Therapien & Co. Schlechter Schlaf im Alter: Störungen & Behandlungsmöglichkeiten

Schlechter Schlaf im Alter: Diese Krankheiten gibt es.
Schlechter Schlaf im Alter kann eine Krankheit als Ursache haben.
Inhalt
  1. Schlechter Schlaf im Alter: Krankheit?
  2. Schlafapnoe
  3. Schlafphasensyndrom
  4. Syndrom der ruhelosen Beine
  5. Periodische Bewegungen der Gliedmaßen
  6. Wann sind Schlaftabletten nützlich?
  7. Hilfe für Betroffene

Schlechter Schlaf ist nicht nur im Alter für die betroffenen Menschen eine Qual. Es gibt diverse Schlafstörungen, die man voneinander unterscheidet. Wie man sie erkennt und welche Therapiemöglichkeiten es gibt:

 

Schlechter Schlaf im Alter: Krankheit?

Insomnien sind Störungen des Schlafes. Hinter einem lang anhaltenden schlechten Schlaf können im Alter und auch in jungen Jahren Krankheiten stecken. Schlafstörungen können also nicht nur als Begleiterscheinungen von anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel Demenz auftreten und diese als Ursache haben, sondern selbst als Krankheit auftreten. Diese unterscheiden sich in ihren Symptomen.   

 

Schlafapnoe

Symptome

Jeder vierte über 60-Jährige leidet laut Patientenratgeber der deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) an einer Schlafapnoe. Die betroffene Person leidet in der Nacht immer wieder unter kleinen Atemaussetzern. Daher holen Erkrankte in der Nacht laut Luft. Dies bleibt von Schlafapnoe-Geplagten oftmals unbemerkt, sie klagen nicht über schlechten Schlaf, doch sie wundern sich am nächsten Morgen über eine große Müdigkeit und Konzentrationsschwächen. Bei einer Schlafapnoe unterscheidet man zwischen obstruktiver und zentraler Schlafapnoe. Letzterer fehlt das laute Schnarchen als Erkennungssymbol. Häufig wird die obstruktive Schlafapnoe vom Partner erkannt, der durch das typische laute Schnarchen keine Nachtruhe bekommt.

Behandlung

Betroffene sollten sich – wie bei jeder anderen Erkrankung auch – an ihren Arzt wenden und den Schlaf und die Atmung untersuchen lassen. Je nach Schweregrad kann der behandelnde Arzt dann eine Therapie gegen die Atemaussetzer ansetzen. Bei leichteren Verläufen der obstruktiven Schlafapnoe kann schon der Verlust von Körpergewicht Besserung bringen. Oder Sie probieren eine andere Schlafposition aus.

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Schlafphasensyndrom

Symptome

Ein schlechter Schlaf kann zum Beispiel dadurch entstehen, dass ältere Menschen ihre Schlafphasen verändern. Das Syndrom der vorverlagerten Schlafphase beschreibt eine Störung, die zu einem sehr frühen Zubettgehen führt. Dementsprechend früh wachen Betroffene aber wieder auf – oft zu Uhrzeiten, zu denen Sie am sozialen Leben (noch) nicht teilhaben können. Abends, wenn Veranstaltungen und Co. stattfinden, sind sie wieder extrem müde und haben das Verlangen, ins Bett zu gehen.

Behandlung

Eine eigenständige Verlagerung der Schlafphase bringt bei vielen Betroffenen keine gewünschte Veränderung – laut DGSM. Stattdessen wird eine Lichttherapie empfohlen. Diese soll die innere Uhr der Patienten wieder ins Gleichgewicht bringen, so dass Müdigkeit erst später am Abend eintritt und länger geschlafen werden kann.

 

Syndrom der ruhelosen Beine

Symptome

Auch das sogenannte Restless-Legs-Syndrom (Wittmaack-Ekbom-Syndrom) kann zu schlechtem Schlaf und unruhigen Nächten führen. Die Erkrankten spüren in ihren Beinen ein unangenehmes Kribbeln oder Ziehen, das ihnen den Schlaf raubt. Die Symptome treten nämlich primär in Ruhephasen auf.

Behandlung

Das Syndrom der ruhelosen Beine wird von einem Arzt nach Untersuchungen und Beobachtungen des Schlafes festgestellt. Dieser kann Medikamente zur Behandlung einsetzen.

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Periodische Bewegungen der Gliedmaßen

Symptome

Eine weitere schlafbezogene Bewegungsstörung beschreibt das „Periodic Leg Movements“-Syndrom (Periodische Bewegungen der Gliedmaßen). Hier kommt es im Schlaf in regelmäßigen Abständen zu Zuckungen. Diese sind gehäuft in den Zehen und Beinen zu beobachten. Jedoch bekommt der Betroffene davon oftmals gar nichts mit, fühlt sich am nächsten Tag aber bei besonders hoher Frequenz der nächtlichen Zuckungen nicht erholt und stattdessen müde. Laut des Schlafmedizinischen Zentrums München ist der „tatsächliche Krankheitswert des Phänomens aber umstritten, insbesondere da es bei circa 20-40 Prozent der Über-60-Jährigen und häufig auch bei subjektiv Schlafgesunden nachweisbar ist.“

Behandlung

Ob die periodischen Bewegungen der Gliedmaßen bei Ihnen zu schweren Schlafstörungen führen, kann ein Mediziner mit Beobachtungen im Schlaflabor herausfinden. Als Therapie können Medikamente gegeben werden. 

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Wann sind Schlaftabletten nützlich?

Bei Schlafproblemen denke viele sofort an Linderung durch Schlaftabletten. Doch damit behandelt man selten die eigentlichen Ursachen von Schlafstörungen. Wie zum Beispiel zu wenig Tageslicht. Bevor man also zur Schlaftabletten greift, sollte man sich dringendst ärztlichen Rat suchen und die Ursachen abklären.

 

Hilfe für Betroffene

Schlafstörungen bringen neben den körperlichen Auswirkungen vor allem psychische Belastungen mit sich. Wer ständig unter schlechtem Schlaf leidet, spürt eine enorme Belastung. Das Gedankenkarussell dreht sich, es wird nach Ursachen gesucht. Falls Verbesserungen nicht schnell eintreten, spielen sich wieder negative Gedanken ab, die wiederrum zu schlechterem Schlaf führen können. Damit Betroffene von Schlafstörungen sich austauschen können, gibt es organisierte Selbsthilfegruppen. Hilfe finden Sie zum Beispiel beim Allgemeinen Verband Chronische Schlafstörungen Deutschland E.V. oder dem Bundesverband Schlafapnoe und Schlafstörungen Deutschlands e.V. Weitere Ansprechpartner finden Sie auf der Website der DGSM.

Video: Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer

 
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