Schlaflose Nächte Schlechter Schlaf im Alter: Diese Ursachen sorgen für Unruhe in der Nacht

Schlechter Schlaf im Alter: Das sind die Ursachen.
Ein schlechter Schlaf kann auf Dauer zur Zerreißprobe werden.
Inhalt
  1. Schlechter Schlaf im Alter: Irrtümer
  2. Wann ist schlechter Schlaf krankhaft?
  3. Ursachen für schlechten Schlaf im Alter
  4. Schlafstörungen durch Krankheiten

Schlechter Schlaf ist nicht nur nervig, sondern dauerhaft nicht gesund. Welche Ursachen gibt es für Schlafstörungen im Alter?

Schlafstörungen kennen viele Gesichter: Ob man einfach nicht einschlafen kann, nachts unruhig aufwacht oder morgens viel zu früh nicht mehr weiterschlafen kann, unangenehm sind alle Phänomene. Im Alter beklagen sich besonders viele Menschen über schlechten Schlaf. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Außerdem gibt es viele falsche Vorstellungen von Schlaf im Alter.

 

Schlechter Schlaf im Alter: Irrtümer

Der größte Irrglaube besagt, dass ältere Menschen weniger Schlaf bräuchten als jüngere Personen. Die deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) spricht dagegen: „Die weit verbreitete Ansicht, ältere Menschen benötigen weniger Schlaf als jüngere Menschen, ist falsch. Die alterstypischen Veränderungen des Schlafes mit einem weniger durchgehenden Schlaf können jedoch durch den frei gestaltbaren Tagesablauf älterer Menschen in der Regel leichter kompensiert werden.“

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Demnach benötigen ältere Menschen ebenfalls sechs bis acht Stunden erholsamen Schlaf, um tagsüber fit zu sein. Warum also stehen so viele Menschen im Alter bereits deutlich früher auf? Die Antwort liegt oftmals darin, dass sich der Schlafrhythmus geändert hat. Die Zubettgeh-Zeiten verfrühen sich. Wer bereits um 22 Uhr die Augen schließt, kann um fünf Uhr bereits mit sieben Stunden Schlaf seine optimale Schlafenszeit erreicht haben. Da um diese Uhrzeit aber selten ein sozialer Austausch möglich ist, es sei denn der Partner wacht ebenfalls so früh auf, kann das frühe Aufwachen als unangenehm und belastend empfunden werden.

 

Wann ist schlechter Schlaf krankhaft?

Die DGSM schreibt, dass „deutliche“ Abweichungen von den „altersbezogenen Normalwerten“ für eine Schlafstörung sprechen. Sobald die Symptome wie Schlaflosigkeit länger als vier Wochen andauern, „ergibt sich hieraus die Notwendigkeit einer weiteren Abklärung und Behandlung.“

Wer unter Müdigkeit, Schlafmangel und ähnlichem leidet, kann ein Tagebuch führen, um seine Probleme schriftlich festzuhalten. So lassen sich gegebenenfalls Muster oder bestimmte Störungen erkennen.

 

Ursachen für schlechten Schlaf im Alter

Der Schlaf verändert sich mit zunehmendem Alter. Das liegt daran, dass sich der Anteil der Tiefschlafphasen verringert beziehungsweise sich die Phasen häufig verkürzen. Da dieser aber besonders wertvoll für den Erholungsfaktor ist, fühlen sich Menschen mit mangelndem Tiefschlaf schlapper und müder.

Wie bereits erwähnt, ändern sich im Alter durch veränderte Lebenssituationen bei vielen Menschen die Schlafgewohnheiten. Mit dem Eintritt ins Rentenalter fallen beispielsweise einige Strukturen des Alltags weg. Ältere Menschen verfügen oftmals über Zeit am Tage, um ein sogenanntes „Nachmittagsschläfchen“ zu machen. Dies kann der inneren Uhr unzuträglich sein. Stattdessen lieber nur in der Nacht ins Bett gehen.

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellte jüngst die Ergebnisse einer Studie des Projekts „Insomnia“ vor, die Schlafstörungen bei älteren Menschen in Pflegeheimen untersucht hat. Laut den Ergebnissen spielt bei schlechtem Schlaf auch eine „mangelnde körperliche Bewegung und fehlende geistige Beschäftigung“ eine Rolle.

In der gestiegenen Empfindlichkeit lassen sich ebenfalls Ursachen finden. „Im Alter reagiert man viel empfindlicher auf äußere Störfaktoren als in jungen Jahren“, erklärt das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen auf seiner Webseite. „Ein zu warmer Schlafraum, ein schnarchender Partner oder eine zu weiche Matratze – Dinge, die man in der Lebensmitte leicht ertragen hat, können im Alter plötzlich schlafraubend wirken.“

 

Schlafstörungen durch Krankheiten

Viele Krankheiten, ob altersbedingt oder nicht, sind Auslöser von Schlafproblemen oder haben diese als Nebenwirkungen. Demenzkranke klagen häufig über nächtliche Unruhe. Einige verlieren ihren gesunden Tag-Nacht-Rhythmus. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. schreibt dazu: „Vereinsamte und isoliert lebende Patienten mit einer Demenz ziehen sich nicht selten in Tagesschlaf zurück. Sie verursachen eine Umkehr ihres Schlaf-­Wach-Rhythmus und schlafen tagsüber, während sie nachts wach sind.“ Außerdem sind Ängste, Orientierungsstörungen und die depressiven Verstimmungen als Ursachen für schlechten Schlaf zu nennen.

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Auch Schmerzen durch beispielsweise Arthrose können für einen extrem unruhigen Schlaf sorgen. Nicht außer Acht lassen sollte man die Nebenwirkungen von Medikamenten, die zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden. Die Ursachenforschung sollte letztlich allerdings beim behandelnden Arzt liegen, der bei einer anhalten Schlafstörung aufgesucht werden sollte. Einen schlechten Schlaf im Alter als „normal“ ad acta zu legen, ist keine zufriedenstellende Lösung.

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