Stark in die Zukunft Warum Frauen über 50 Krisen besser meistern

Warum Frauen über 50 Krisen besser meistern
Frauen in der Lebensmitte haben Dinge eher fest im Blick, als jüngere.
Inhalt
  1. So werden Sie resilienter, um besser mit Krisen umzugehen
  2. Das Ich schätzen lernen
  3. Warum Frauen über 50 immer stärker werden
  4. Leicht durchs Leben gehen? Können Sie lernen!

Manche zerbrechen an einer Lebenskrise. Andere finden dadurch zu sich selbst. Warum gerade Frauen über 50 an Krisen wachsen.

Sie wollen am liebsten immer alles unter Kontrolle haben. Wollen stark und erfolgreich auftreten. Nur ja keine Schwächen oder Erschöpfungszustände eingestehen. Doch bei Schicksalsschlägen, Krisen oder Enttäuschungen geraten Sie doch schnell mal an Ihre Grenzen: Kontrollverlust droht. Damit Sie in solchen Momenten nicht verzweifeln, brauchen Sie innere Stärke: Resilienz ist jetzt das Zauberwort - es bedeutet psychische Widerstandsfähigkeit. Die können Sie zwar nicht herzaubern, aber Mechanismen zur Bewältigung von Krisensituationen für sich finden.

 

So werden Sie resilienter, um besser mit Krisen umzugehen

Das funktioniert nicht wie das Lernen einer Sprache. Sie können sich aber selbst trainieren, damit Sie sich besser, stabiler und gesünder fühlen. Wie? Wenn Sie im Alltag immer nur funktionieren, vor Ihren Problemen davonlaufen und Gefühle verdrängen, blockiert Sie das. Was Sie resilient macht, ist das Gefühl, sich selbst in jeder Situation - ob gut oder schlecht - zu spüren! Dazu müssen Sie sich aber Ihrer Gefühle überhaupt erst einmal bewusst sein: Denn Resilienz ist eben die Fähigkeit, sich selbst in allen Lebenslagen aushalten zu können.

 

Das Ich schätzen lernen

Mit anderen sind Sie immer so schön mitfühlend. Warum eigentlich nicht mit sich? Sie sollten grundsätzlich feinfühliger mit sich selbst umgehen, auf Signale achten, die darauf hin weisen, dass Sie sich verändern! Sind Sie ständig müde und können trotzdem nicht schlafen? Haben Sie keine Lust mehr, andere Menschen zu treffen? Empfinden Sie keine Freude mehr? Das können depressive Episoden sein, denen Sie entgegenwirken können. Wie? Sie sollten auf enge Freunde oder die Familie bauen, Ihr Herz ausschütten, sagen: "Hallo, ich brauche gerade mal jemanden!" Außerdem ist es wichtig, sich zu bewegen. Am besten jeden Tag in der Natur. Ein Spaziergang in der Herbstluft belebt Körper, Geist und Seele.

Lesen Sie hier, wie ein Spaziergang im Wald die Seele reinigt:

10 Gründe: Warum ein Waldspaziergang so gesund ist
Erholung

Gesund im Wald

Die vielfältige Kraft des Waldes - und ihr Wirken.

 

Warum Frauen über 50 immer stärker werden

Wenn Sie in eine Krise geraten, können Sie damit in diesem Alter besser umgehen als in jungen Jahren. Das seelische Immunsystem ist viel besser ausgebildet. Durch Erfahrungen versuchen Sie automatisch, eine Sinnhaftigkeit zu entdecken! Sie hadern nicht mehr so intensiv mit Ihrem Schicksal, verteilen die Schuld auf blöde Lehrer, doofe Eltern oder einen fiesen Freund. Heute sagen Sie: Wer weiß, wozu es gut ist? Sie haben schon so viel erlebt, dass Sie die Krise als Chance begreifen, wissen: Jetzt können Sie Ihr Leben noch ändern! Sie können Dinge annehmen - statt gegen sie anzukämpfen. Das ist gut so. 

 Auch manche Vierbeiner stärken uns - im Video mehr dazu (Artikel wird unter dem Video fortgesetzt):

 
 

Leicht durchs Leben gehen? Können Sie lernen!

Helen Heinemann ist Leiterin des Instituts für Burn-out-Prävention in Hamburg. Die Expertin rät: Nur nicht immer alles allein machen, auch Aufgaben an andere abgeben! Sie erklärt, wie Sie mit den Gefühlen der Überforderung umgehen können, zum Beispiel wenn Sie sich um Ihre Lieben kümmern müssen.

Gerade als pflegende Angehörige fühlen wir uns oft überlastet

Heinemann: "Sie haben das Gefühl, mit Ihren Problemen allein zu sein: Niemand hilft uns, immer müssen wir alles organisieren. Was hilft? Selbst anerkennen, was Sie leisten. Oft haben Sie bei der Pflege Ihrer Lieben auch das Gefühl einer mangelnden Wirksamkeit. Aber Sie dürfen zufrieden sein mit dem, was Sie täglich leisten. Und wenn es doch zur Belastung wird: konkret Unterstützung fordern! Das funktioniert nur, wenn Sie alle Angehörigen mit ins Boot holen. Also: bestimmen, dass sich jeder kümmern muss. Beispiel: Meine Mutter ist dement. Ich habe eine WhatsApp-Gruppe für meine Familie eingerichtet und festgelegt, dass jeden Tag ein anderer meine Mutter anrufen muss. Dann wird in die Gruppe geschrieben, wie es Mama geht. Jeder ist up to date und kann bei Bedarf helfen."

5 Fragen, denen wir uns ehrlich stellen sollten

Was ist mir wichtig?

Prioritäten setzen: Gesundheit, Partnerschaft, Familie, Freunde - das zählt vor allem! Und nicht der kleine Alltagsärger, über den wir uns viel zu schnell und oft aufregen.

Worauf möchte ich im Alter zurückblicken?

Unsere Träume und Wünsche nicht unerfüllt lassen! Es ist nie zu spät für einen Neuanfang.

Bin ich stolz auf mich selbst?

Wenn wir viel gemeistert und geleistet haben, dürfen wir uns auch mal selbst lobend auf die Schulter klopfen.

Was habe ich erreicht - und was erwartet mich noch?

Mit jeder Veränderung wachsen wir.

Wie gehe ich mit Schicksalsschlägen um?

Keiner ist vor Krisen geschützt. Oft haben wir schon einige erlebt. Wir lernen, dass sie unserem Leben auch einen Sinn geben - und wir sind stark und fit für unsere Lieben, wenn sie uns brauchen.

Buch-Tipp: Helen Heinemann sucht die Gründe der Erschöpfung: "Warum Stress glücklich macht", 17,99 Euro, adeo-Verlag, hier zu kaufen.

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