Richtige Behandlung Schmerzen lindern: Wann hilft Kälte, wann Wärme?

Schmerzen können mit Hilfe von Kälte- und Wärmebehandlungen gelindert werden, doch was hilft in welcher Situation?
Sehnenscheidenentzündungen sind schmerzhaft, doch wie kann dieses Leiden eher gelindert werden: mit Hilfe von Kälte- oder Wärmebehandlungen?
Inhalt
  1. Mit Eis gegen Sehnenscheidenentzündung
  2. Kälte hilft bei Verstauchungen und Zerrungen
  3. Arthritis und Rheuma mit Wärme behandeln
  4. Mit Hitze gegen abgeklungene Schwellungen

Wenn Sie von stechendem Schmerz geplagt werden, ist schnelle Hilfe gefragt. Die kann häufig in Form von Kälte- oder Wärmebehandlungen erfolgen, doch dafür sollten Sie wissen, welche Temperatur wann die richtige ist.

Ab unter die Wärmelampe oder doch lieber einen Eisbeutel auflegen? Wenn Ihnen etwas wehtut, ist es keineswegs egal, für welche dieser Methoden Sie sich entscheiden: Je nach Schmerz kommt Ihnen nämlich entweder nur Kälte oder nur Hitze zugute, weil sich beides anders auf Ihren Organismus auswirkt.

Wärme fördert die Durchblutung und entspannt das Muskelgewebe, Kühlungen dagegen verengen die Blutgefäße. Sie stoppen Schwellungen und hemmen Entzündungen. Als Faustregel können Sie sich merken: Akuter, plötzlicher Schmerz sollte mit Kälte behandelt werden, chronische Schmerzen und jene der inneren Gefäße dagegen mit Hitze. Doch wie sieht es im Einzelfall aus?

VIDEO: Ischias eingeklemmt - so lässt der Schmerz nach

 
 

Mit Eis gegen Sehnenscheidenentzündung

Diesen Schmerzen, die meist durch Überbelastung (zum Beispiel beim Sport) entstehen und häufig an Handgelenk, Ellenbogen, Schulter oder Knie auftreten, sollten Sie mit Kälte entgegenwirken. Kühlen Sie die betroffene Stelle zum Beispiel mit Eisspray oder Kompressen, die Sie allerdings nie direkt aus dem Gefrierfach auf die Haut legen sollten. Legen Sie ein dünnes Tuch dazwischen, um Unterkühlungen zu vermeiden.

 

Kälte hilft bei Verstauchungen und Zerrungen

Bevor eine Schwellung entsteht, können Sie die schmerzende Stelle vorbeugend mit Eis kühlen. Bei einer plötzlich aufgetretenen Verletzung wie zum Beispiel einem verstauchten Knöchel hilft es am besten, wenn Sie das so schnell wie möglich tun und Ihren Fuß hochlegen. Auch Muskelzerrungen sollten direkt gekühlt werden. Tipp: Wechseln Sie das Auflegen von Kompressen in einem Abstand von zehn Minuten mit einer Ruhepause ab, bevor Sie wieder mit dem Kühlen beginnen.

 

Arthritis und Rheuma mit Wärme behandeln

Wenn Ihre Gelenke chronisch schmerzen, sollten Sie dem mit feuchter Hitze entgegenwirken. Tauchen Sie einen Waschlappen in heißes Wasser und halten es über die betroffene Stelle. Das entspannt Ihren Körper.

 

Mit Hitze gegen abgeklungene Schwellungen

Haben Sie akute Verletzungen bereits mit Eis behandelt, können Sie bei Rückgang der Schwellung noch mit Wärme nachhelfen. Sie wird dafür sorgen, dass sich Muskeln und Sehnen wieder entspannen und der Heilungsprozess besser voranschreitet.

Beachten Sie allerdings trotz all dieser Tipps: Werden die Schmerzen nicht innerhalb weniger Tage besser, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

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