetzen. Mobilisiert Gelenke plus Herz-Kreislauf-System und macht gute Laune!

 

Immer schön fröhlich

Bestseller-Autorin Susanne Fröhlich begegnet den Zeichen der Zeit mit Humor: "Kein Altherrenwitz am Stammtisch, sondern Humor, der mit Intelligenz einhergeht, der hilft beim entspannten Älterwerden! Beim Anblick des eigenen Spiegelbilds zum Beispiel. Außerdem ist Humor eine Teilmenge von Charme, und Charme macht sicherlich jünger. Zudem zieht Lustiges die Mundwinkel nach oben. Und es ist immer nützlich, sich selbst nicht so wahnsinnig ernst zu nehmen." Und wie das geht, erklärt sie in ihrem Buch: "Diese schrecklich schönen Jahre", Gräfe und Unzer, 8,99 Euro über Amazon.de).

 

Geben macht glücklich

Lasst uns Verantwortung für die Welt von morgen übernehmen! Wer sich für andere engagiert, fühlt sich selbst besser. So Studien des Instituts für Gerontologie der Uni Heidelberg. Dr. Sonja Ehret: "Gerade Frauen im mittleren Lebensalter haben einen unglaublichen Wissens- und Erfahrungsschatz. Wenn sie sich sozial engagieren, fördert dies auch ihr eigenes psychisches und körperliches Wohlbefinden." Laut US-Studien wirkt Engagement sogar lebensverlängernd!

 Noch mehr Gründe, um sofort glücklich zu werden, gibt's im Video (Artikel wird darunter fortgesetzt):

 
 

Mit den Eltern versöhnen

Bettina von Schorlemer, Paar- und Familientherapeutin aus Frankfurt am Main, weiß, wie wichtig der innere Frieden mit den Eltern ist. Sie erklärt: "Stellen wir uns eine fiktive Frau Mitte 50 vor, ohne Partner und kinderlos, die sich seit ihrer Kindheit als das schwarze Schaf der Familie sieht. Sie hat sich oft mit ihren Eltern, beide heute schon über 80, gestritten und konnte ihnen nichts recht machen. Ihre Schwester wurde von den Eltern bevorzugt behandelt - auch heute noch, weil sie verheiratet ist und zwei Kinder hat. Unsere fiktive Frau hat sich in den letzten Jahren nur zu Familienfeiern zu Hause blicken lassen.

Warum ist es wichtig, sich doch mit den alten Eltern zu versöhnen?

Versöhnung bedeutet nicht, meinen Eltern für alles zu vergeben, was sie mir vielleicht angetan haben und was ich nicht in Ordnung gefunden habe. Versöhnen bedeutet, Frieden zu schließen. In erster Linie schließen wir Frieden für uns und nicht wegen der Eltern. Wer diesen Frieden mit seinen Eltern nicht schließt, wird den Konflikt für den Rest seines Lebens mit sich herumtragen. Unsere Eltern bleiben immer unsere Eltern - selbst, wenn wir wütend auf sie sind. Es ist uns immer wichtig, dass wir mit ihnen einen inneren Frieden finden. Auch wenn wir glauben, dass ein Kontaktabbruch die beste Lösung für alle ist. Das ändert sich aber schlagartig, wenn die Eltern tot sind und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme vorbei ist.

Wie spricht unsere fiktive Frau das Thema bei ihren Eltern am besten an?

Wenn der Kontakt zu den Eltern schlecht ist, bietet es sich an, mit der ganzen Wahrheit herauszurücken. Sagen Sie Ihren Eltern, dass Sie sie besuchen möchten, um mit ihnen zu reden. In den seltensten Fällen werden sich die Eltern dagegen sperren. Das Gespräch sollte persönlich und nicht am Telefon stattfinden - sofern es die Umstände zulassen. Überlegen Sie sich gut, was Sie Ihren Eltern sagen möchten: Wollen Sie Ihre Eltern anklagen, Ihnen mal alles vor die Füße werfen, was sie Ihnen angetan haben, oder ist Ziel des Gesprächs vielmehr, ein paar Dinge mitzuteilen, die in der Vergangenheit wehgetan haben? Machen Sie in der Eröffnungsansprache klar, dass es nicht darum geht, die Eltern fertigzumachen oder abzurechnen. Es geht darum, Dinge anzusprechen, sie einmal loszuwerden. Möglicherweise reagieren Ihre Eltern nicht so, wie Sie es sich vorher ausgemalt haben. Damit sollte man auch rechnen. Wenn Ihnen das klar ist, fällt die Versöhnung meist gleich viel leichter."

 

Schick mit der ersten Brille

Klotzen statt kleckern, rät bella-Beauty-Redakteurin Ariane Overbeck: "Damit die erste Brille nicht älter macht, hatte ich die Idee, sie als Sonnenbrille zu tarnen. Statt typischem Lesebrillengestell eine schicke Sonnenbrille wählen, dazu Korrekturgläser in leichtem Grau- oder Blauverlauf - bei Nichtgebrauch einfach in die Haare stecken!"

 

Jünger atmen

Die Brasilianerin Dinah Rodrigues lehrt seit vielen Jahren Yoga und rät zur Blasebalg-Atmung. Die kurbelt die Produktion der Hormondrüsen an und hält fit. So geht's: Setzen Sie sich entspannt in den Schneidersitz mit geradem Rücken. Atmen Sie kräftig durch die Nase aus. Der Bauch zieht sich dabei aktiv nach innen. Dann folgt eine genauso kräftige Einatmung durch die Nase, und der Bauch wird wieder herausgedrückt. Zehn- bis 15-mal wiederholen. Ein- und Ausatmung sind gleich lang und intensiv. Genießen Sie es.

 

Jungbrunnen Musik

Uschi Nerke, Moderatorin des legendären "Beat-Clubs", kann sich kein Leben ohne Musik vorstellen: "Höre ich heute die Songs von damals, kommen mit jedem Ton Erinnerungen. Ich bin dankbar für solche Momente, denn die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können. Mein Tipp: Legt die Platten von früher auf, und fühlt euch so jung wie damals. Zum Wachwerden 'San Francisco' von Scott McKenzie, dann 'Get It On' von T. Rex und zum Abhotten AC/DCs 'Rock 'n' Roll Train'."

 

Lassen Sie los!

Sie ärgern sich bis heute, dass Sie damals den Job in der Stadt nicht angenommen oder den Flirt beendet haben? Ganz schlecht! Denn Groll über verpasste Chancen ist Gift für unsere Seele, weiß Psychologin Felicitas Heyne: "Je mehr wir uns mit Negativem beschäftigen, desto tiefer gräbt sich das wie Spurrillen auf der Autobahn in unsere Seele ein." Umtrainieren heißt das Stichwort. Die Expertin: "Verordnen Sie sich einen Gedankenstopp! Hilfreich: Tragen Sie ein Gummiband am Handgelenk. Sobald sich die negative Gedankenspirale dreht, als aktive Bremse am Band schnippen!" Das Umtrainieren lohnt, wie eine Studie der Uni Hamburg zeigt: Wer ohne Reue auf vergangene Jahre zurückblickt, altert nämlich deutlich gesünder!

 

Online Neues entdecken

Auf ins Netz, rät Peter Wippermann, Trendbüro-Gründer und Professor an der Folkwang Universität Essen: "Facebook, Instagram, Twitter - aktuell sind die über 50-Jährigen die Nutzergruppe mit dem schnellsten Wachstum in den sozialen Netzwerken. Generationenübergreifend erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Doch warum haben wir so viel Freude daran, online mitzumischen? Weil es sich so anfühlt, als ob wir Freunde und Bekannte im Alltag immer bei uns haben. Die neuen Medien laden uns dazu ein, nicht nur passiv Inhalte zu lesen, sondern aktiv zu partizipieren und neue Themen für uns zu entdecken. Das macht nicht nur jede Menge Spaß, sondern hält uns jung. Denn diese Eindrücke bereichern unseren Erfahrungsschatz. Das spornt an, uns mit Neuem auseinanderzusetzen."

 

Sich besser verstehen

Der wichtigste Tipp von Safi Hazzan, Neurologe und Schmerztherapeut in Düsseldorf: "Sich selbst zuhören. Jeder sollte die Fähigkeit trainieren, in sich hineinzuhorchen. Denn ein Blick ins eigene Innere verschafft uns den Überblick über unsere Selbstheilungskräfte. So können wir Störfaktoren und ihre Wechselwirkungen herausfiltern und ihnen entgegenwirken. Und wir sollten unser Selbstwertgefühl stärken - am besten, indem wir auch im Alltag immer wieder spüren, dass wir selbst Dinge bewegen können. Das wiederum fördert unsere Persönlichkeitsentwicklung. Was noch wichtig ist? Geist und Körper ausgewogen ernähren und ausreichend Bewegung. Das ist die Kunst, gesund und jung zu bleiben."

 

"Mein Vorbild für Gelassenheit"

Dank ihrer langjährigen Freundin Anna Alte aus Köln schaut TV-Moderatorin Birgit Schrowange entspannt dem Alter entgegen: "Anna war 1977 beim WDR meine Chefin - und die coolste Socke, die ich je kennengelernt habe. Als ich 50 Jahre alt wurde, sagte sie zu mir: 'Freu dich, jetzt beginnt die glücklichste Zeit deines Lebens. Liebe, Karriere, Figur - vieles nimmt man nicht mehr so ernst.' Und sie hatte wirklich recht! Wenn ich Rat brauche, rufe ich sie an. In ihrer Weisheit und Gelassenheit ist sie mein Vorbild. Und sie ist wunderschön - ohne Schnippeln oder Aufspritzen. Wenn ich alt bin, will ich so cool sein wie Anna!"

 

Reifer Sex schenkt Erfüllung

Sexualtherapeut Dr. Torsten Freitag empfiehlt Intimität als Jungbrunnen: "Wünsche nach Zärtlichkeit und Intimität altern nicht und werden mit den Jahren vielleicht sogar wichtiger denn je. Laut einer Studie der Universität Rostock nimmt die Zufriedenheit mit der eigenen Sexualität bei älteren Menschen eher zu. Im Alter von 63 Jahren gaben sogar 57 Prozent der Befragten an, mit ihrem Liebesleben zufrieden zu sein. Natürlich verändert sich die Sexualität im Laufe des Lebens. Der Fokus verlagert sich nach und nach von Sex zu Zärtlichkeit. Aber 'reifer Sex' hat auch seine Vorteile und Chancen: Man muss sich keine Gedanken mehr um die Verhütung machen. Die Kinder sind groß, man hat wieder mehr Zeit und die volle Aufmerksamkeit für sich und den Partner. Man ist sich vertraut, muss sich nicht durch Spitzenleistungen beweisen, braucht nicht perfekt zu sein. Doch das Gespräch mit dem Partner ist und bleibt eine Voraussetzung für erfüllte Sexualität. Es nützt ja nichts, die Veränderungen zu verleugnen. Teilen Sie sich mit. Und sehen Sie das Beste daran: Eine erfüllte Sexualität macht das Leben schöner, hält gesund und geistig fit."

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Quelle: Bella

Kategorien:
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