Orchidee Co. Schildläuse: 6 Fragen zum Pflanzenschädling

Schildläuse: 6 Fragen zum Pflanzenschädling
So sieht eine typische Schildlaus aus. Entfernen Sie diese lieber nicht mit der Hand, denn unter ihrem Panzer sind ihre Larven versteckt.
Inhalt
  1. Wie sehen Schildläuse aus?
  2. Welche Pflanzen befallen Schildläuse?
  3. Wie sieht der Schildlausbefall aus?
  4. Warum sind Schildläuse schädlich?
  5. Wie kann man Schildläuse bekämpfen?
  6. Welche Hausmittel helfen dagegen?

Sie sind gefürchtet bei jedem Hobbygärtner und Pflanzenliebhaber. Vor allem Orchidee, Gummibaum und Ficus sind beliebte Opfer der Schildlaus. Wie Sie den Pflanzenschädling in den Griff bekommen:

 

Wie sehen Schildläuse aus?

Schildläuse tragen ihren Namen wegen ihrer hell- bis dunkelbraunen, ovalen Schilde, die an Stängeln und Blättern zu finden sind. Es handelt sich dabei um die Weibchen, die sich mit Hilfe ihres Saugstachels an den Pflanzen festklammern. Unter ihrem Schild aus Lack und Wachs ziehen sie ihre Jungen auf. Sie besitzen keine Flügel und Augen und haben nur Ansätze von Antennen. Unter dem Schild können Sie bis zu 2000 Nachkommen hervorbringen. Die Männchen dagegen sehen ähnlich aus wie Fliegen und besitzen Vorder- aber keine Hinterflügel.

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Welche Pflanzen befallen Schildläuse?

Schildläuse haben es vor allem auf junge, kranke oder falsch gepflegte Pflanzen abgesehen. Bei einer geschädigten Pflanze ändert sich die Zusammensetzung des Pflanzensaftes, was die Schädlinge dann wie magisch anzieht. Und wie so oft im Leben ist es auch bei der Pflanzendüngung: Viel hilft nicht immer viel. Vor allem eine Überdosierung von Stickstoff-Dünger kann fatal für die Pflanze sein. Zu wenig Licht und zu hohe Temperaturen machen den Pflanzen meist auch zu schaffen und macht ihre Zellen zugänglich für den Schädling

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Wie sieht der Schildlausbefall aus?

Die Schildläuse selbst erkennt man durch ihre Tarnung meist erst auf den zweiten Blick. Deswegen sollten Sie Ihre Pflanzen sorgfältig und regelmäßig untersuchen. Wenn es zu den ersten, wirklich sichtbaren Anzeichen, wie verkrüppelte Blätter und Blüten, Blattverfärbung und Blattabfall kommt, ist es meistens schon zu spät. Denn dann ist die Schildlauspopulation schon sehr stark angestiegen.

Je nach Art ist ein weiteres Zeichen der sogenannte Honigtau, der an der Blattoberseite zu finden ist. Die Schildlaus selbst siedelt sich vor allem an der Blattunterseite und an den Stängeln der befallenen Pflanze an. Dort findet man auch die robusten Schilde, unter denen die Larven der Schädlinge heranreifen.

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Warum sind Schildläuse schädlich?

Schildläuse saugen den Zellen den Saft aus und geben Gifte ab, die zur Blattverfärbung und unter Umständen auch zum Gewebetod führen können. Wenn nichts gegen den Befall getan wird, schwächt das die Pflanze so sehr, dass sie stirbt. Vor allem die Larven der Schildlaus sind besonders schädlich. Einmal geschlüpft befallen sie die Pflanze, saugen den Saft aus den Zellen und hinterlassen einen zuckerhaltigen Kot, der zur Rußtaubildung führen kann.

 

Wie kann man Schildläuse bekämpfen?

Wenn Sie feststellen, dass eine Ihrer Pflanzen von Schildläusen befallen ist, dann sollten Sie diese sofort isolieren, damit sich die Läuse nicht noch auf die umliegenden Pflanzen ausbreiten. Auch wenn es verlockend ist, sollten Sie die ausgewachsenen, weiblichen Schildläuse nicht abkratzen. Denn unter ihrem Rückenschild befinden sich oftmals die bereits geschlüpften Larven, die Sie dadurch über die Pflanzen verteilen würden.

In der Regel setzt man Gift ein, in Form von Sprays oder Stäbchen, um den Befall in den Griff zu bekommen. Die Sticks werden in die Erde gedrückt, dort geben sie den Wirkstoff langsam ab. Die Pflanze nimmt das Gift über ihre Wurzeln auf, mit dem Saftstrom verteilt sich der Wirkstoff in der gesamten Pflanze. Bei systemisch wirkenden Sprays wird der Wirkstoff über die Blätter der Pflanze aufgenommen, so kann er sich in dem Saftstrom verteilen und alle saugenden Parasiten erreichen.

Video: Vielleicht ist Ihre Pflanze auch opfer der weißen Fliege? Im Video sehen Sie drei Hausmittel gegen den Schädling (Text geht unter dem Video weiter): 

 
 

Welche Hausmittel helfen dagegen?

Neben den chemischen Giften, gibt es verschiedene Hausmittel, die man im Kampf gegen Schildläuse einsetzen kann.

Lösungen aus Schmierseife, Alkohol und Wasser

Diese Lösung sollte täglich auf die zu erkennenden Schädlinge aufgebracht werden. Geben Sie 30 Gramm Schmierseife in einen Liter Wasser. Warten Sie, bis die Seife sich aufgelöst hat. Nun fügen Sie noch zwei Teelöffel Alkohol hinzu. Geben Sie die Mischung in eine Sprayflasche und besprühen Sie damit die ganze Pflanze. Auch nicht die Unterseiten vergessen, denn dort verstecken sich die Schildläuse am liebsten. Wiederholen Sie die Anwendung so lange, bis keine Läuse mehr zu sehen sind.

Farnkrautextrakt

Dieses Mittel hilft sowohl bei Zimmer- als auch bei Gartenpflanzen. Geben sie zehn Gramm getrocknetes oder 100 Gramm frisches Farnkraut in einen Eimer. Fügen Sie einen Liter Wasser hinzu. Lassen Sie das ganze gut durchziehen. Vor der ersten Anwendung verdünnen Sie den Sud mit der Zugabe von zehn Liter Wasser. Füllen Sie etwas davon in eine Sprühflasche ab und verteilen Sie die Mixtur auf der ganzen Pflanze. Sie können diese Prozedur wöchentlich wiederholen.

Teebaumöl

Hier ist keine Mischung notwendig, tragen Sie das Öl direkt mit einem Wattestäbchen auf die Schädlinge auf. Wenn möglich, die Triebe und Blätter der befallenen Pflanze nicht mit dem Öl in Berührung bringen. Manche Pflanzen vertragen das Öl nicht und würden dadurch zusätzlich geschwächt.

Aufguss aus Kapuzinerkresse

Ebenfalls sehr wirkungsvoll gegen Schildläuse ist der Kapuzinerkresse-Sud. Geben Sie 200 Gramm Kapuzinerkresse in einen Topf. Füllen Sie das Ganze mit einem Liter Wasser auf. Lassen Sie die Zutaten kurz aufkochen und anschließend eine halbe Stunde lang ziehen. Vor der Anwendung verdünnen Sie den Sud mit 2 Liter Wasser. Geben Sie die Mixtur in eine Sprühflasche und behandeln Sie damit die ganze Pflanze. Wiederholen Sie das ganze so oft, bis keine Schädlinge mehr zu sehen sind.

Autor: Karin Eckhold 

Kategorien:
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