Forschung Gallengangkrebs: Neue Behandlungsmethode entdeckt

Gallengangkrebs: Neue Behandlungsmethode entdeckt
Forschern haben herausgefunden was die Ursache für Gallengangkrebs ist und wie man ihn behandeln könnte.
Inhalt
  1. Was sind die Ursachen für Gallengangkrebs?
  2. Wie entsteht Gallengangkrebs?
  3. Wie kann man Gallengangkrebs stoppen?
  4. Was ist der Gallengang?
  5. Was sind die Symptome für Gallengangkrebs?

Schätzungen zufolge erkranken jedes Jahr fünf von 100.000 Menschen neu an Gallenkrebs. In der USA zählt diese Krebsart zu einer mit den am schnellsten steigenden Neuerkrankungen. Da der Gallengangkrebs nur schwer behandelt werden kann, führt eine Erkrankung sehr häufig zum Tod. Forscher haben nun die Ursache von Gallengangkrebs untersucht und es ist ihnen sogar gelungen, die Entstehung im Tierversuch zu stoppen.

 

Was sind die Ursachen für Gallengangkrebs?

Da es bislang noch keinen Hinweis darauf gab was die Ursachen für Gallengangkarzinome sind, nahm sich Mathias Heikenwälder vom Deutschen Krebsforschungszentrum und sein Team aus Wissenschaftlern dieser Frage an. Als Versuchsobjekte dienten dazu Mäuse und Gewebeproben der menschlichen Leber. Sie stellten fest, dass in der Umgebung von Gallengangkarzinomen eine besonders hohe Konzentration von schädlichen Sauerstoffverbindungen herrscht. Diese treten typischerweise bei Virushepatitis und Alkoholmissbrauch auf.

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Wie entsteht Gallengangkrebs?

Nun ging es darum, wie man sich die Entdeckung mit den schädlichen Sauerstoffverbindungen zunutze machen kann. Ein Expertenteam um Dirk Haller von der Technischen Universität in München untersuchte Mäuse, die eine solche erhöhte Konzentration in der Leber aufwiesen. Dabei stellten sie folgendes fest: In der Leber der Mäuse fanden sich viele Wachstumsherde von Gallengangzellen. In deren Umgebung entdeckten die Forscher besonders viele Kupferzellen (eine bestimmte Art von Zellen im Lebergewebe). Diese produzieren einen Stoff (TNF), der das Wachstum der umliegenden Zellen fördert. Dieser Stoff aktiviert ein Enzym (JNK). Und dieses Enzym löst das unkontrollierte Wachstum von Gallengangzellen aus.

Es wurde zwar jetzt nur an Mäusen beobachtet, aber man geht davon aus, dass der Krebs bei Menschen auf die gleiche Weise entsteht. Dafür spricht, dass bei Gewebeproben aus dem Tumor von Gallengangkrebspatienten, ebenfalls eine hohe Konzentration des Enzyms festgestellt werden konnte.

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Wie kann man Gallengangkrebs stoppen?

Die Wissenschaftler versuchen nun natürlich diese Kettenreaktion zu unterbrechen und womöglich zu stoppen. Dafür gaben sie in Tierversuchen den erkrankten Mäusen Wirkstoffe ins Futter die das Enzym JNK hemmen. Die Tiere bildeten daraufhin weniger Gallengangkarzinome. Die aggressiven Sauerstoffverbindungen wurden blockiert und das Wachstum der Gallengangzellen fast komplett gestoppt. Auf die Leberzellen hatten die Substanzen dagegen so gut wie keinen Einfluss. In einem nächsten Schritt wird nun geprüft, ob das Medikament auch bei Menschen wirkt.

 

Was ist der Gallengang?

Durch die Gallengänge wird die Leber mit der Gallenblase verbunden. Aus dem rechten linken Leberlappen entspringt jeweils ein großer Gallengang. Vor der Gallenblase vereinigen sie sich wieder zu einem gemeinsamen Gang.

 

Was sind die Symptome für Gallengangkrebs?

Es ist sehr schwierig, Gallengangkrebs zu erkennen, da kaum Symptome auftreten. Und wenn sie auftreten, dann ist es meistens schon zu spät, da das Tumorwachstum weit fortgeschritten ist. Mögliche Symptome, die dabei aber auftreten können sind: schmerzlose Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und das Augen), starker Juckreiz der Haut, Entfärbung des Stuhls und Dunkelfärbung des Urins, Bauchschmerzen im Oberbauch, Gewichtsverlust sowie Übelkeit und Erbrechen.

Autor: Karin Eckhold

Kategorien:
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