"Wir können das Schicksal ändern - alle sieben Jahre" Welchen Einfluss die Zahl Sieben auf das Leben hat

Inhalt
  1. Die Sieben entspringt dem Kosmos
  2. Die Zahl besitzt eine ganz spezielle Energie
  3. In uns steckt mehr, als wir denken
  4. In jungen Jahren: Wir entwickeln unsere Persönlichkeit
  5. In der Lebensmitte: Wir finden die wahre Berufung
  6. In reifen Jahren: Wir entdecken verborgene Talente

Höhen und Tiefen, Begegnungen und Trennungen - für jedes große Ereignis gibt es seine Zeit. Und der Zahl Sieben kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

"Über sieben Brücken musst du geh'n. Sieben dunkle Jahre übersteh'n. Sieben Mal wirst du die Asche sein, aber einmal auch der helle Schein." So sangen einst die Rockgruppe Karat und Peter Maffay. In diesem Refrain liegt die Hoffnung, dass nach Ablauf bestimmter Fristen eine bessere Zeit beginnt. Wenn es um das Schicksal geht, ist die Sieben eine magische Zahl. Sie hat Menschen zu allen Zeiten und in allen Kulturen fasziniert. Sie prägt unseren Alltag und verleiht ihm Rhythmus: Die Welt wurde in sieben Tagen erschaffen, ebenso viele Tage hat eine Woche. Es gibt sieben Weltwunder, sieben Zwerge im Märchen. Und dem Turteln im siebten Himmel folgt manchmal das verflixte siebte Jahr. Diese Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Aber woher kommt die besondere Stellung der Sieben? Und: Hat die magische Zahl für uns vielleicht mehr als nur eine symbolische Bedeutung?

 

Die Sieben entspringt dem Kosmos

Wissenschaftler vermuten, dass die Sonderstellung der Sieben unter anderem auf astronomischen Phänomenen beruht. In der Antike hielt man die mit bloßem Auge gut erkennbaren Planeten und Sterne für Wohnorte der Götter. Und derer gab es sieben: Sonne und Mond, mit den Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Selbst das Judentum und der Islam kennen sieben Himmel. Auch in der Geschichte des Christentums taucht die Zahl immer wieder auf: Das Vaterunser umfasst sieben Bitten. Wir kennen sieben Tugenden und ebenso viele Todsünden.

Ein weiterer Erklärungsversuch des verbreiteten Phänomens betrifft unsere Wahrnehmung. Der menschliche Schädel ist mit - ja, Sie lesen richtig - sieben Öffnungen ausgestattet: zwei Ohren (Hören), zwei Nasenlöchern (Riechen), zwei Augen (Sehen) und einem Mund (Schmecken). Diese Wahrnehmungsorgane sind also in einem gewissen Sinn unser Tor zur Welt.

Die Psychologie kennt eine weitere Variante zur Sonderstellung der Sieben: Vor über 300 Jahren untersuchte der britische Aufklärer John Locke die Auffassungsgabe Erwachsener und entdeckte dabei das sogenannte seven phenomenon, das Siebener-Phänomen. Er stellte bei seinen Studien fest, dass nahezu alle Versuchsteilnehmer sich nach dem kurzen Anblick mehrerer Gegenstände bis zu sieben Objekte merken konnten. Die chinesische Zahlensymbolik räumt der Sieben so große Macht ein, dass sie Einfluss nimmt auf die Entwicklung der Frau: Mit sieben Monaten kommen die Milchzähne, mit sieben Jahren verliert man sie. Mit zwei mal sieben Jahren ist man geschlechtsreif, mit sieben mal sieben Jahren unfruchtbar.

 

Die Zahl besitzt eine ganz spezielle Energie

Astrologie, Mathematik und Mystik sind ja schön und gut - aber spielt die Sieben auch in unserem Alltag eine Rolle? Die Autorin Penny McLean (68) ("Alles neu in 7 Jahren: Das Geheimnis der Lebensrhythmen", Knaur, 9,99 Euro, hier zu kaufen) glaubt fest daran, dass unser Leben in ein kosmisches Gesamtgeschehen eingebettet ist und einem schicksalhaften Sieben-Jahres-Rhythmus folgt. Darauf kam sie eher per Zufall, wie sie erzählt. "Mit Mitte 30 traf ich Leute wieder, die ich seit Ewigkeiten nicht gesehen hatte. Dafür gingen andere Beziehungen in die Brüche. Ich rechnete nach, stellte fest: Die Wiedersehen oder Trennungen meines Lebens erfolgten mit 14 und 21 Jahren Abstand." Genauso verhielt es sich auch mit dem beruflichen Werdegang der Numerologie-Expertin, die einst als Sängerin der Gruppe Silver Convention weltweit gefeiert wurde und sich sieben Jahre später der Esoterik zuwandte. Seither ist sie von der Energie der magischen Zahl überzeugt. Und weiß, wie wir Erfahrungen, die wir in Sieben-Jahres-Schritten machen, nutzen können.

 

In uns steckt mehr, als wir denken

Geht es nach dem Gesetz der Sieben-Jahres-Schritte, haben wir die Chance, uns immer neu zu erfinden - so wie die russische Steckpuppe Matroschka. Wie das Leben im Siebtelrhythmus verläuft, zeigen wir Ihnen im Video:

 
 

In jungen Jahren: Wir entwickeln unsere Persönlichkeit

Im ersten Jahrsiebt, also in den Lebensjahren von 0 bis 7, steht das Wachsen im Vordergrund. Von Geburt an sind die kleinen Persönlichkeiten zwar mit unverwechselbaren genetischen Veranlagungen ausgestattet. Doch um sich in der Welt zurechtzufinden, kopieren sie das Verhalten ihrer Umgebung. Begierig nehmen sie alles auf, was um sie herum geschieht. Das ändert sich im zweiten Jahrsiebt von 7 bis 14, mit der beginnenden Pubertät. Heranwachsende wenden sich ihrem Inneren zu. Sie reagieren jetzt gefühlsmäßig auf alles, was sie umgibt. In diesem Alter prägt sich das Mitempfinden aus. Hänseleien in der Schule müssen bewältigt werden. Aus kleinen Egoisten werden langsam Jugendliche auf der Suche nach Orientierung und Halt, auch jenseits des Elternhauses. Wie wohl alle Eltern wissen, ist das der erste Schritt in die Unabhängigkeit. Zwischen 14 und 21 Jahren entwickeln wir in der Pubertät unsere Persönlichkeit, ziehen dann als junger Twen in den Jahren zwischen 21 und 28 Jahren aus, um die Welt zu erobern. Von 28 bis 35 gehen wir tiefere Bindungen zum Partner ein; viele gründen jetzt ihre Familie. Außen - innen. Innen - außen. Diesem Rhythmus folgen auch die späteren Jahrsiebte, oder "Septennien", wie Autorin Penny McLean sie nennt. "Ein bisschen so wie die biblischen sieben fetten und sieben mageren Jahre. Die mageren Jahre geben uns die Chance, den Blick nach innen zu richten, unser Potenzial anzuschauen. Wenn wir uns unserer Lernaufgaben bewusst sind, dann werden wir in den folgenden sieben Jahren dafür belohnt."

 

In der Lebensmitte: Wir finden die wahre Berufung

Zwischen 35 und 42 Jahren ist die Zeit der Revolution gekommen. Die innere Stimme meldet sich im sechsten Jahrsiebt zu Wort. Alle gesammelten Erfahrungen werden überprüft. Wer jetzt genau hinhört und hinsieht, erhält in diesem Lebens abschnitt die Chance, seine wahre Berufung zu erkennen - und noch mal neu zu beginnen. Auch Penny McLean legte in dieser Phase den Grundstein für ihre zweite Karriere. Die "beste Zeit des Lebens" fällt in die Phase zwischen 42 und 49. Viele Frauen haben jetzt das Gefühl, angekommen zu sein. Andere spüren, wie lange Verdrängtes ins Bewusstsein rückt. Sie stellen sich ihren Ängsten, erkennen ihre Wünsche und brechen mit dem Mut zur Verwirklichung in eine neue Lebenszeit auf.

 

In reifen Jahren: Wir entdecken verborgene Talente

In die Jahre zwischen 49 und 56 fällt gemeinhin der biologische Prozess der Wechseljahre. Auch wenn wir Vokabeln dann weniger leicht lernen und die Konzentration nachlässt - jetzt vollzieht sich auf geistiger Ebene ein Wechsel. Wir erhalten Antworten auf unser bisheriges Leben. Wir ernten, was wir gesät haben. Das, was wir jetzt in den Händen halten und in unser Herz geschlossen haben, ist unser Zukunftskapital. Schwächen, denen wir uns in der Vergangenheit gestellt haben, verwandeln sich in Stärken. Wir werden zu Vorbildern für Jüngere, weil wir nicht mehr nur darauf bedacht sind, eine möglichst gute Figur abzugeben, sondern den Mut haben, unser wahres Gesicht zu zeigen. In der Phase zwischen 56 und 63 Jahren beginnt die Zeit der Weisheit.

Jetzt sind Geist und Seele spürbar stärker als unser Körper. Viele scheiden aus dem Job aus - und entdecken eine neue Freiheit in ihrem Leben. Doch erst bei den Endsechzigern hat sich diese Wandlung wirklich vollzogen. Häufig erwachen dann scheinbar verlorene Träume und Talente aus ihrem Dornröschenschlaf. Von 63 bis 70 beginnt für viele eine Phase der Spiritualität. Wir lernen, in anderen Dimensionen zu denken und zu fühlen - und geben gleichzeitig etwas weiter an jene, die nach uns kommen. "Entscheidend für einen Entwicklungsprozess ist, dass man anstehende Aufgaben angeht", sagt Penny McLean. Unser Schicksal ist nicht in Stein gemeißelt. Jedes Jahrsiebt schenkt uns die Chance, Neues zu lernen, Einstellungen zu korrigieren und Ziele zu erreichen. Was für schöne Aussichten!

(Quelle: Bella)

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