Ohne feste Nahrung 3 Tage fasten mit Pressbar

Pressbar, 3 Tage Saft
Inhalt
  1. Aller Anfang ist schwer
  2. Es wird sogar noch schwerer
  3. Licht am Ende des Tunnels
  4. Fazit

Drei Tage nur Saft trinken, was macht das mit einem? Unsere Autorin Bonnie hat es für Sie ausprobiert ...

Ich mag Herausforderungen. Es gibt Phasen, da verzichte ich zum Beispiel komplett auf Zucker oder Alkohol. Worauf ich allerdings noch nie verzichtet habe: feste Nahrung. Eine Saftkur auszuprobieren schwirrte mir schon im vergangenen Jahr im Kopf herum. Meine zurecht gelegten Ausreden übertrumpften jedoch jedes Mal mein Vorhaben. Bis ich vor kurzem nun doch den Schritt wagte und mich drei Tage lang ausschließlich von Säften ernährte. Bei der Detox-Kur von Pressbar darf ich sechs Fläschchen mit jeweils 250ml zu mir nehmen. Erlaubt sind Nüsse oder Obst, falls der Hunger zu groß wird. Die kaltgepressten Säfte sollen schon nach drei Tagen Entgiftung neue Energie geben. Das ist mein Stichwort: Ich erhoffe mir von der moderneren Form des Fastens meinen Körper auf Null zu bringen, im anschließend wieder genussvoller und langsamer zu essen.

Pressbar, 3 Tage Saft
Am Anfang der Saftkur war Bonnie noch ganz optimistisch - das ließ am zweiten Tag nach.
 

Aller Anfang ist schwer

Ich merke bereits nach einem Saft und drei Stunden nach dem Aufstehen, dass ich auf Kaffee-Entzug bin. Ich werde nicht richtig wach, mir wird duselig, ich habe Kreislauf. Kopfschmerzen machen sich breit. Ich bin gereizt, pflaume meinen Freund an. "Warum machst du so einen Mist auch?", fragt er gereizt. Das frage ich mich nachmittags auch. Die Säfte schmecken allesamt super, das ist nicht das Problem. Und auch nicht, dass ich Hunger hätte. Der hält sich in Grenzen. Viel schlimmer sind die Begleiterscheinungen. Abends isst mein Freund neben mir auf dem Sofa sein Abendbrot. Ich starre ihn an. "Soll ich rausgehen?" "Nö, ich schaffe das!", antworte ich. Das mag etwas merkwürdig erscheinen, aber ich wollte mir (und ihm wohl auch) in diesem Moment beweisen, dass ich stärker bin als mein Kopf. Mein Kopf, der sagt: "Ich will essen." 

Ob ich drei Tage durchhalte? Ich weiß es nicht.

 

Es wird sogar noch schwerer

Bei Detox-Kuren dieser Art sagt man ja, Tag zwei sei der schlimmste. Es stimmt. Schon in der Nacht wache ich mit Magenkrämpfen auf. Mein Körper ist schwach, ich fühle mich schwindelig, als ich morgens aufstehe. Nach dem ersten Saft geht es. Ich schaue in den Spiegel. Blass, wie immer. Müde. Auf dem Weg zur Arbeit stechen Millionen kleiner Ameisen in meiner Stirn herum. Die Treppen zum Büro kommen mir so vor, wie ein halber Workout-Kurs. Als ich den zweiten Saft um 11 Uhr trinke, stabilisiert sich mein Kreislauf. Ich sitze. Sitzen ist sowieso toll in meinem Zustand. Eine Wohltat. Ich stehe nur auf, wenn es nötig ist. Sprich, ich mir einen Tee koche oder aber den nächsten Saft aus dem Kühlschrank fische. "Wie geht es dir heute?", fragt mich meine Kollegin. Ihre Stirn zieht sich dabei nach oben. "Mies", antworte ich. Für den Rest des Tages lassen mich alle Kollegen in Ruhe. Zu ihrer eigenen Sicherheit. Der Kuchen auf dem Tisch hinter mir, interessiert mich nicht. Ebenso wenig, der Geruch von warmer Suppe, die mittags in meine Nase steigt. "Geh doch sonst mal raus, die Sonne scheint?", sagt jemand. Ich schüttle den Kopf. Zu viele Versuchungen. Essen lauert an jeder Ecke. Sowieso fällt mir plötzlich auf, wie viel wir im Alltag über Lebensmittel reden. 

Als ich zu Hause ankomme, trinke ich um 20 Uhr den letzten Saft. Dann überkommt es mich: Ich koche mir eine Schüssel Wasser mit Gemüsebrühe. Ohne Einlage, natürlich. Die Brühe hat noch nie besser geschmeckt. Um 21 Uhr falle ich ins Bett und schlafe tief und fest.

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Licht am Ende des Tunnels

Hallo, Welt! Der Wecker klingelt, ich fühle mich super. Das mag daran liegen, dass der letzte Tag anbricht. Tatsächlich fühle ich mich viel besser. Keine Kopfschmerzen, keine Magenkrämpfe. Ich gucke in den Spiegel und habe das Gefühl, meine Poren haben sich verkleinert. Beschwingt fahre ich zur Arbeit. Eine Leichtigkeit umgibt mich. Ich merke, dass sich mein Körper (und mein Geist) an die Kur gewöhnt haben. Zu einer Käse-Stulle würde ich trotzdem nicht Nein sagen, klar. Aber diesen einen Tag schaffe ich jetzt auch noch. Heute Abend erwartet mich allerdings noch eine große Herausforderung: Ich will zu einem Konzert. Ein guter Freund hat sich einen Musikabend zum Geburtstag gewünscht. Er möchte vorher mit uns Burger essen gehen. Das wird hart. Aber ich will es durchziehen. 

Nachdem ich den Bürotag gut überstanden habe, finde ich mich bei meinen Freunden wieder. Der Geruch von Pommes steigt mir in die Nase. "Ist das nicht total hart für dich?", fragt meine Freundin. "Nee, mein frischer Minztee schmeckt super."

Auf dem Konzert stelle ich fest, dass mein Bauch nie flacher war. Und wie störend Rauchgeruch sein kann. Ich zünde mir bei einem Bier gerne mal eine Zigarette an. Heute nicht. Nach einer Stunde überlege ich, an die frische Luft zu gehen. Nach zwei Stunden muss ich mich hinsitzen. Mein Kreislauf mag nicht mehr, ich gehöre um 23 Uhr definitiv ins Bett. Wir fahren nach Hause. Das war zu viel.

Am nächsten Morgen wiege ich mich. Drei Kilo weniger. Das hält vermutlich fünf Tage. Zum Abnehmen sollte man eine Detox-Kur ja ohnehin nicht machen. Der erste Kaffee schmeckt himmlisch. Das Koffein zeigt sofort seine Wirkung. Wie ich das vermisst habe! Als mein Gaumen zum ersten Mal Obst erreicht, merke ich noch keine Geschmacksexplosion. Die kommt erst bei besagter Käsestulle. So unglaublich lecker. Eigentlich wird empfohlen, nicht direkt mit Milchprodukten zu starten. Ich riskiere es. Mein Verlangen nach einem ordentlichen Brot mit Gouda war einfach zu groß.

Hier sind weitere Ernährungs-Tipps (Artikel geht unter dem Video weiter):

 
 

Fazit

Nach der Kur merkte ich, dass ich gar nicht so viel brauche, um satt zu werden und aß langsamer. Ich versuche, achtsamer beim Essen zu sein und verstärkt auf mein Hungergefühl zu hören. Das klappt nicht jeden Tag, aber ich merke eine deutliche Verbesserung zu vorher. Noch einmal drei Tage komplett auf feste Nahrung verzichten? Wenn die Nebenwirkungen anfangs nicht so hart für mich gewesen wären, könnte ich mir das durchaus vorstellen. Realistischer finde ich aber, ab und zu eine Mahlzeit mit einem Saft zu ersetzen. Das ist auch im Alltag, vor allem, wenn man Vollzeit arbeitet, weniger anstrengend. Ansonsten empfehle ich, den ersten Tag der Kur auf einen Sonntag zu legen, damit der Körper sich erst einmal an die Umstellung gewöhnen kann. Abends am besten keine Verabredungen eingehen, sondern direkt nach der Arbeit nach Hause gehen und früh schlafen. Das ist auch für die Beziehung gesünder ...

Autor: Bonnie Stenken

 

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