Abschied nehmen Tierbestattung: Was muss ich wissen?

Tierbestattung: Was sie wissen sollten, wenn das geliebte Tier über die Regenbogenbrücke geht
Was sind die Möglichkeiten, wenn das geliebte Haustier den Weg über die Regenbogenbrücke antritt?
Inhalt
  1. Darf ich mein Tier unter seinem Lieblingsbaum im Wald begraben?
  2. Das Tier im Garten beerdigen - was ist erlaubt?
  3. Eine professionelle Tierbestattung - was sind die Optionen?
  4. Ich möchte keines dieser Dinge - was nun?
  5. Die Trauer verarbeiten

Eine angemessene Tierbestattung soll uns das Abschiednehmen vom geliebten Haustier leichter machen. Aber was sollte man dazu wissen?

Auch wenn wir den Gedanken gern verdrängen: Eine Tierbestattung wird irgendwann zum Thema werden, wenn unser kleiner Liebling den Weg über die Regenbogenbrücke antritt. Es ist gut, sich bereits früh genug mit den Optionen zu beschäftigen - denn wenn der Trauerfall eintritt, ist man dazu oft emotional nicht in der Lage. Deshalb haben wir alle wichtigen Antworten auf Fragen rund um das Thema Tierbestattung zusammengefasst:

 

Darf ich mein Tier unter seinem Lieblingsbaum im Wald begraben?

Auch wenn mit der Lieblings-Gassi-Route des Hundes viele schöne Erinnerungen für die Ewigkeit bleiben: Eine Beerdigung des Tieres ist hier nicht erlaubt. Nach dem Tierkörperbeseitigungsgesetz stellt das Begraben des Tieres beispielsweise im Wald eine Ordnungswidrigkeit dar, bei der Bußgelder von bis zu 15.000 Euro drohen.

 

Das Tier im Garten beerdigen - was ist erlaubt?

Grundsätzlich ist die Bestattung auf dem eigenen Grundstück eine legale Alternative zur Beerdigung im Wald - und auch hier hat sich ihr Haustier vermutlich gern aufgehalten. Immerhin ist der heimische Garten ein Ort, zu dem Sie einen persönlichen Bezug haben und an dem Sie Ihr verstorbenes Haustier immer "zu Hause" wissen. 

Hier ist zu beachten: Für die Beerdigung größerer Tiere bedarf es einer Genehmigung des zuständigen Veterinäramtes. Kleine Tiere dürfen auch ohne Zustimmung im eigenen Garten bestattet werden. 

Allerdings sollten Sie dies beachten, wenn Sie das Haustier auf dem eigenen Grundstück beerdigen wollen:

  • Das Tier darf nicht an einer meldepflichtigen Krankheit verstorben sein.
  • Zwei Meter Entfernung zwischen öffentlichen Wegen und der Beerdigungsstätte müssen eingehalten werden.
  • Das Grab darf sich nicht auf einem Grundstück befinden, das zu einem Wasser- oder Naturschutzgebiet gehört.
  • Das Tier muss mindestens einen halben Meter tief begraben liegen und mit viel Erde bedeckt werden.
  • Der Körper des Tieres muss in leicht verrottendes Material gebettet werden (zum Beispiel eine Wolldecke).
     
 

Eine professionelle Tierbestattung - was sind die Optionen?

Wer keinen eigenen Garten besitzt, seinem Haustier dennoch eine besondere Ruhestätte schaffen möchte, hat die Möglichkeit einer professionellen Tierbestattung.

Tierfriedhof

Zum Beispiel gibt es Friedhöfe, auf denen ausschließlich Tiere begraben werden. Deutschlandweit gibt es derzeit rund 120 Tierfriedhöfe, auf denen Haustieren die letzte Ehre erwiesen wird. 

Tierbesitzer haben die Wahl, ihr verstorbenes Haustier entweder einzeln oder in einem Sammelgrab beerdigen zu lassen. Die Kosten hierfür liegen zwischen 100 und 300 Euro zuzüglich der Kosten für die Grabmiete.

Einäscherung

Eine Feuerbestattung ist in vielen Kulturkreisen ein spiritueller Ritus: Das Feuer sendet einen leuchtenden Energiefluss, feindstoffliche Körper verlassen den Leichnam und übrig bleibt die Asche, mit der positive Erinnerungen erhalten bleiben.

Spezielle Tierkrematorien bieten die Möglichkeit, auch Haustiere einäschern zu lassen. Dabei wird zwischen Einzel- und Sammel-Einäscherungen unterschieden. Dies schlägt sich auch im Preis nieder: Eine Einzel-Einäscherung kostet zum Beispiel bei der ANUBIS-Tierbestattung je nach Größe des Tieres zwischen 78 und 309 Euro. Eine Sammel-Einäscherung liegt preislich zwischen 28 und 210 Euro. 

Wie mit der Asche des Haustieres verfahren werden soll, entscheidet der Tierbesitzer selbst: Er kann sie in einer Urne mit nach Hause nehmen, sie selbst verstreuen oder sie verstreuen lassen. Wer einen vom Zuhause separierten Ort zum Trauern schaffen möchte, kann die Urne auf einem Tierfriedhof begraben lassen. 

Unterstützung vom Tierbestatter

Ein Trauerfall kann schnell überfordern. Unterstützung finden Sie bei versierten Tierbestattern. Von der Beratung über Bestattungs-Optionen, über rechtliche Fragen, bis hin zur Trauerhilfe ist er der Ansprechpartner, wenn Ihr Haustier die Reise über die Regenbogenbrücke antritt. 

Im Interview mit Liebenswert sprechen die Tierbestatter Sibylle und Jürgen Schnell darüber, wie ein Tier würdig verabschiedet werden kann, wie es hilft, mit Trauer umzugehen und welche Geschichte ihm selbst, trotz jahrelanger Berufserfahrung, nahe ging. 

 

Ich möchte keines dieser Dinge - was nun?

Manchmal kann es zur Trauerbewältigung auch nötig sein, nicht durch eine Gedenkstätte an den Abschied des Tieres erinnert zu werden. Für viele Menschen ist die Erinnerung an das Tier ausreichend - und notwendig - um mit dem Tod umzugehen. Für diesen Fall gibt es die Möglichkeit, das verstorbene Haustier zu einer kommunalen Tierkörperbeseitigungsanlage zu bringen oder es abholen zu lassen. Auch Tierärzte lassen eingeschläferte Tiere dorthin bringen, wenn deren Besitzer sie nicht zur Bestattung mit nach Hause nehmen möchten. Die Kosten für den Dienst der Tierkörperbeseitigungsanlage liegen bei rund 20 Euro. 

 

Die Trauer verarbeiten

Ein wichtiger Punkt, der mit der Tierbestattung einhergeht: Die Trauer über den Verlust des Haustieres kann uns härter treffen, als wir denken. Ein Teil unseres Lebens verlässt uns - und hinterlässt eine Lücke, die so schnell nicht gefüllt werden kann. Eine angemessene Bestattung des Tieres hilft ungemein, den Abschied zu realisieren und besser zu verarbeiten. Aber nicht nur das Begräbnis des Tieres ist wichtig: Auch emotional müssen Sie den Prozess der Aussicht auf ewige Trennung durchleben. Lesen Sie hier weiter, was Ihnen dabei helfen kann: Mit dem Tod eines Tiere umgehen lernen

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