Außergewöhnlich Wenn man einen Kindergarten in einem Pflegeheim eröffnet

Das Pflegeheim Providence Mount St. Vincent im US-amerikanischen Seattle ist gleichzeitig ein Kindergarten.
Im Pflegeheim Providence Mount St. Vincent gibt es viel Liebe - für alle Generationen.

Wenn Generationen aufeinandertreffen, meint man, es gäbe nicht viele Gemeinsamkeiten. Doch ein Pflegeheim im US-amerikanischen Seattle beweist: Genau das Gegenteil ist der Fall.

Im Altenpflegeheim Providence Mount St. Vincent leben rund 400 ältere Menschen - das hört sich erstmal nicht außergewöhnlich an. Was sie aber von anderen Pflegeheimen unterscheidet: An fünf Tagen in der Woche werden sie zu Omas und Opas - von rund 125 Kindern. 

Dabei handelt es sich um ein Programm des Pflegeheims, von dem sowohl die Bewohner als auch die besuchenden Kinder profitieren: Die Kleinen lernen viel darüber, wie es ist, zu altern, Menschen mit Schwächen zu akzeptieren, keine Angst vor alten Menschen zu haben und mit Menschen anderer Generationen umzugehen. Im Gegenzug erhalten sie vor allem eines: eine ganze Menge Liebe.

  Auch dieses Pflegeheim hat ein schönes Konzept:

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Die Teilnahme an diesem Programm, das sich in den letzten 25 Jahren zu einem besonderen Aushängeschild des Pflegeheims entwickelt hat, ist für alle Bewohner freiwillig - wird aber gern und oft wahrgenommen. Denn: Die älteren Menschen finden damit einen ganz neuen Sinn ihres Alltags, der auch so in diesem Pflegeheim auf die Bewohner individuell zugeschnitten ist. Aber die Vorbildfunktion für ein Kind einzunehmen, ist eine große Besonderheit. Und auch die körperliche Aktivität, die mit dem Spielen einhergeht, tut vielen Bewohnern gut: Sie tanzen, lachen und erfreuen sich an dem kindlichen Geist, den die Kleinen in ihr Heim bringen.

 

Ein Platz zum Leben - nicht zum Sterben

Das Projekt mit dem Namen Intergenerational Learning Center Programs (übersetzt: Generationenübergreifendes Lern-Programm) wurde 1991 ins Leben gerufen. Sein Zweck: den Bewohnern des Pflegeheims einen lebenswürdigen Alltag ermöglichen. Dem Personal ist viel daran gelegen, einen Ort zu schaffen, wohin die Menschen zum Leben kommen - nicht zum Sterben. Und was zelebriert das Leben mehr, als ein Kind heranwachsen zu sehen und es zu begleiten, wie es die Welt entdeckt? 

Video: Dieser Brief einer alten Frau geht direkt ins Herz

 
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