Von Gluten bis Laktose Lebensmittelunverträglichkeiten: Alles über Ursachen und Therapien

Welche Ursachen haben Lebensmittelunverträglichkeiten und was kann man dagegen tun?
Menschen, die an Lebensmittelunverträglichkeiten leiden, haben häufig Probleme mit in Nahrungsmitteln enthaltenem Gluten, Frucht- oder Milchzucker.
Inhalt
  1. Problemfall Milchzucker: Laktoseintoleranz
  2. Was bedeutet eine Fruktoseintoleranz?
  3. Wenn Gluten dem Körper Probleme bereitet

Nahrungsmittel, die Gluten, Frucht- oder Milchzucker enthalten, lösen bei vielen Menschen Blähungen, Krämpfe und Durchfall aus. Doch wodurch werden diese Lebensmittelunverträglichkeiten eigentlich ausgelöst und was bedeutet das für die Ernährung der Betroffenen?

Zunächst einmal stellt sich die Frage: Habe ich wirklich eine Lebensmittelunverträglichkeit oder vielleicht doch eine Lebensmittelallergie? Viele kennen den Unterschied nicht, dabei ist er riesig. Bei einer Allergie nämlich reagiert das Immunsystem auf bestimmte Inhaltsstoffe sofort, unter anderem mit geschwollener Zunge, Kribbeln oder Hautausschlag. Es kann sogar zum allergischen Schock kommen. Bei einer Unverträglichkeit (Intoleranz) hingegen fehlen Enzyme im Darm, die für den Abbau bestimmter Stoffe zuständig sind. Die Reaktion des Körpers erfolgt oft zeitversetzt, die Symptome sind vielfältig und reichen von Blähungen bis hin zu Durchfall.

 

Problemfall Milchzucker: Laktoseintoleranz

Etwa zwölf Millionen Menschen in Deutschland vertragen keine Milchprodukte. Sie haben zu wenig Laktase. Das Enzym spaltet im Dünndarm den Milchzucker (Laktose) auf. Wenn wir älter werden, produziert unser Körper immer weniger Laktase. Dadurch wird der Milchzucker erst im Dickdarm von Bakterien abgebaut. Das führt zu Blähungen, Krämpfen und Durchfall. Betroffene sollten sich entweder laktosearm ernähren oder bei jeder Mahlzeit mit Milchprodukten Laktase von außen zuführen (Tabletten gibt es in Drogerien und Apotheken).

Fünf wichtige Fakten über Laktoseintoleranz (Artikel geht unter dem Video weiter):

 
 

Was bedeutet eine Fruktoseintoleranz?

In Früchten, aber auch zunehmend als Süßstoff in Backwaren, Fertiggerichten oder Limonaden steckt Fruktose (Fruchtzucker). Das überfordert den Darm oft, er kann das Zuviel an Zucker nicht richtig verarbeiten. Die Folge: Völlegefühl, Blähungen oder Durchfall. Treten die Beschwerden dauerhaft auf, hilft eine mindestens vierwöchige fruktosearme Ernährung. Dabei sollten Sie aber nicht komplett auf Obst verzichten: Günstig sind etwa Bananen, Aprikosen, Apfelsinen oder Brombeeren, die reichlich Glukose (Traubenzucker) enthalten und eine gute Balance herstellen. Viele vertragen nach dieser Kur wieder gut Fruktose. Warum genau das so ist, wird von Medizinern noch erforscht.

 

Wenn Gluten dem Körper Probleme bereitet

Nur ein Prozent der Deutschen leidet unter einer Glutenunverträglichkeit. Sie äußert sich durch Übelkeit, Krämpfe, Kopfschmerzen. Der Körper reagiert auf Proteine im Getreide mit Entzündungen der Darmschleimhaut, die diese zerstören können – selbst kleinste Mengen sind gefährlich. Deshalb gilt es, vollständig auf Gluten zu verzichten. Viele Supermärkte verfügen inzwischen aber über ein breites Angebot an glutenfreien Broten, Kuchen und Co.

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