Was Sie wissen sollten Hantavirus: Die wichtigsten Fragen zum Krankheitserreger

Hantavirus: Die wichtigsten Fragen, zum Krankheitserreger
Was diese niedliche Maus mit dem Hantavirus zu tun hat, erfahren Sie hier.
Inhalt
  1. Was ist das Hantavirus?
  2. Wer überträgt das Hantavirus?
  3. Wie erkennt man, dass man erkrankt ist?
  4. Wie gefährlich ist eine Hantavirus-Infektion?
  5. Ist das Virus ansteckend?
  6. Wie kann man sich gegen Hantaviren schützen?
  7. Warum ist die Zahl der Infektionen angestiegen?

Das Hantavirus tritt in diesem Jahr besonders häufig auf: Bis Ende Mai wurden bereits 670 Krankheitsfälle gezählt, im Jahr davor waren es nur 282. Was hat es mit diesem starken Anstieg auf sich? Was ist das Hantavirus überhaupt? Und wie kann man sich davor schützen?

 

Was ist das Hantavirus?

Hantaviren kommen weltweit vor und können unterschiedlich schwere Erkankungen auslösen. Der Erreger wird von Nagetieren übertragen, wobei die unterschiedlichen Tiere unterschiedliche Virentypen verbreiten. Wie viele Menschen im Jahr erkranken, hängt vermutlich davon ab, wie hoch der Bestand der Nager ist, die den Virus in sich tragen.

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Wer überträgt das Hantavirus?

Nagetiere, wie Mäuse und Ratten, sind für die Ausbreitung der Viren verantwortlich - in Deutschland ist es vor allem die Rötelmaus. Die Krankheitserreger werden durch Kot, Urin und Speichel der Nagetiere verbreitet. Selbst im getrockneten Zustand kann eine Übertragung stattfinden. So wird der Erreger vor allem durch Staub vom Menschen eingeatmet. Eher selten ist eine Direktübertragung durch Nagetierbisse. Den infizierten Rötelmäusen sieht man die Krankheit nicht an, da sie selbst keinerlei Symptome aufweisen.

 

Wie erkennt man, dass man erkrankt ist?

Die ersten Beschwerden treten in der Regel zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung auf. Typische Symptome sind dabei plötzlich einsetzendes Fieber und grippeähnliche Beschwerden wie Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Außerdem können Husten und Sehstörungen auftreten. Nach einigen Tagen kommen dann Bauchschmerzen dazu, begleitet von Durchfall und Erbrechen. Auftretende Nierenprobleme können dabei im schlimmsten Fall zu Nierenversagen führen.

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Wie gefährlich ist eine Hantavirus-Infektion?

Die in Deutschland beobachtete Krankheitsform heilt in der Regel ohne Folgen ab. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind Todesfälle sehr selten. Da der in Europa verbreitete Virus nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist, müssen Betroffene auch nicht isoliert werden. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie unter dem Hantavirus leiden, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dabei können ausschließlich die Beschwerden (zum Beispiel Fieber, Übelkeit, Schmerzen) und nicht das Virus selbst behandelt werden.

 

Ist das Virus ansteckend?

Die Viren werden von Nagetieren auf den Menschen übertragen, entweder durch Kontaktinfektion (Kot oder Urin) oder durch Oralinfektion (Biss). Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist mit dem in Deutschland verbreiteten Virustyp unwahrscheinlich.  

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Wie kann man sich gegen Hantaviren schützen?

In den ländlichen Regionen ist die Ansteckungsgefahr höher als in den städtischen Gebieten. Sollten Sie auf einen Rötelmauskadaver stoßen und Sie müssen ihn beseitigen, dann tun Sie dies nur mit Einweghandschuhen. Wenn Sie in Schuppen oder Dachboden Staub wischen sollten, feuchten Sie den Lappen an, damit der Dreck nicht aufgewirbelt wird. Bei diesen Reinigungsarbeiten sollten Sie auch einen Mundschutz anlegen. Tragen Sie beim Arbeiten mit Holz aus dem Garten oder Wald ebenfalls Handschuhe.

Eine Impfung gegen Hantaviren gibt es bis heute noch nicht.

 

Warum ist die Zahl der Infektionen angestiegen?

Die hohe Zahl der Krankheitsfälle soll an dem starken Vorkommen von Bucheckern im vergangenen Jahr liegen, der Hauptnahrungsquelle von Rötelmäusen. Die Mäuse vermehrten sich rasanter und so konnte sich auch der Virus mehr ausbreiten. Aber es ist normal, dass es immer wieder zu solch hohen Erkrankungszahlen kommt. Bis Ende Mai wurden 670 Hantavirus-Fälle gezählt. Im ganzen letzten Jahr waren es nur 282. Den letzten großen Anstieg gab es 2012 mit 1778 gemeldeten Fällen.

Auor: Karin Eckhold 

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