Aufgeschobener Kaffee Wie eine wunderbare Aktion Menschen glücklich macht

Aufgeschobener Kaffee: An kalten Tagen Menschen eine Freude bereiten.
Nette Geste: Aufgeschobener Kaffee für Menschen, die sich ihn sonst nicht leisten können.

"Nur eins ist besser als eine Tasse guter Kaffee: zwei Tassen guter Kaffee.“ Frei nach diesem Motto funktioniert die Aktion "Aufgeschobener Kaffee", die besonders jetzt in der kalten Jahreszeit mittellose Menschen glücklich macht.

Aber von vorn: Etwas verwirrt stehe ich in der Bäckerei. Hat der Mann neben mir gerade wirklich "Einen Kaffee zum Mitnehmen und einen aufgeschobenen“ bestellt? Was soll das sein, aufgeschobener Kaffee? Die Frage brennt mir unter den Nägeln und als ich an der Reihe bin, spreche ich die Verkäuferin an.

 

Das Prinzip ist ganz einfach

"Bei Bäckereien oder in Cafés, die an der deutschlandweiten Aktion "Aufgeschobener Kaffee“ teilnehmen, können Kunden zwei Tassen Kaffee bezahlen und trinken nur eine davon selbst. Die zweite wird aufgeschoben“, erklärt sie. Jemand, der sich den Kaffee nicht leisten kann, kann dann nachfragen, ob es noch einen "aufgeschobenen“ Kaffee für ihn gibt.

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Die Idee kommt aus Italien

Ursprünglich entstand die Idee nach dem zweiten Weltkrieg in Neapel. Damals konnten sich viele Menschen keinen Kaffee leisten – da die etwas reicheren Bürger Neapels allerdings der Meinung waren, Kaffee gehöre zum "Grundrecht“, zahlten einige gleich doppelt, damit auch andere in den Genuss von Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato kommen konnten.

 

In Deutschland immer bekannter

An Aktualität hat die Aktion seither nicht eingebüßt – und ist heute noch genau so beliebt und sinnvoll wie damals. Denn noch immer gibt es Menschen, die sich einen Kaffee nicht leisten können. In vielen Bäckereien und Cafés in Deutschland ist das Logo zu sehen, sie signalisieren damit, dass sie aufgeschobenen Kaffee anbieten. Der große Vorteil an der Aktion: Mit nur geringem Aufwand können wir einem Menschen den Tag verschönern. So schnell kann man Nächstenliebe ausüben.

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Während ich dasitze und an meinem Cappuccino nippe, betritt ein älterer Mann den Laden. Leise fragt er, ob es einen "Aufgeschobenen“ für ihn gebe. Sein Lächeln, als ihm die Verkäuferin diskret einen Becher zuschiebt, steckt an. Ich weiß jetzt sicher: Beim nächsten Mal kaufe ich auch zwei Kaffee, einen für mich und einen "aufgeschobenen“…

Autor: Carolin Ostrowski

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