Zeit zu zweit Lust steigern: 6 Tipps für mehr Spaß am Sex

Mit ein paar Tricks können wir unsere Lust steigern und wieder mehr Spaß im Bett haben.
Mit ein paar Tricks können wir unsere Lust steigern und wieder mehr Spaß im Bett haben.
Inhalt
  1. Lustbremse: "Ich habe zu viel Stress"
  2. Lustbremse: "Ich fühle mich nicht wohl in meinem Körper"
  3. Lustbremse: "Ich finde den Sex mit meinem Partner nicht mehr so aufregend"
  4. Lustbremse: "Ich fühle mich nicht mehr begehrt"
  5. Lustbremse: "Beim Sex mit meinem Partner komme ich nicht so oft"
  6. Lustbremse: "Mein Partner will keinen Sex – wie kann ich seine Lust steigern?"

Ab sofort lassen wir uns den Spaß im Bett nicht mehr von Routine, Stress und Selbstzweifeln vermiesen! Mit diesen sechs Tipps können wir im Alltag unsere Lust steigern.

Oft hat Libidomangel bei Frauen keine primär körperlichen Ursachen – er entsteht meist in unseren Köpfen. Sexualtherapeutin Angela Diwisch erlebt in ihrer Praxis in Bonn zwar gelegentlich Frauen, bei denen zum Beispiel Verhütungsmittel ein Lustkiller sind, "am häufigsten aber sind psychische und emotionale Ursachen", sagt sie.

Und darum ist es auch - statt auf die Einführung einer Wunderpille zu warten - hilfreich, sich einmal selbst auf die Suche nach den Gründen für das "Heute nicht, Schatz!" zu begeben. Mit diesen Tipps können Sie Ihre Probleme erkennen und Ihre Leidenschaft aufs Neue entfachen ...

 

Lustbremse: "Ich habe zu viel Stress"

Wenn wir unter Druck stehen, sorgen auch körperliche Faktoren dafür, dass uns nicht nach Erotik ist: Stress aktiviert über das sympathische Nervensystem sämtliche Flucht- und Kampfimpulse in uns, der Körper produziert dann weniger Sexualhormone.

Was in dieser Situation hilft, ist sinnliches Entspannen: Holländische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass im weiblichen Gehirn Erregung vor allem dann möglich ist, wenn wir völlig relaxt und angstfrei sind. Alles, was Sie entspannt, tut also auch Ihrer Libido gut. Wenn man unter Strom steht, kommen die Sinne – und damit die Sinnlichkeit – oft zu kurz.

Achten Sie in nächster Zeit mehr darauf: wie die Sonne Ihre Haut kitzelt oder wie warm die Stimme Ihres Partners klingt. Und geben Sie erotischem Verlangen Gelegenheit zu wachsen. Beispielsweise, indem Sie Wartezeiten am Bahnhof oder beim Arzt für einen erotischen Tagtraum nutzen oder Sie statt zum Krimi lieber zu einem Erotikroman greifen.

Betrachten Sie Sex nicht als Punkt auf der To-do-Liste, der noch schnell vor den Tagesthemen abgehakt werden muss, sondern als Kraft- und Energiequelle für sich und Ihre Partnerschaft. Therapeutin Angela Diwisch rät: "Verschaffen Sie sich regelmäßige Paarzeiten, in denen Sie Ruhe haben und nicht gestört werden. Diese Oasen sind dafür da, miteinander zu reden, sich nah zu sein und - wenn beide das wollen - auch Sex zu haben."

 

Lustbremse: "Ich fühle mich nicht wohl in meinem Körper"

"Da bitte nicht anfassen! Und hier nicht so genau hingucken!" Solche Gedanken machen das Bett zum Minenfeld. Ein Teufelskreis: Weil man sich nicht sexy genug fühlt, vermeidet man Intimität - und verpasst so die Chance, beim Sex Glücksgefühle und einen Schub für das Selbstwertgefühl zu bekommen.

Um Ihr Verhältnis zu Ihrem Körper zu stärken und damit die Eigenliebe zu fördern, rät Therapeutin Diwisch dazu, Ihre Vorzüge zu betonen: "Als große Frau mit Rundungen werde ich nie ein elfengleiches Wesen sein – aber ganz bestimmt ein feuriges Vollweib mit verführerischem Lächeln." Statt sich für vermeintliche Problemzonen zu schämen, konzentrieren Sie sich also lieber darauf, wie stark und wunderbar Ihr Körper ist.

Sport ist zudem eines der besten Mittel, um die Libido zu steigern - weil er unser Körpergefühl verbessert, wie Forschungen der Jacksonville University in Florida zeigen. Außerdem: Lust hängt eng mit Stimmung und Selbstbewusstsein zusammen und Workouts heben nachweislich beides.

Manche Sportarten sind besonders geeignet: Yoga reduziert Stress und Ängste, entspannt und hilft beim Fokussieren - genau das, was wir für guten Sex brauchen. Und: "Bauchtanz und Beckenbodentraining können zu einer besseren sexuellen Wahrnehmung führen, die einen Orgasmus begünstigt", erklärt Angela Diwisch.

 

Lustbremse: "Ich finde den Sex mit meinem Partner nicht mehr so aufregend"

Dass die Leidenschaft nachlässt und die Sexfrequenz sinkt, stellen die meisten Paare fest. Oft bereits nach zwei bis vier Jahren, wie Studien sagen. Und wenn man es tut, setzt man eher auf Nummer sicher als auf eine heiße Nummer.

Die gute Nachricht: Die Chancen, aufregenden Sex zu haben, stehen viel besser als am Anfang Ihrer Beziehung! Vielleicht kribbelt es nicht mehr bei jeder Berührung, aber: "Durch die Nähe und das Vertrauen haben Sie die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren, die Sie sich mit einem Fremden nicht trauen würden", sagt Expertin Diwisch. "Sex verändert sich und das gibt Raum für neue Möglichkeiten." Nur eines sollten Sie nicht erwarten: dass Ihr Liebster Ihre Sehnsüchte erahnt und Ihnen die Wünsche von den Augen abliest.

Sagen Sie ihm deutlich, was Sie sich vorstellen. Wenn Sie wollen, dass er die Spülmaschine ausräumt, teilen Sie ihm das ja auch mit, oder? Also lassen Sie ihn auch wissen, dass Sie gerne mal Handschellen im Schlafzimmer anlegen würden oder eine neue Stellung testen. Ein Urlaub oder ein Kurztrip kann eine gute Gelegenheit sein, aus den vertrauten Mustern auszubrechen und etwas anderes auszuprobieren.

Experimentieren Sie auch selbst ein bisschen - mit Ihrer eigenen Wahrnehmung. Dabei hilft diese Übung des US-amerikanischen Sex-Experten Ian Kerner: Genießen Sie jeden einzelnen Moment beim Sex. Sagen Sie sich etwa: "Er berührt sanft meinen Oberschenkel" oder "Jetzt liebkost er meinen Hals". Dadurch gelingt es, ganz im Hier und Jetzt zu sein - und gleichzeitig werden Sie zur Heldin Ihrer eigenen Erotik-Geschichte ...

 

Lustbremse: "Ich fühle mich nicht mehr begehrt"

Nichts erregt Frauen so, wie das Gefühl, gewollt zu werden, stellt US-Journalist Daniel Bergner in seinem Buch Die versteckte Lust der Frauen fest. Darum kommen in ihren erotischen Fantasien oft Männer vor, die so verrückt nach ihnen sind, dass sie sie auf der Stelle "nehmen" wollen. Fehlt Frauen dieses Gefühl, können sie sich nicht so fallen lassen.

Sehr wahrscheinlich wollen Sie trotzdem nicht wirklich, dass er Sie wortlos packt und ins Schlafzimmer schleift. Sie sehnen sich eher nach emotionaler Verbindung. Es überrascht nicht, dass eine amerikanische Untersuchung mit 70 Paaren feststellte, dass bei Frauen im sexuellen Bereich die Zufriedenheit größer ist, wenn ihre Partner zu einfühlsamen Gesprächen fähig sind. Kommunikation kann ein echtes Aphrodisiakum sein.

Aber statt sich zu beklagen, dass er Sie nicht auf Händen trägt und Sie ihm jedes Wort aus dem Mund ziehen müssen, rät Therapeutin Diwisch, sich mal ehrlich zu fragen: "Wie viel Verantwortung trage ich für unsere gemeinsame Sexualität? Gestalte ich sie aktiv oder bin ich ausschließlich der 'Empfänger'?" Experten wissen: Wenn man sich nach dem "Als ob"-Prinzip verhält, als wäre man schon in einer bestimmten Stimmung, dann tritt das Gewünschte oftmals auch ein.

Verhalten Sie sich also wie eine begehrenswerte Frau, die zum Beispiel Strapse trägt, roten Lippenstift auflegt und sich ein neues, sinnliches Parfum gegönnt hat, dann wird er Sie ziemlich wahrscheinlich auch so wahrnehmen und gar nichts dagegen haben, Sie schön zum Italiener auszuführen und danach (noch schöner) französisch zu verwöhnen.

 

Lustbremse: "Beim Sex mit meinem Partner komme ich nicht so oft"

Mit Ihrem Vibrator ist der Orgasmus ein Kinderspiel - aber im Bett mit Ihrem Liebsten leider nur selten zu erreichen? Wenn man immer Angst hat, dass das Zusammensein nicht von Erfolg gekrönt sein könnte, vermeidet man Sex zu zweit womöglich lieber.

"Viele Frauen haben zwar Lust, finden Paarsexualität aber manchmal anstrengend. Wenn ich das hinterfrage, kommt dabei oft heraus, dass es für sie schwierig ist, beim Sex mit dem Partner die Erregung aufrechtzuerhalten und zum Orgasmus zu kommen", sagt Diwisch. Woran das liegt? "Manchmal ist die Art, wie man in der Selbstbefriedigung zum Höhepunkt kommt, wenig kompatibel mit dem Geschlechtsverkehr", erklärt die Expertin. "Wenn man es zum Beispiel gewohnt ist, sich mit einem Vibrator zu vergnügen und sonst keine weiteren Möglichkeiten hat, die Erregung zu halten und zu steigern, kann Sie ein Mann kaum befriedigen. Eine Lösung wäre, seine Erregungsarten zu erweitern", rät Expertin Diwisch.

Probieren Sie beim Solosex verschiedene Berührungen wie Streicheln, Massieren, Tasten, Reiben, Ziehen oder Drücken - einfach alles, was sich gut anfühlt. Vielleicht entdecken Sie ja ganz unbekannte Möglichkeiten. So trainieren Sie sich an, auf neue Reize zu reagieren und können Ihren Partner besser führen, wie und wo er Sie lieben soll.

 

Lustbremse: "Mein Partner will keinen Sex – wie kann ich seine Lust steigern?"

Das ist gar nicht so ungewöhnlich! "Auch Männer können an Libidostörungen leiden", bestätigt Expertin Angela Diwisch. Eine Studie der Universität Hamburg mit 10.000 Männern zeigte: Die 18- und 30-Jährigen hatten vor 30 Jahren noch etwa 20-mal pro Monat Sex, heute nur noch vier- bis zehnmal.

Finden Sie heraus, was die Ursachen für seinen Rückzug sind: Stress, Streit, Unsicherheit? Wenn er jedoch einfach nur müde und nicht in Stimmung ist, gestehen Sie auch ihm zu, mal keine Lust zu haben. Aber behalten Sie eine Feststellung von Psychotherapeutin Esther Perel im Kopf: "Während Stimmung die Lust auf Sex bei Männern genauso beeinflusst wie bei Frauen, ist es bei Männern doch wahrscheinlicher, dass sie versuchen, ihre Laune mit Sex zu verbessern."

Am ehesten locken Sie ihn aus der Reserve, wenn Sie ihm das Gefühl geben, nicht wie in einem Porno abliefern zu müssen, sondern ihn liebevoll verführen. Gönnen Sie ihm den Genuss eines intensiven Vorspiels und das Wissen, begehrt zu werden. Und vielleicht können Sie ihn dann mit einer neuen Stellung daran erinnern, wie viel Spaß ihm Sex mit Ihnen doch eigentlich macht. Extratipp: Verführen Sie ihn morgens - nach dem Schlaf ist sein Testosteronlevel am höchsten.

VIDEO: Was verspricht uns Viagra für die Frau?

 

Quelle: Magazin Shape 

Kategorien:
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