Für Hugo und Co. Holunderblütensirup selbst machen: Das gilt es zu beachten

Inhalt
  1. Holunder in einer seiner leckersten Formen: Als Sirup
  2. So stellen Sie Holunderblütensirup ganz leicht selbst her
  3. Warum Holunder so beliebt ist
  4. Vorsicht: Verwechslungsgefahr!

Holunderblütensirup ist vor allem bei warmen Temperaturen eine willkommene und leckere Erfrischung im Wasserglas - oder zum Feiern im Sektglas. Wie Sie ihn ganz leicht selbst herstellen, verraten wir Ihnen hier.

!Ein Holunder im Garten ist so wertvoll wie eine ganze Apotheke", lautet eine alte Volksweisheit. Die kommt nicht von ungefähr: Die Blüten vom Hollerbusch stärken die Abwehrkräfte, lindern Schnupfen und Fieber. Aber Holunder tut nicht nur gut, er schmeckt auch so!

 

Holunder in einer seiner leckersten Formen: Als Sirup

Die üppigen weißen Blütendolden können Sie in der Saison zwischen Mai und Juli sammeln, um daraus duftenden Sirup (Rezept unten im Video) oder süße Hollerküchlein zu zaubern. Und damit ist der Genuss noch lange nicht vorbei: Im Spätsommer wandern die glänzend-schwarzen Beeren in eine Holundersuppe, in Gelee oder Kuchen.

 

So stellen Sie Holunderblütensirup ganz leicht selbst her

Aus wenigen Zutaten zaubern Sie den süßen Sirup, aus dem Sie zum Beispiel Limonade, das alkoholische Getränk Hugo oder sogar Stieleis selbst herstellen können. 

Für die Zubereitung benötigen Sie frisch gepflückte Holunderblüten, eine Zitrone, Wasser, Zucker und Zitronensäure. Eingekocht und abgeseiht entsteht der Holunderblütensirup, den Sie sechs bis zwölf Monate lang luftdicht verschlossen aufbewahren können. Wie Sie den Holunderblütensirup selbst herstellen, zeigen wir Schritt für Schritt im Video:

 
 

Warum Holunder so beliebt ist

Zahlreich sind die Rezepte, und es gibt wohl kaum eine Wildpflanze, die bis heute so gern in der Küche verarbeitet wird. Vermutlich ist diese Zuneigung zum Holunder noch ein Erbe unserer Vorfahren: Früher hatte jedes Gehöft seinen Hausholunder, der als heilige Pflanze verehrt wurde. Er war als eine Art Lebensbaum eng mit dem Schicksal der Familie verbunden. Man glaubte, er sei die Wohnstätte guter Geister, der Elfen und Heilkobolde und auch der ungeborenen Seelen. Der Holunder galt als Tor in die Anderswelt. Unter dem Haus-Holunder opferte man Milch, Bier oder Brot für die Hyldemoer, die Holundermutter, die große Göttin, vor allem in ihrem Aspekt als Totengöttin. Auch die Ahnen wurden am Holunder mit Opfergaben bedacht und um Rat und Kraft gebeten. Hier vergrub man seine abgeschnittenen Haare und Nägel und schüttete das Badewasser der Kinder aus, damit niemand mit dem Wasser bösen Zauber üben könne. Man nutzte den Holunder, um an ihm Krankheiten abzustreifen.

 

Vorsicht: Verwechslungsgefahr!

Möchten Sie Holunderbeeren und Blüten einkochen, die Sie in freier Natur gesammelt haben? Dann ist Vorsicht angebracht! Die giftigen Früchte des Zwergholunders, auch Attich genannt, sehen den Früchten des essbaren Schwarzen und Roten Holunders zum Verwechseln ähnlich. Aber: Ein giftiger Holunder verrät sich unverkennbar durch seinen bitteren, abstoßenden Geruch. Also: erst schnuppern, dann ernten!

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