Was bedeuten kalte Füße? Der Körperatlas des Frierens: Achten Sie auf diese Signale

Jetzt beginnt sie wieder: die Zeit des ständigen Frierens. Wer glaubt, man müsse sich nur richtig anziehen, um das Dauerfrösteln abzustellen, der irrt. Forscher haben jetzt herausgefunden, wie komplex das Phänomen "Frieren" wirklich ist, wie sehr es den Körper schwächt und welches Signal auf körperliche 

Rein biologisch betrachtet, ist der Mensch ein Tropenwesen - dort herrscht mit 27 Grad absolute Wohlfühltemperatur. Wer in den Tropen lebt, hat so gesehen Glück - wer nicht, dem ist oft kalt. Vor allem Frauen frieren schnell: Sie haben weniger Muskelmasse, eine dünnere Haut, sind durchschnittlich kleiner, und das Schutzprogramm des weiblichen Körpers springt schon bei 15 Grad Außentemperatur an - das männliche erst bei zehn Grad.

 

Frieren als Warnsignal des Körpers

Wer plötzlich öfter und schneller friert als sonst, sollte beim Hausarzt überprüfen lassen, ob einer der folgenden drei Gründe im Video dafür verantwortlich ist (Artikel wird unte dem Video fortgesetzt):

 

Nichts davon ist die Ursache? Dann steckt vielleicht eine verborgene Kältefallen hinter den dauernden Fröstelattacken:

 

Der Körper-Atlas des Frierens

Was hat das Frühstück oder die Schlafqualität damit zu tun, dass einem kalt ist? Hinter ständigen Fröstelgefühlen können sich unerwartete Ursachen verbergen. Dies sind die wichtigsten Symptome des Frierens:

Kältegefühl im Nacken

Nach der Lehre der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sitzen im Nacken gleich mehrere "Windpunkte", die besonders empfindlich auf Kälte, Nässe und Zugluft reagieren. Sie geben die Kälteempfindung an den ganzen Körper weiter, und wir frieren stärker. Den Nacken daher immer mit Tüchern oder Schals schützen.

Wenn das Gehirn friert

Zu wenig und unruhiger Schlaf stört die Regulationsmechanismen der Körpertemperatur im Gehirn und lässt uns schneller und stärker frieren. Schlafforscher empfehlen mindestens sieben Stunden. Studien beweisen, dass warme Füße beim Einschlafen helfen - eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen wirken Wunder.

Kalte Haut

Über die Haut verlieren wir ständig wertvolle Körperwärme. Den besten Schutz bietet ein intelligentes Zwiebelprinzip. Unterste Schicht: eng anliegende Funktionswäsche aus Polyester, Mittelschicht zur Isolation: dünne Teile aus Fleece beziehungsweise Kunstfaser, Außenschicht zum Wetterschutz: Jacke aus wind- und wasserdichten atmungsaktiven Membranen.

Kältegefühl im Magen

Die traditionelle chinesische Medizin unterteilt Lebensmittel in kühlende und wärmende. Innerlich frösteln lassen uns Joghurt, Quark, Süd- und Zitrusfrüchte, Blattsalate, Rohkost und Weißwein. Wärmende Alternativen sind Lamm, Fenchel, Nüsse, Samen, Truthahn, Ziegenkäse und Rotwein. Tipp: Wer nicht auf Joghurt und Obst verzichten mag, kann ihre kühlende Wirkung mit einer Prise Zimt neutralisieren.

 Diese Grundlagen helfen auch beim Abnehmen. Mehr dazu hier:

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Eiskaltes Händchen

Der Körper ist genetisch darauf programmiert, sich bei Kälte auf die Durchblutung der lebenswichtigen Organe wie Herz und Gehirn zu konzentrieren. Die Hände haben das fröstelnde Nachsehen. Pulswärmer oder Stulpen beugen vor - im Akutfall hilft eine Massage: Drücken Sie mit kreisenden Bewegungen des Daumens abwechselnd in die Innenfläche Ihrer Hände und streichen Sie die Bewegung zu den Fingern hin aus.

Wenn die Leber friert

In der Leber wird das lebenswichtige Vitamin B 12 gespeichert. Wir brauchen es, um rote Blutkörperchen zu bilden, die den Körper mit Sauerstoff versorgen. Mangelt es daran, werden wir müde und vor allem kälteempfindlicher. Um die Speicher aufzufüllen, essen Sie Milch produkte, Fisch oder Fleisch. Den Tagesbedarf eines Erwachsenen decken zum Beispiel 150 Gramm Edamer oder 100 Gramm Camembert, 300 Gramm Quark oder 100 Gramm Lachs, 75 Gramm Thunfisch oder 150 Gramm Rinderfilet.

 Weitere vitaminreiche Lebensmittel zeigen wir im Video (Artikel wird unter dem Video fortgesetzt):

 

... oder die Milz

Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Durchblutung und Sauerstoffversorgung. Sind die Vorräte in Milz, Leber und Knochenmark erschöpft, äußert sich das durch Müdigkeit, Blässe und ständiges Frieren. Hauptlieferant für Eisen sind Fleisch, Hülsenfrüchte (Quinoa), Getreide (Weizenkleie, Haferflocken) und Kerne (Sonnenblumen, Kürbis). Tipp: Pflanzliches Eisen kann der Körper besser verwerten, wenn es in Kombination mit Vitamin C (zum Beispiel aus Orangen, roter Paprika und Kiwi) aufgenommen wird.

Kalter Kopf

Die weit verbreitete Meinung, dass wir über den Kopf die meiste Wärme verlieren, ist eine Falschmeldung aus den 70er-Jahren. Fakt ist: Der Körper verliert über jede unbedeckte Fläche Wärme - über den Kopf sind das etwa zehn Prozent. Allerdings sitzen in der Kopfhaut und im Gesicht viele Nervenenden. Daher merken wir dort besonders schnell, wenn es kalt wird.

Kälte in den Nieren

Die Niere hält den Wassergehalt des Körpers konstant - im Optimal fall bei 60 Prozent. Das Wasser speichert Wärme und gibt sie langsam frei - die Körpertemperatur bleibt stabil. Mangelt es an Flüssigkeit, werden wir kälteempfindlicher. Trinken Sie mindestens acht Gläser Wasser oder Kräutertee pro Tag, Faustregel: jede Stunde ein Glas.

Wenn das Blut gefriert

Ein niedriger Blut zuckerspiegel, wie er zum Beispiel durch eine radikale Diät oder sehr lange Pausen zwischen den Mahlzeiten entsteht, lässt uns frieren. Vermeiden Sie daher Essenspausen von mehr als vier Stunden, setzen Sie auf Vollkorn- statt Weißmehl sowie auf Ballaststoffe aus Obst und Gemüse. Das hält den Blutzucker konstant.

Der klassiker: Kalte Füße

Sinkt die Außentemperatur ab, hält der Körper vor allem den Rumpf und den Kopf warm - die Füße werden kalt. Unterwegs schützen dünne Einlegesohlen mit Zimt (zum Beispiel von Nawemo, 6,90 Euro, hier zu kaufen). Sie regen die Durchblutung an und passen in fast jeden Schuh. Zu Hause ist ein warmes Fußbad mit ein paar Tropfen Rosmarinöl besonders effektiv.

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Quelle: TV Hören und Sehen

Kategorien:
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