Angsterkrankung Schwindel ist oft psychisch bedingt

Schwindel als Symptom psychischer Erkrankungen.
Schwindel kann psychische Ursachen haben.
Inhalt
  1. Was ist die Ursache?
  2. Wie entsteht der Teufelskreis?
  3. Wann kommt der Schwindel wieder?
  4. Wie wird die Diagnose gestellt?
  5. An wen kann ich mich wenden?
  6. Welche Therapie hilft?

Einer der häufigsten Gründe für einen Arztbesuch sind Schwindelgefühle. Bei jedem dritten Patienten sind die Ursachen dabei nicht körperlich, sondern psychisch bedingt. Der Phobische Schwankschwindel ist sehr belastend und bis zur Diagnose oft mit einer langen Arzt-Odyssee verbunden.

 

Was ist die Ursache?

Der phobische Schwankschwindel geht häufig Hand in Hand mit einer Angsterkrankung. Beim Überqueren einer hohen Brücke, in einer großen Menschenmenge oder bei einem Auftritt zeigt sich der Schwindel neben den klassischen Angstsymptomen, wie Herzrasen und Schweißausbrüchen. Der Schwindel kann sogar das alleinige Merkmal für die Stresssituation sein. Auch Depressionen oder psychische Belastungen wie Trennung oder Konflikte können die Attacken auslösen. Manchmal bleibt nach einem organischen Schwindel, wie zum Beispiel einem Lagerungsschwindel, die Verunsicherung bei Betroffenen so groß, dass das Schwindelgefühl weiter empfunden wird, obwohl organisch wieder alles in Ordnung ist.

 

Wie entsteht der Teufelskreis?

Die negative Erfahrung des Schwindels führt zu einer stärkeren Selbstbeobachtung.

 

Wann kommt der Schwindel wieder?

Durch die Fokussierung auf jede mögliche Gang- und Standunsicherheit kann sich nach und nach eine psychologische Fehlkonditionierung entwickeln. Die Betroffenen reagieren stärker auf kurzzeitige Gleichgewichtsstörungen. Dann schießen sie in ihrem Versuch, Unsicherheiten auszugleichen, über das Ziel hinaus. Sie verursachen den Schwindel damit unbewusst selbst.

 

Wie wird die Diagnose gestellt?

Wichtige Erkennungsmerkmale: Der phobische Schwankschwindel bessert sich durch Bewegung und hat keine Begleiterscheinungen wie Erbrechen, Übelkeit oder Wahrnehmungsstörungen. Auch unter Alkoholeinfluss bessern sich die Symptome. Neurologische Untersuchungen sind in der Regel unauffällig. Messbar sind jedoch überhöhte Gleichgewichtsschwankungen im Ruhezustand, die durch gezielte Ablenkung besser werden.

 

An wen kann ich mich wenden?

Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt. In Absprache und zur genauen Abklärung sind weitere Untersuchungen beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt und Neurologen empfehlenswert. Spezielle Schwindel-Sprechstunden und Schwindel-Ambulanzen bieten sehr umfangreiche Testverfahren.

 

Welche Therapie hilft?

Das Wissen, dass der Schwindel keine organische Ursache hat, ist für die meisten Betroffenen eine große Erleichterung. Die beste Medizin gegen den Schwindel gibt es nicht in Tablettenform. Die wichtigste Aufgabe ist es, sich dem Schwindel zu stellen und den Umgang damit zu üben. Sinkt die Angst, bessern sich automatisch die Symptome. Hilfreich dabei: sportliche Bewegung zur Stärkung des Körpergefühls und das Erlernen von Entspannungstechniken. Bei bestehender Angsterkrankung oder einer Depression kann eine Verhaltenstherapie sehr sinnvoll sein. Eine Adressdatenbank mit regionaler Suche bietet der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen im Internet.

 

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