Für Hundehalter Schilddrüsenunterfunktion beim Hund: Daran erkennen Sie sie

Schilddrüsenunterfunktion beim Hund: So erkennen und behandeln Sie sie
Auch Hunde können an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden.
Inhalt
  1. Welche Hunde sind von der Schilddrüsenunterfunktion betroffen?
  2. Erste Anzeichen: Veränderung des Fells
  3. Aufhorchen bei Antriebs- und Lustlosigkeit 
  4. Seltenere Symptome der Schilddrüsenunterfunktion beim Hund
  5. Was kann ich tun, wenn ich eine Unterfunktion seiner Schilddrüse vermute?

Eine Schilddrüsenunterfunktion bei Hunden ist fast genauso schwierig zu erkennen, wie beim Menschen. Dennoch gibt es einige Symptome, die auf eine Fehlfunktion hindeuten.

Wer selbst an einer Unterfunktion der Schilddrüse leidet, kann mit betroffenen Vierbeinern mitfühlen: Auch Hunde haben auf verschiedene Arten Beschwerden, wenn Sie eine Schilddrüsenunterfunktion haben. Das tückische an dieser Krankheit ist jedoch, dass sie keine eindeutigen Symptome mit sich bringt - was eine klare Diagnose erschwert. Dennoch gibt es einige Anzeichen, bei denen Sie vom Tierarzt genauer untersuchen lassen sollten, ob Ihr Hund an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet.

 Video: Geht es Ihrem Hund gut? Daran erkennen Sie seine Stimmung
 (Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)

 
 

Welche Hunde sind von der Schilddrüsenunterfunktion betroffen?

Häufig treten die Symptome einer Unterfunktion der Schilddrüse bei Hunden im Alter zwischen vier und acht Jahren auf. Davon betroffen sind eher mittelgroße und große Tiere, wie zum Beispiel Golden Retriever und Boxer. Eine Ausnahme davon bilden Dackel: Auch bei dieser Rasse wurde schon häufiger das Krankheitsbild einer Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert.

 

Erste Anzeichen: Veränderung des Fells

Das Haarkleid des Hundes kann viel Aufschluss darüber geben, ob er gesund ist oder möglicherweise an einer Krankheit, wie der Schilddrüsenunterfunktion, leidet. Symptome dafür sind zum Beispiel

  • verlangsamtes Haarwachstum,
  • trockenes oder brüchiges Fell,
  • vermehrte Schuppenbildung,
  • Haarausfall,
  • Hautinfektionen,
  • Entzündungen der Ohren oder
  • Juckreiz.


In seltenen Fällen kann sich sogar die Fellfarbe des Hundes verändern. Dies geschieht dann hauptsächlich am Rumpf des Hundekörpers - Kopf und Beine bleiben meist unverändert. 

 

Aufhorchen bei Antriebs- und Lustlosigkeit 

Wie auch beim Krankheitsverlauf des Menschen verspüren Hunde, die an einer Unterfunktion der Schilddrüse leiden, die typischen Symptome wie

  • Antriebslosigkeit,
  • Konditionsmangel,
  • Bewegungsunlust und
  • Schlappheit.


Dies wird meist begleitet durch übermäßigen Hunger und eine damit verbundene Gewichtszunahme. Besonders bei warmen Temperaturen verhält sich der Hund träge. Jedoch kann es auch sein, dass sich die Schilddrüsenunterfunktion beim Hund dadurch äußert, dass er gerade deshalb warme Plätze aufsucht, da er schnell friert. Bei weiblichen, unkastrierten Hunden kann die Läufigkeit unregelmäßig auftreten. Dazu kommt, dass die Libido nachlässt und bei Rüden die Spermaqualität sinkt, was zu einer geringen Erfolgsquote bei Deckungsversuchen führt.

 Auch an Hundehäufchen lässt sich vieles ablesen:

Es ist keine angenehme Aufgabe, doch Ihrem Vierbeiner zuliebe sollten Sie Hundekot regelmäßig untersuchen und auf Veränderungen achten.
Was Hundekot verrät

Ist mein Vierbeiner etwa krank?

Sie sollten Ihrem Hund zuliebe seinen Kot regelmäßig überprüfen.

 

Seltenere Symptome der Schilddrüsenunterfunktion beim Hund

Mit der Erkrankung können Herzprobleme auftreten, wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen. Es kann in seltenen Fällen auch zu Schäden der Nerven kommen, sodass der Hund beispielsweise das Hörvermögen verliert und taub wird, Lähmungen in Gliedmaßen erfährt oder epileptische Anfälle bekommt.

 

Was kann ich tun, wenn ich eine Unterfunktion seiner Schilddrüse vermute?

Zunächst einmal sollten Sie zum Tierarzt gehen und Ihren Hund gründlich untersuchen lassen. Nur der Tierarzt kann wirklich beurteilen, ob eine Schilddrüsenunterfunktion des Hundes besteht, eine andere Krankheit vorliegt oder es sich lediglich um Alterserscheinungen handelt. Das kann durch Blutuntersuchungen, wie beim Menschen, festgestellt werden. 

Sollte sich herausstellen, dass der Hund tatsächlich an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet, kann der dadurch entstehende Hormonmangel durch Medikamente ausgeglichen werden. Bei richtiger Dosierung findet eine sichtbare Besserung der Symptome bereits nach vier bis sechs Wochen statt. 

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