Studie Demenz: Forscher finden neuen Hemmstoff

Forscher finden neue Substanz für Demenz-Therapie
In Deutschland leiden etwa 1,5 Millionen Menschen an Demenz.

Forscher der TU München haben eine Substanz gefunden, die die Gehirnfunktion von Demenz-Erkrankten verbessern könnte. Erste Tests an Mäusen sind vielversprechend.

 

Gehirnleistungen verbesserten sich wieder

Forscher der Technischen Universität München haben in Tests an Mäusen eine Substanz finden können, die die Produktion des Proteins Amyloid-ß hemmt. Dieses Protein steht in Verdacht, maßgeblich an der Entstehung von Alzheimer beteiligt zu sein. So soll es sich bei Demenz-Erkrankten so sehr im Gehirn anhäufen, dass Nervenzellen geschädigt werden. Das Resultat: Die Gehirnleistung der Patienten ist gestört, darunter auch die Gedächtnisbildung.

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Der Fund des sogenannten Inhibitors, damit sind Substanzen gemeint, die Stoffe hemmen oder die Produktion verlangsamen, könnte eine Grundlage für eine neue Therapie-Möglichkeit bieten. In dem achtwöchigen Test an Mäusen, die viel Amyloid-ß produzieren, wurde Futter mit dem Hemmstoff verfüttert. In Untersuchungen nach dem Ende des Experiments konnte analysiert werden, dass sich nicht nur die Produktion von Amyloid-ß gehemmt wurde, sondern sich auch das Gedächtnis der Tiere verbessert hat.

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Jetzt folgen Tests an Menschen

"Eine erfolgreiche Therapie muss möglichst früh bei der Erkrankung ansetzen. Wir haben in unseren Versuchen deshalb das Enzym β-Secretase blockiert, das Amyloid-β herstellt", erklärt Dr. Dr. Marc Aurel Busche  in einer Pressemitteilung der TU München. Nun planen die Wissenschaftler eine klinische Studie, um zu testen, ob sich diese Ergebnisse auch beim Menschen wiederspiegeln lassen. "Wir hoffen natürlich sehr, dass sich die vielversprechenden Entdeckungen im Tiermodell, auch auf den Menschen übertragen lassen." Der Hemmstoff wird dazu leicht abgewandelt.

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