Augenerkrankung Makuladegeneration: Neue Behandlungsmethode

Makuladegeneration: Neue Behandlungsmethode
In einer aktuellen Studie wurde ein Weg gefunden, wie man Makuladegeneration bremsen kann.
Inhalt
  1. Die aktuelle Forschung zur Makuladegeneration
  2. Was ist die Makuladegeneration?
  3. Wie entsteht die Augenerkrankung?
  4. Was sind Symptome von Makuladegeneration?
  5. Wie wird sie behandelt?

Eine der häufigsten Ursachen für Erblindung in Deutschland bei Menschen über 50 ist die altersbedingte Makuladegeneration. Insgesamt betrifft es hierzulande ungefähr zwei Millionen Menschen. Forscher haben nun eine neue Methode gefunden, diesen Prozess zu verlangsamen.

 

Die aktuelle Forschung zur Makuladegeneration

Mediziner haben in einer internationalen Studie einen Weg gefunden, die Spätform der trockenen Makuladegeneration zu verlangsamen. Sie setzten dafür den Antikörper Lampalizumab ein. Den Studienteilnehmern wurden jeden Monat Spritzen mit dem Mittel in den Augapfel gegeben. Diese Injektionen verbesserten zwar nicht die Sehkraft, konnten aber das Fortschreiten der Krankheit bremsen. Menschen mit bestimmten Erbanlagen profitierten besonders von der Therapie. Vor allem Frauen waren bei dieser Behandlungsmethode im Vorteil.

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Leider ist es hier nur möglich den Vorgang einzudämmen und nicht zu heilen. Aber immerhin kann man zu einem frühen Zeitpunkt, nämlich schon bei der trockenen Form der Makuladegeneration, ansetzen. Das Mittel wird aktuell noch weiter geprüft, bis es auf den Markt kommen kann.

 

Was ist die Makuladegeneration?

Bei dieser Augenerkrankung verlieren die Sehzellen der Netzhaut im Punkt des schärfsten Sehens ihre Funktion. Es werden Stoffwechselprodukte unter der Netzhaut abgelagert und das wölbt die Makula auf. Die Betroffenen sehen zunehmend verschwommen.

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Wie entsteht die Augenerkrankung?

Offenbar kann das Gewebe im Auge im höheren Alter seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen. Die Makuladegeneration entsteht dadurch, dass anfallende Stoffwechselprodukte, die durch die chemischen Reaktionen des Sehvorgangs entstehen, nicht abgebaut werden können. Vor allem Gendefekte spielen dabei eine große Rolle. Einer davon ist dafür verantwortlich, dass es in der Netzhaut zu kleinen weißlich-gelben Partikel-Ablagerungen kommt. Diese werden auch Drusen genannt. Die Folge daraus ist, dass die Betroffenen immer schlechter sehen oder sogar erblinden können.

Weitere Risikofaktoren, neben dem Gendefekt, sind: Belastung des Auges durch UV-Strahlung und Bluthochdruck.

 

Was sind Symptome von Makuladegeneration?

Die altersbedingte Makuladegeneration ist schmerzlos und tritt in zwei Formen auf: Die häufigste ist die trockene Makuladegeneration. Hier entwickelt sich die Sehstörung langsam. Zuerst fallen das Lesen und andere Arbeiten schwerer, da die Sehschärfe immer mehr abnimmt.

Deutlich seltener, aber auch schwerwiegender, ist die feuchte Form. Sie führt schnell zum Verlust des zentralen Sehens und behindert die Betroffenen dadurch sehr. Ein Anzeichen für die feuchte Makuladegeneration ist, dass gerade Linien verbogen erscheinen. Im fortgeschrittenen Stadium werden nur noch die äußeren Bereiche das Sichtfelds wahrgenommen, die Mitte ist ein dunkler Fleck. Die feuchte Form geht immer aus der trockenen hervor - wann und ob es dazu kommt kann man aber nicht vorhersagen.

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Wie wird sie behandelt?

Die Erkrankung kann bis heute noch nicht geheilt werden. Es gibt lediglich verschiedene Therapien. Die trockene Form der Makuladegeneration kommt manchmal spontan zum Stillstand. Die Patienten erhalten dann bestimmte Sehhilfen, mit denen sie wieder lesen und arbeiten können.

Die feuchte Form lässt sich durch Spritzen ins Augeninnere mit bestimmten Medikamenten verlangsamen.

Autor: Karin Eckhold 

Kategorien:
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