Krisen meistern Mehr Selbstvertrauen durch innere Stärke

Selbstvertrauen können Sie durch innere Stärke lernen.
Selbstvertrauen fordert manchmal Mut - zum Beispiel, um neue Wege zu gehen.

Was zeichnet Menschen aus, die ihre Träume leben, die sich auch von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen und mit einer großen Portion Selbstvertrauen herumlaufen? Forscher erklären, wie wir ermutigt aus Krisen hervorgehen können.

Die einen wissen ganz genau, dass sie fitter wären, wenn sie sich mehr bewegen würden. Die anderen träumen seit Jahren von einer Safari, kriegen es aber einfach nicht auf die Reihe. Jeder von uns hat Träume, Pläne, Wünsche – Dinge, von denen wir denken, dass sie uns glücklich machen. Und dennoch hält uns etwas davon ab, sie in die Tat umzusetzen. Wir reden uns lieber raus, statt den Traum zu leben. Weil uns die innere Stärke und Selbstvertrauen fehlt. Erst wenn wir die versteckten „Vorteile“ dieser Ausflüchte verstehen, können wir uns von ihnen befreien.

Da wäre etwa das Gefühl von Sicherheit. Gewohnte Pfade zu verlassen ist beängstigender, als weiterzuleben wie bisher. Es ist riskant, seinem Herzen zu folgen, indem man zum Beispiel den Job wechselt. Wir könnten Fehler machen, uns Kritik und Verletzungen einhandeln. Also bleiben wir lieber in der Komfortzone. „Ausreden sind ein bequemer Notausgang“, sagt der amerikanische Psychologe und Bestsellerautor Dr. Wayne Dyer. „Sie sind geistige Viren: erschaffen aus Mustern, die man von anderen Menschen angenommen hat, von Kindheit an. Um uns von diesem Virus zu heilen, müssen wir alte Denkmuster durch neue, mächtige Überzeugungen ersetzen.“ Dyer hat ein Programm entwickelt, mit dem wir die sieben häufigsten Ausreden entschärfen und Stärke entwickeln können, um endlich das Leben zu führen, das wir uns wirklich wünschen.

 

Ich habe keine Zeit

Wir sind mitverantwortlich dafür, wie sehr wir ausgelastet sind. Oft scheinen die Dinge, die so viel Zeit und Aufmerksamkeit beanspruchen, außer Kontrolle geraten zu sein: Menschen, um die wir uns kümmern müssen, anstrengende Hobbys. Aber diese Dinge haben ihren Ursprung in Entscheidungen, die wir selbst mal getroffen haben. Das heißt, wir können diese Prioritäten auch wieder ändern. Dr. Dyer erklärt: „,Ich habe keine Zeit‘ kann umgewandelt werden in: ,Ich verändere meine Schwerpunkte und räume mir mehr Zeit ein für das, was wirklich wichtig für mich ist‘.“

 

Ich bin zu alt

Das Alter kann ein Hindernis auf unserem Weg sein. Wir denken, es ist zu spät für einen Neustart. Unsinn. Wenn wir nicht aufpassen, entgleitet uns so unser Schicksal. Dr. Dyer: „Gedanken sind alterslos. Wenn wir in der Gegenwart leben, konzentrieren wir uns auf das, was wir jetzt wollen. Wandeln Sie den Satz um in: ,Ich bin nie zu alt, das zu tun, was mich glücklich macht‘.“

 

Ich habe keine Energie

Die Überzeugung, schwach zu sein, kann schnell zur selbsterfüllenden Vorhersage werden. Je mehr Energie wir dafür aufwenden, über Müdigkeit nachzudenken, desto erschöpfter fühlen wir uns. Normalerweise fließt die Energie von ganz allein, wenn wir mit etwas Neuem anfangen. Erster Schritt: Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Sache, die Sie schaffen wollen, statt auf das, von dem Sie glauben, dass Sie es nicht können. Ändern Sie „Ich habe keine Energie“ in: „Ich liebe das, was ich tue“.

 

Das kann ich mir nicht leisten

„Ich konnte nie verreisen, weil ich kein Geld hatte.“ – „Ich kann nicht weniger arbeiten, ich muss meine Rechnungen bezahlen.“ Klar, manche Menschen stehen finanziell besser da als andere. Aber fragen Sie sich: Was ist mein Wunsch mir wert? Was bin ich bereit, dafür aufzugeben? Suchen Sie nach Alternativen, um Ihre Träume umzusetzen. Ständig darüber zu klagen, dass man zu wenig Geld hat, vergrößert das eigene Minderwertigkeitsgefühl. Dr. Dyer: „Sagen Sie sich: ,Ich bin reich und ich habe grenzenlose Möglichkeiten‘.“

 

So bin ich eben

Es stimmt, dass unsere Vergangenheit uns geformt hat. Trotzdem ist es eine Ausrede, wenn man es immer wieder auf die Kindheit oder die Gene schiebt, dass man sein Leben nicht genießen kann. „Schließen Sie Frieden mit allem, was Ihnen im Leben widerfahren ist. Lassen Sie sich nicht davon zurückhalten. Sie leben jetzt!“, rät Dr. Dyer. Aus „So bin ich eben“ wird „Ich kann jetzt entscheiden, wer ich sein will, und dementsprechend handeln“.

 

Ich kann das nicht

Es ist schade, dass Sie Ihre Träume nicht verwirklichen, weil Sie Angst haben. Sie glauben etwa, nicht gut genug für Ihren Traumjob zu sein. Aus Furcht vor Niederlagen ersticken Sie Ihre Antriebskraft im Keim. Lieber hegen Sie Ihr Leben lang einen heimlichen Traum, anstatt das Risiko einzugehen zu scheitern. Studien zeigen, dass Menschen es fast nie bereuten, wenn sie ihrem Herzen gefolgt sind. Egal, wie erfolgreich sie damit waren. Dr. Dyer: „Ändern Sie ,Ich kann das nicht‘ in: ,Mit vollem Einsatz schaffe ich es‘.“

 

Ich enttäusche andere

Eine der größten Ängste ist die, unsere Mitmenschen zu enttäuschen. Vielleicht würden Sie gern in eine andere Stadt ziehen. Eine schwere Entscheidung. Fragen Sie sich: „Werden die anderen mich wirklich zurückweisen oder verletzt sein, wenn ich ihnen sage, was mich glücklich macht?“ Wenn Sie Ihre Wünsche klar formulieren, werden die meisten Ihre Entscheidung respektieren. Dr. Dyer rät: „Sagen Sie sich: ,Ich ziehe es vor, wenn andere ihre Erwartungen an mich anpassen. Dann werde ich als die Person geliebt, die ich bin‘.“

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3 Fragen an mein Ich

Das Leben mit all seinen Herausforderungen akzeptieren? Nicht immer leicht. Doch wer Schwierigkeiten überwindet, bereichert sich selbst.

1. Warum male ich mir die Welt nicht einfach bunter?

Hirnforscher wissen, innere Stärke beginnt im Kopf. Die Voraussetzung: Wir sollten eine Vorstellung haben, wie wir die Schwierigkeit bewältigen, und die Handlung und den Erfolg vorab im Geiste durchspielen. Dabei hilft ein Blick durch die rosarote Brille. So bekommt unsere Zukunft ein Strahlen, wir selbst auch. Das ist zwar eine Täuschung, aber mit verblüffender Wirkung. Manchen ist Zuversicht angeboren, andere müssen sie erlernen. Das gelingt, indem wir an frühere Erfolge, positive Erfahrungen und bewältigte Krisen denken. Daraus entwickelt sich ein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Ein Plus für die Ich-Stärke.

 

2. Warum fange ich nicht einfach an, mich zu mögen?

Ängstlichkeit ist der Feind innerer Stärke. Angstforscher Boris Bandelow fand heraus, dass Menschen mit wenig Widerstandsfähigkeit dazu neigen, ihre Stärken unterzubewerten. Statt sich realistisch einzuschätzen, geben sie ihren Katastrophen-Visionen Raum. Sie sollten den Film in ihrem Kopf durch mentales Training verändern. Mehrmals täglich fragen wir uns unbewusst: Was kann ich? Was bin ich wert? Je positiver die Antworten ausfallen, die das Gehirn speichert, desto häufiger signalisiert es uns im Gegenzug: Du schaffst das, du bist liebenswert. Jedes Gefühl von Selbstvertrauen bringt uns auf unserem Weg voran.

3. Warum akzeptiere ich das Leben nicht, wie es ist?

Krankheit, Misserfolg, Ehekrach – wenn das Leben nicht läuft wie gewünscht, ist schnell die Krise da. Das liegt daran, dass wir eine sorglose Gegenwart für gegeben halten und deshalb Problemen nicht gewachsen sind. Widerstandsfähige Menschen bereiten sich gedanklich auf die Wechselfälle des Lebens vor und akzeptieren sie, fand die amerikanische Psychotherapeutin Susan Vaughan heraus. „,Hoffnung ist die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht‘ lautet ein Grundsatz starker Seelen.“ Ihr Krisenmanagement: Sich nicht schuldig fühlen. Es gibt für alles eine Lösung. Wer so denkt, spürt im tiefsten Inneren Erleichterung.

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